31.03.2017, 14.57 Uhr

Flüchtlingskrise: Angela Merkel droht die Abschiebung

Viele Mütter haben während der Flüchtlingskrise 2015 ihre Babys auf den Namen der Bundeskanzlerin Angela Merkel getauft.

Viele Mütter haben während der Flüchtlingskrise 2015 ihre Babys auf den Namen der Bundeskanzlerin Angela Merkel getauft. Bild: Fotolia/freepeoplea

"Wir schaffen das", verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 angesichts der Massen von Flüchtlingen, die in Deutschland eine neue Heimat suchten. Aus Dank benannten viele Mütter ihre in Deutschland geborenen Babys nach der Kanzlerin. Doch die kleine Angela Merkel, die mit ihren Eltern im pfälzischen Nauort eine Zuflucht gefunden hat, wird gemeinsam mit ihnen jetzt wohl abgeschoben.

Baby Angela Merkel und seinen Eltern droht die Abschiebung nach Afghanistan

Wie die "Rhein-Zeitung" berichtet hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Antrag der fünfköpfigen Familie Rahmati abgelehnt, die aus Afghanistan nach Deutschland gekommen ist. Ihre Flucht habe ein Jahr lang gedauert und umgerechneet 40.000 Euro gekostet. In dem 2300-Seelenort in Rheinland-Pfalz lebt die Familie seit Oktober 2015 und hat sich dort offensichtlich gut integriert, wie der Pate Winfried Freisberg gegenüber der Welt erklärt. Vater Wahid, der eigentlich gelernter Architekt ist, arbeitet im Bauhof und die Brüder von der kleinen Angela hätten in der Schule viele Freunde gefunden.

Hoffnung für die Eltern von Baby Angela Merkel

Ob die Familie allerdings tatsächlich abgeschoben wird, ist längst noch nicht ganz klar. Denn die Ausländerbehörde vor Ort kann eine Duldung erteilen, die das BAMF nicht beeinflussen kann. Darüber hinaus ist die Sicherheitslage in Afghanistan weiterhin nicht klar und lediglich Straftäter und Gefährder würden dorthin abgeschoben werden. Noch ist also alles offen für die kleine Angela Merkel.

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kad/grm/news.de
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