19.11.2020, 09.24 Uhr

Prinzessin Diana + Prinz William: Legendäres Interview! Wurden Lady Dis Antworten erschlichen?

Prinzessin Diana bei einer Awardshow.

Prinzessin Diana bei einer Awardshow. Bild: Henry Mcgee/Globe Photos, Inc/ imagecollect.com/spot on news

Das berühmte Interview, das Prinzessin Diana (1961-1997) im Jahr 1995 dem BBC-Journalisten Martin Bashir (57) gegeben hatte, galt damals als "Scoop des Jahrhunderts". Doch zuletzt wurde wieder Kritik an dem Zustandekommen des Interviews laut, in dem Prinzessin von Wales unter anderem über ihren damaligen Ehemann Prinz Charles (72), ihre Bulimie, ihre Affäre mit James Hewitt (62) und ihre Rivalin Camilla Parker Bowles (73) gesprochen hatte. Der britische Sender BBC hat nun eine Untersuchung angekündigt, die die "Wahrheit" ans Licht bringen soll. Die "New York Times" hatte vor rund einer Woche zuerst darüber berichtet, dass eine entsprechende Untersuchung geplant ist.

Lady Di im Interview - Sender BBC leitet unabhängige Untersuchung ein

"Die BBC ist fest entschlossen, die Wahrheit über diese Ereignisse herauszufinden", erklärt BBC-Chef Tim Davie (53) in einer Mitteilung des Senders. Deshalb habe man Lord John Dyson (77), ein ehemaliger Richter des Obersten Gerichtshofs, damit beauftragt, "die unabhängige Untersuchung" zu leiten. Zuvor hatte eine neue Dokumentation des britischen Senders ITV erneut der Vorwurf aufgeworfen, Bashir hätte die Prinzessin allein mit Hilfe gefälschter Dokumente zu dem Gespräch bewegt.

Royal-News zu Prinzessin Diana - Gefälschte Dokumente spielen zentrale Rolle

In der zweiteiligen Doku kommt auch erstmals Matt Wiessler, der damalige Grafikdesigner der BBC zu Wort, der ebenfalls in die Sache verwickelt gewesen war. Demnach hatte Bashir ihn gebeten, Kontoauszüge zu "erstellen". Diese sollten nahelegen, Mitarbeiter der königlichen Familie hätten Geschichten über Diana verkauft und ihre Observation veranlasst - und als Druckmittel auf Prinzessin Diana dienen. Wiessler wusste davon angeblich nichts - er behauptet, ihm sei gesagt worden, dass die gefälschten Kontoauszüge nur als Requisiten verwendet werden würden.

Lady Dianas Bruder Charles Spencer wurden falsche Tatsachen vorgespielt

Vor der Ausstrahlung der Dokumentation hatte auch Charles Spencer (56), der jüngere Bruder Lady Dis, in einem Brief an BBC-Chef Davie erneut gefordert, dass eine "umfassende Untersuchung" eingeleitet wird. Auszüge aus dem Brief hatte die "Daily Mail" veröffentlicht. Laut Spencer waren die gefälschten Dokumente der einzige Grund dafür, dass er Bashir seiner Schwester vorgestellt hatte. Außerdem habe der Journalist in einem Treffen vor dem Interview eine Reihe falscher Behauptungen über diverse Senior-Royals aufgestellt, um Spencers Vertrauen zu gewinnen und Zugang zu seiner Schwester zu bekommen.

Erste Untersuchung im Jahr 1996 konnte kein Fehlverhalten feststellen

Der Vorfall war 1996 bereits untersucht worden. Bashir war damals von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen worden, da er die gefälschten Dokumente nicht in dem Interview verwendet hatte. Auch die damalige Untersuchung soll jetzt auf den Prüfstand gestellt werden. Der Journalist selbst kann sich aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht zu der Sache äußern. Laut dem Sender erhole er sich von einer Operation am Herzen und Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19.

Royals-News: Prinz William befürwortet Untersuchung von Diana-Interview

Prinz William befürwortet die vom britischen Sender BBC angekündigte Untersuchung eines legendären Interviews mit seiner Mutter Lady Diana vor 25 Jahren. "Die unabhängige Untersuchung ist ein Schritt in die richtige Richtung", zitierte der Kensington Palast den 38-Jährigen, wie die BBC in der Nacht zu Donnerstag berichtete. Die Untersuchung, die er vorläufig begrüße, sollte dazu beitragen, die Wahrheit hinter den Handlungen zu ermitteln, die zu dem Interview und den nachfolgenden Entscheidungen der damaligen BBC geführt hätten, hieß es weiter.

Dianas Bruder, Charles Spencer, wirft dem Journalisten Martin Bashir vor, sich das Interview mit seiner Schwester damals mit unlauteren Methoden - etwa gefälschten Kontoauszügen - verschafft zu haben. Diese sollten demnach den Eindruck erwecken, Menschen wären dafür bezahlt worden, Informationen über Diana preiszugeben.

Prinzessin Dianas Interview erschütterte die Monarchie

Mit dem Interview hatte die 1997 tödlich verunglückte Prinzessin Diana vor 25 Jahren die britische Monarchie erschüttert. Mehr als 200 Millionen Menschen verfolgten weltweit am Fernseher, wie sie ungewöhnlich offen über die Untreue ihres Gatten Prinz Charles und ihre eigenen psychischen und gesundheitlichen Probleme sprach. Die Queen zeigte sich danach Berichten zufolge empört darüber, dass ihre Schwiegertochter die Eignung von Charles für den Thron anzweifelte.

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sig/bua/news.de/spot on news/dpa