04.11.2020, 15.19 Uhr

Coronavirus: Stoff-, OP- oder FFP-Maske: Was können die unterschiedlichen Modelle?

Haben unterschiedliche Schutzwirkungen: Stoffmaske, medizinische Maske und FFP-Maske (v.l.n.r.)

Haben unterschiedliche Schutzwirkungen: Stoffmaske, medizinische Maske und FFP-Maske (v.l.n.r.) Bild: bohemama / Shutterstock.com/spot on news

Ob im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder in der Arbeit: Masken sind während der Corona-Pandemie zum ständigen Begleiter geworden. Im Alltag kommen vornehmlich Mund-Nasen-Bedeckungen zum Einsatz, die auf Empfehlung der Bundeszentrale für gesundheitliche Abklärung zum Beispiel ein Schal oder eine selbstgenähte Stoffmaske sein können. Ihr Ziel ist es, andere Personen vor Tröpfchen zu schützen, die durch Husten oder Niesen übertragen werden können. Bedeckungen dieser Art unterscheiden sich aber von sogenannten medizinischen Gesichtsmasken und Atemschutzmasken (FFP).

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Medizinische Maske

Zu den medizinischen Masken zählen etwa Mund-Nasen-Schutz-Masken (MNS) und Operationsmasken. Ihre Funktion ist der Fremdschutz, heißt: Ein MNS verringert vornehmlich den Auswurf von infektiösen Tröpfchen beim Ausatmen und Sprechen und schützt Personen in der nahen Umgebung.

Atemschutzmasken (FFP)

Atemschutzmasken, auch partikelfiltrierende Halbmasken genannt, schützen nicht nur Personen im Umfeld, sondern auch den Träger selbst vor Aerosolen und Partikeln. Ursprünglich wurden FFP-Masken für Arbeitsbereiche entwickelt, in denen Feinstaubpartikel in der Luft liegen, die die Atemwege reizen. Sie sind als sogenannte FFP-Masken bekannt, FFP steht für "Filtering Face Piece". Man unterscheidet hier zwischen drei Schutzklassen.

FFP1-Masken bieten unter allen FFP-Masken den geringsten Schutz. Zum Einsatz kommen sie, wenn die eingeatmete Luft nicht toxisch, aber beispielsweise geruchsbelastet oder schädigend für die Atemwege ist.

FFP2-Masken gehören inzwischen zur medizinischen Standardausrüstung und helfen vor allem bei der Behandlung von infizierten Personen, wie etwa Covid-19-Patienten. Sie schützen vor gesundheitsschädlichen und erbgutverändernden Stoffen in der Atemluft.

FFP3-Masken werden vor allem bei Berührungen mit krebserregenden oder radioaktiven Stoffen empfohlen. Sie halten Viren, Bakterien und Pilzsporen fern, bieten den größtmöglichen Schutz vor belasteter Atemluft und sind damit auch beim Umgang mit Covid-19-Patienten die sicherste Variante.

Masken der Schutzklasse N95 (US-Standard) und KN95 (chinesischer Standard) sind vergleichbar mit dem europäischen Typ FFP2, haben aber eine minimal höhere Filterwirkung.

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