11.11.2019, 12.40 Uhr

Nach Ausbruch aus IS-Lager in Syrien: Türkei will vier mutmaßliche IS-Frauen samt Kindern nach Deutschland abschieben

Die Türkei bereitet offenbar die Abschiebung von IS-Kämpferinnen nach Deutschland vor.

Die Türkei bereitet offenbar die Abschiebung von IS-Kämpferinnen nach Deutschland vor. Bild: Uncredited / POOL Presidental Press Service / picture alliance / dpa

Die Türkei hat für diese Woche die Abschiebung von bis zu sieben mutmaßlichen IS-Mitgliedern mit zwei Kindern angekündigt.Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Montag in Berlin, am Donnerstag sollten sieben, am Freitag dann noch einmal zwei deutsche Staatsangehörige ankommen. Es handele sich um insgesamt drei Männer, fünf Frauen und zwei Kinder.

Türkei plant Abschiebung von IS-Frauen nach Deutschland

Bei zwei der Frauen gebe es Anhaltspunkte, dass sie sich in Syrien aufgehalten hätten. Bei den anderen Deutschen könne dies ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Noch sei aber nicht klar, ob es bei allen von ihnen einen Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gebe. Bei einer weiteren Person, die bereits am Montag aus der Türkei nach Deutschland abgeschoben werden solle, gebe es keinen IS-Zusammenhang.

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, sollen mindestens zwei der Frauen aus dem Lager Ain Issa in Syrien ausgebrochen sein. Vier der insgesamt fünf Frauen sollen in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommen worden sein. Eine von ihnen stammt dem Vernehmen nach aus Hamburg.

Deutsche IS-Kämpfer sollen aus der Türkei abgeschoben werden

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, die Türkei wolle schon an diesem Montag einen deutschen Kämpfer abschieben. Am Donnerstag sollten dann sieben weitere IS-Mitglieder mit deutscher Staatsbürgerschaft nach Deutschland gebracht werden.

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loc/news.de/dpa