03.11.2020, 15.06 Uhr

Erweiterter Suizid in den USA: Mutter (55) erschießt Zwillingstöchter nach Sorgerechtsdrama

Eine verzweifelte Mutter aus den USA erschoss ihre zwei Kinder und nahm sich selbst das Leben (Symbolbild).

Eine verzweifelte Mutter aus den USA erschoss ihre zwei Kinder und nahm sich selbst das Leben (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / fitzkes

Tagtäglich kommt es vor, dass sich getrennte Ehepaare erbitterte Schlachten um das Sorgerecht für ihre Kinder liefern. In den USA endete ein solcher Sorgerechtsstreit jetzt in einem tödlichen Drama, wie in der britischen "Daily Mail" zu lesen ist.

Mutter (55) löscht nach Sorgerechtsstreit drei Menschenleben aus

Im aktuellen Fall war es Michele Boudreau Deegan, 55 Jahre alt und von Beruf Psychologin, die sich von ihrem Ehemann getrennt habe. Einzig beim Thema Sorgerecht für die gemeinsamen Töchter, die siebenjährigen Zwillinge Mairy Annaleise und Katie Elizabeth, konnten sich die Ex-Ehepartner aus Washington nicht einig werden. Am 24. Oktober 2020 brannten bei der 55-Jährigen alle Sicherungen durch, es kam zu einer Verzweiflungstat.

Todes-Drama nach Scheidung: Mutter (55) tötet Zwillingstöchter und nimmt sich selbst das Leben

Die leblosen Körper von Michele Boudreau Deegan und ihrer zwei kleinen Töchter wurden von einem Untermieter entdeckt. Als die Polizei nach einem Notruf das Haus der 55-Jährigen betrat, bot sich den Einsatzkräften ein grauenhaftes Bild: Die kleinen Mädchen waren durch Schüsse regelrecht hingerichtet worden, die 55-jährige Mutter lag erschossen neben ihren Töchtern. Die Spuren am Tatort machten einen erweiterten Suizid wahrscheinlich, eine Autopsie der Leichen bestätigte diesen schrecklichen Verdacht.

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Siebenjährige Zwillinge unter Drogen gesetzt und erschossen - Mutter (55) tatverdächtig

Michele Boudreau Deegan hatte ihren siebenjährigen Zwillingen, das ergab die Laboranalyse, eine Überdosis Beruhigungsmittel verabreicht und die Mädchen anschließend erschossen. Letztlich nahm sich die verzweifelte Mutter selbst das Leben. Der Vater der Kinder konnte ein wasserdichtes Alibi vorweisen und scheidet als Täter aus. Offenbar hatte Michele Boudreau Deegan vor der Bluttat Selbstmordabsichten geäußert, vieles spreche dafür, dass die niedergelassene Psychologin den erweiterten Selbstmord tagelang geplant habe.

Wenn Sie oder ein Angehöriger unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, sollten Sie sich Hilfe bei Experten holen, die Ihnen Wege aus dieser Situation aufzeigen. Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und 24 Stunden lang unter den Telefonnummern 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Weitere Hilfsangebote finden Sie hier.

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loc/news.de