20.05.2020, 11.20 Uhr

Coronavirus-Impfpflicht gefordert: "Ein Verbrechen"! SO denken die Deutschen über eine Impfpflicht

Wird es eine Coronavirus-Impfpflicht in Deutschland geben?

Wird es eine Coronavirus-Impfpflicht in Deutschland geben? Bild: AdobeStock/ P&G

Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Ich war für die Impfpflicht bei Masern. Ich bin auch hier für eine Impfpflicht", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch). Die Bundesregierung hatte am Montag erneut betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen will: "Es wird keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

Diskussion um Corona-Impfpflicht OHNE Coronavirus-Impfstoff

Noch existiert kein solcher Impfstoff. Weltweit gibt es laut dem Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) aber mehr als 120 Impfstoffprojekte. Ob ein Impfstoff noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht werden kann, gilt als fraglich.

Coronavirus-News aktuell: WER bekäme den Impfstoff zuerst?

Montgomery forderte, die deutsche Regierung müsse mit gesetzlichen Maßnahmen dafür sorgen, "dass nicht derjenige als Erster geimpft wird, der am meisten dafür zahlt". "Als Erstes müssen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und die Mitarbeiter in den Kliniken geimpft werden. Ich fürchte aber, dass auch hierzulande ein Schwarzmarkt entstehen wird." Dazu komme ein anderes Problem, sagte Montgomery: "Es wird Leute geben, die sich nicht impfen lassen wollen. Infizieren sie sich, sind sie eine Gefahr für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Wir müssen deshalb möglichst viele Menschen impfen."

Weltärztebund-Chef sieht Nachbesserungsbedarf beim Schutz der älteren Menschen

Beim Schutz älterer Menschen sieht Montgomery indes Nachholbedarf. "In der Altenpflege haben die Schutzkonzepte komplett versagt. Sowohl beim Personal als auch bei den Besuchern", sagte der Chef des Weltärztebundes den Zeitungen. Das müsse sich künftig bessern. "Die Politik hat lange Zeit nur daran gedacht, dass wir Masken und Kittel für die Krankenhäuser brauchen. Kein Mensch hat an die Altenpflege gedacht", kritisierte er. Die Hauptlast sieht er nun bei den Gesundheitsämtern, die neue Fälle registrieren, Kontakte nachverfolgen und Quarantänemaßnahmen verhängen müssten.

Coronavirus-Impfpflicht? So denken die Twitter-User darüber

Auch die Twitter-User haben eine Meinung zur Coronavirus-Impfpflicht. "Meine Meinung zur #Impfpflicht: Sie ist nicht neu. Wir haben sie auch bei anderen Krankheiten, wo das Risiko bei einer Infektion weit über den Nebenwirkungen der Impfung liegt. Nur gerade deshalb macht eine Pflicht nur bei einem bewährten Impfstoff Sinn. Nicht sofort", erklärt ein User beim Kurznachrichtendienst ausführlich.

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"#Impfpflicht ist ein Verbrechen"! Kritik an Forderung desWeltärztebund-Chefs

Andere kritisieren den Weltärztebund-Chef für seine Forderung scharf. "Hat jemand gewusst, dass es einen "Weltärztepräsident" gibt? Was für demokratische Legetimationen hat dieser intellektuelle, von mir ungewählte Zwerg, derartige "Empfehlungen" abzugeben? #Impfpflicht ist ein Verbrechen an d.Menschheit", wettert ein User gegen Frank UlrichMontgomery.

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Andere wiederum machen Witze und grübeln über die Umsetzbarkeit der Impfpflicht. "Wie läuft eigentlich diese #Impfpflicht? Kommt da jemand nach Hause, bindet mich fest und jagt die Spritze in den Arm? #Verschwoerungstheorien #Covid_19", fragt sich ein Twitter-User.

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"#Impfpflicht Fordern kann man viel. Selbst die heutigen Grippeimpfungen haben noch Schwachstellen. Ein Coronaimpfstoff braucht Jahre bis er einigermaßen sicher ist. Viren können sich verändern und so muss auch der Impfstoff ständig angepasst werden. Impfpflicht: Nein Danke Daumen runterGesicht mit Mundschutz", teilt ein weiterer User seine Meinung zur Coronavirus-Impfpflicht kund.

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Fakt ist: So lange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, muss auch noch nicht über eine Impfpflicht diskutiert werden.

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fka/bua/news.de/dpa
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