09.12.2019, 11.27 Uhr

Grundrente in Deutschland: Kosten-Hammer! Bekommen auch Ausländer die Grundrente?

Muss die Grundrente auch an Ausländer gezahlt werden?

Muss die Grundrente auch an Ausländer gezahlt werden? Bild: dpa

Streit über die Grundrente in der Großen Koalition: Seit Monaten diskutieren SPD und die Union (CDU und CSU) über die Aufstockung kleiner Renten in Deutschland. 2021 soll die Grundrente nun in Kraft treten. Bis dahin müssen aber noch einige Details im Gesetzgebungsverfahren geklärt werden.

Grundrente ab 2021 auch für Ausländer

Bereits jetzt fürchten Experten allerdings enorme Mehrkosten. Die Grundrente könnte dem Staat und schließlich dem Steuerzahler deutlich mehr belasten als bisher angenommen. Denn die Grundrente müsse anteilig auch an Ausländer gezahlt werden, die in Deutschland gearbeitet haben, schreibt die "Bild"-Zeitung. Und zwar auch dann, wenn sie nur einen Teil der geforderten 35 Versicherungsjahre geleistet haben. "Da dies entsprechende Anreizwirkungen entfaltet, werden die Kosten der Grundrente deutlich höher liegen, als bislang veranschlagt", warnt der Ex-Chef der Deutschen Rentenversicherungsträger,Prof. Franz Ruland, in der "Bild".

Werden die Grundrenten-Pläne der BRD deutlich teurer?

Grundrente müsse Deutschland demnach nämlich auch an Staatsbürger aus europäischen Ländern sowie Brasilien, Japan, Indien und Kanada zahlen. Der Grund: Sozialversicherungsabkommen. Laut "Bild"-Zeitung haben derzeit 6,6 Millionen Ausländer Versicherungszeiten angesammelt. Bereits jetzt beziehen 1,8 Millionen Menschen deutsche Rentengelder, heißt es weiter.

Eine Beispielrechnung der "Bild" verdeutlicht die Mehrkosten der Grundrente. So könnte ein Rumäne Grundrente erhalten, wenn er zehn Jahre in Deutschland gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass er weitere 25 Arbeitsjahre in seinem Heimatland nachweisen könne. Sein Anteil an der Grundrente werde dann anhand seiner zehn Arbeitsjahre in Deutschland berechnet.

Die große Koalition hatte sich nach langem Ringen im November darauf geeinigt, dass Menschen mit kleiner Rente und mit mindestens 35 Beitragsjahren ab Januar 2021 einen Rentenaufschlag bekommen sollen - nach umfassender Einkommensprüfung. Bisher liegen nur Eckpunkte zur Grundrente vor.

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bua/fka/news.de
Themen: Rente, SPD
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