09.03.2017, 14.02 Uhr

Wikileaks-Enthüllungen: Trump kastriert! Präsident geht auf Maulwurf-Jagd

Donald Trump fürchtet Maulwürfe im Weißen Haus.

Donald Trump fürchtet Maulwürfe im Weißen Haus. Bild: dpa

Die US-Bundespolizei FBI sucht Medienberichten zufolge einen desillusionierten Insider, der Unterlagen des Auslandsgeheimdienstes CIA an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben haben soll. Der Leak war nach Ansicht der Ermittler nicht das Werk eines feindlichen Staates, wie die "New York Times" am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

FBI sucht Maulwurf nach Wikileaks-Enthüllungen

Demnach will das FBI jetzt jeden verhören, der Zugang zu den Informationen hatte. Das seien mindestens einige Hundert Menschen. Möglich sei auch, dass die Dokumente von einem Server eines externen Auftragnehmers stammten. US-Präsident Donald Trump wollte am Donnerstag mit CIA-Direktor Mike Pompeo und Heimatschutzminister John Kelly zusammentreffen.

Wikileaks hatte am Dienstag mehr als 8.000 Dokumente veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die CIA eine eigene Programmiertruppe aufgebaut hatte, um systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern sowie auch Fernsehgeräten und Telefonanlagen auszunutzen und auf diese Weise Verdächtige gezielt auszuspähen. Nach Darstellung von Wikileaks operieren Hacker der CIA auch von Frankfurt aus.

Wikileaks-Enthüllungen: Donald Trump "extrem besorgt"

Die US-Regierung will die Echtheit der Dokumente weder bestätigen noch dementieren. Experten halten sie aber für glaubwürdig. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte am Mittwoch: "Dies ist die Art von Enthüllung, die unser Land, unsere Sicherheit und unser Wohlergehen untergräbt." Wie "bild.de" berichtet sei auch Donald Trump "extrem besorgt". "Bei jedem, der vertrauliche Informationen weitergibt, wird die volle Härte des Gesetzes angewandt.", machte Spice klar.

Als Konsequenz aus der Wikileaks-Veröffentlichung unterbrach die CIA den Angaben zufolge einige Projekte, während sie den entstandenen Schaden einzuschätzen und einzudämmen versuchte. Die Enthüllungen würden "unsere Widersacher mit Werkzeugen und Informationen ausstatten, um uns Schaden zuzufügen", zitierte die Zeitung einen CIA-Sprecher. Die Agentur dürfe Menschen in den USA nicht ausspionieren und tue das auch nicht.

Donald Trump auf Maulwurfhagd - Handys werden eingezogen, Telefongespräche und E-Mails überwacht

Donald Trump soll Mitarbeitern des Weißen Hauses außerdem vorwerfen, interne Informationen an Medien weitergeben zu haben. Diese müssen nun Einschränkungen der Privatsphäre befürchten. Wie "bild.de" berichtet, sollen künftig Telefongespräche und E-Mails überwacht werden.

Sean Spicer soll seine Mitarbeiter sogar gezwungen haben ihre Handy abzugeben, damit diese auf Nachrichten an Journalisten überprüft werden konnten. Viele fürchten nun eine wahre Hexenjagd auf Mitarbeiter im Staatsdienst.

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