14.11.2020, 12.35 Uhr

Coronavirus-News Europa: Österreich geht ab Dienstag in den Voll-Lockdown

Die Coronavirus-Pandemie hält Europa in Atem. Alle Corona-News und Infos zu Maßnahmen bei unseren europäischen Nachbarn im News-Ticker.

Die Coronavirus-Pandemie hält Europa in Atem. Alle Corona-News und Infos zu Maßnahmen bei unseren europäischen Nachbarn im News-Ticker. Bild: (Symbolbild)wetzkaz/AdobeStock

Während in Deutschland bisher kaum Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängt werden, sehen sich unsere europäischen Nachbarn im Angesicht der steigenden Neuinfektionen und Covid-19-Toten bereits zu drastischeren Schritten gezwungen. Alles in unserem Coronavirus-Europa-Ticker.

Coronavirus-News aktuell: Europa mitten in der zweiten Welle

Rasant steigende Corona-Zahlen treiben Staaten in Europa zu immer härteren Maßnahmen gegen die Pandemie. Belgien, Tschechien und Frankreich meldeten am Wochenende (08.11.2020) Rekordwerte bei Neuansteckungen. Sie stemmen sich mit Ausgangssperren und neuen Auflagen gegen die zweite Welle, ähnlich wie Frankreich, Italien, Spanien und Österreich.

Coronavirus-News Europa: Die aktuellen Corona-News aus Europa im Ticker

Im Ticker erfahren Sie, welche Maßnahmen die europäischen Länder gegen die Corona-Pandemie verhängen und wie hoch die Corona-Fall- und Sterbezahlen ausfallen.

+++ 14.11.2020: Österreich geht in den Voll-Lockdown +++

Laut einem Plan der Regierung wird Österreich seine Corona-Maßnahmen verschärfen und vom Teil- zu einem Voll-Lockdown wechseln. Diese strikten Einschränkungen sollen von Dienstag bis zum 6. Dezember gehen, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichten Regierungserlass. Vom 17. November an gelten Ausgangsbeschränkungen, alle nicht notwendigen Geschäfte werden geschlossen und Schulen für jüngere Schüler sollen ebenfalls schließen. Bundeskanzler Sebastian Kurz wird die Maßnahmen am Nachmittag erklären.

+++ 13.11.2020: Italien meldet knapp 41 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages +++

Italien hat erneut einen Höchstwert bei den täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden registrierten die Behörden knapp 41 000 Corona-Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. In dieser Zeit starben 550 Menschen mit dem Virus. Insgesamt wurden in Italien damit etwas mehr 1,1 Millionen Fälle nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit Sars-CoV-2 bislang gestorben waren, erhöhte sich auf rund 44 100.

Zuletzt lagen die täglich gemeldeten Zahlen der Neuinfektionen in etwa zwischen 33 000 und 38 000. In der vergangenen Woche hatte die Regierung im Kampf gegen die Pandemie das Land in drei Risikozonen eingeteilt. Für gut die Hälfte aller Regionen galten zuletzt strenge Ausgangsregelungen. Ministerpräsident Giuseppe Conte sieht Fortschritte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Conte deutete am Freitag allerdings an, dass weitere Regionen in eine Zone mit strengeren Regelungen heraufgestuft werden könnten.

+++ 13.11.2020: Spanien warnt: Einreise ohne PCR-Test kann bis zu 6000 Euro kosten +++

Wer ab dem 23. November aus Deutschland oder einem anderen Risikogebiet in Spanien einreist und keinen negativen PCR-Test vorlegen kann, riskiert eine schmerzhafte Geldstrafe. Verstöße könnten mit bis zu 6000 Euro geahndet werden, warnte am Freitag die spanische Außenministerin Arancha González Laya im Interview des Fernsehsenders "Antena 3".

Man empfehle deshalb den Airlines, dass schon vor Abflug geprüft werde, ob die Passagieren diese Auflage erfüllen. Wer in Spanien ohne PCR-Test eintreffe, müsse diesen neben der Geldstrafe nachholen. Die Vorschrift gilt für alle Besucher, die über einen Flughafen oder Hafen einreisen.

Gemäß der am Mittwoch erlassenen Verordnung der linken Regierung darf der Test bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein. Das Ergebnis des Corona-Tests muss auf Spanisch oder Englisch verfasst sein und kann sowohl in Papierform als auch digital vorgelegt werden. Zudem muss es in dem Formular angegeben werden, das Spanien-Besucher schon seit einiger Zeit vor der Einreise ausfüllen müssen.

+++ 13.11.2020: Erstmals mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen in Litauen +++

Erstmals sind in Litauen mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gezählt worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius vom Freitag wurden in dem baltischen EU-Land 2066 Fälle binnen 24 Stunden registriert. Die meisten Neuinfektionen wurden in den drei größten Städten Vilnius, Kaunas und Klaipeda (Memel) festgestellt.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete damit nun insgesamt 31 878 bestätigte Infektionen und 253 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Entwicklung der Corona-Zahlen ist nach Angaben der EU-Behörde ECDC dabei aktuell deutlich schlechter als in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen war mit 598,5 fast doppelt so hoch wie der entsprechende deutsche Wert.

Angesichts der steigenden Neuinfektionen hat die Regierung in Vilnius das gesamte Land seit vergangenen Samstag für zunächst drei Wochen in einen Teil-Lockdown geschickt. Gesundheitsminister Aurelijus Veryga sagte unter der Woche, er habe wenig Zweifel, dass die landesweite Quarantäne - wie sie in Litauen offiziell genannt wird - über den 29. November hinaus verlängert wird.

+++ 13.11.2020: Tschechien verlangt Corona-Test von Einreisenden aus Deutschland +++

Deutschland wird für Tschechien zum Corona-Risikogebiet. Von Montag an werde die Bundesrepublik auf der sogenannten «Reise-Ampel» des EU-Mitgliedstaats rot markiert sein, teilte der tschechische Außenminister Tomas Petricek am Freitag bei Twitter mit. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen müssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

Touristische Reisen nach Tschechien sind derzeit ohnehin nicht möglich. Aufgrund des geltenden Corona-Notstands dürfen Hotels nur Geschäftsreisende beherbergen. Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien bereits seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet steht Tschechien bei der Corona-Entwicklung derzeit deutlich schlechter da als Deutschland: Nach den jüngsten Zahlen der EU-Gesundheitsagentur ECDC gab es dort statistisch 1282,7 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen. In Deutschland lag dieser Wert bei 302,8.

+++ 11.11.2020: Fast 600 neue Corona-Todesfälle in Großbritannien +++

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50 000 Todesfälle.

Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kommt das nationale Statistikamt jedoch bereits auf mehr als 65 000 Corona-Tote. Das Amt zählt die Fälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt ist - die andere Zahl bezieht sich auf zuvor positiv auf SarS-Cov2 getestete Fälle. Fakt ist jedoch bei beiden Zählweisen: Großbritannien bleibt in Bezug auf die absolute Zahl der Todesfälle das am schwersten von der Corona-Pandemie getroffene Land in Europa.

+++ 11.11.2020: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Portugal massiv +++

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Portugal stark gestiegen. Binnen eines Tages seien 82 Menschen gestorben, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert gewesen seien, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch in Lissabon mit. Die bisher höchsten Werte waren erst am Montag und Dienstag mit jeweils 63 und 62 Toten verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kletterte in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land auf 3103.

Portugal, das im Frühjahr vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, meldete am Mittwoch zudem 4935 Neuinfektionen. Damit kletterte die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Infektionen insgesamt auf gut 192 000. Nach den jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 611,1 je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Vor etwa drei Wochen lag diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz in Portugal noch bei 200.

In einigen europäischen Ländern lag dieser Wert allerdings deutlich höher - allen voran in der Tschechische Republik, die am Mittwoch auf 1369,5 kam. In Deutschland lag er unterdessen bei 290,8 bei 98,7.

Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten António Costa am Montag zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder den Corona-Notstand ausgerufen. Er soll zunächst zwei Wochen lang in Kraft bleiben. In weiten Teilen des Landes, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und in der nördlichen Metropole Porto herrschen vorerst bis zum 23. Mai unter anderem strenge Ausgangsbeschränkungen. Die vor allem von Bar- und Restaurantbetreibern geforderten Lockerungen schloss Costa am Mittwoch aus: "Untersuchungen zeigen uns, dass 68 Prozent aller Ansteckungen bei familiären und sozialen Treffen erfolgen."

+++ 11.11.2020: Griechenland verlangt von Reisenden negativen Corona-Test +++

Für Reisen nach Griechenland brauchen Touristen nun einen negativen Corona-Test. Seit dem 11. November 2020 sei die Einreise nach Griechenland nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen PCR-Test möglich, erläutert das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Griechenland.

Der Test muss nach AA-Angaben aus einem anerkannten Labor aus dem Abreiseland kommen und die Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass- oder Personalausweisnummer enthalten. Auch darf der Test nicht älter als 72 Stunden sein. Ähnliche Bestimmungen haben bereits viele andere Länder beschlossen.

Wer nach Griechenland reisen möchte, muss darüber hinaus spätestens 24 Stunden vor seiner Abreise ein Online-Formular ausfüllen, so das AA. Reisende erhalten daraufhin eine Bestätigung. Auf Grundlage der Anmeldedaten wird ein QR-Code generiert, der in der Regel am Tag der Einreise per E-Mail zugesandt wird. Dieser muss vorgezeigt werden.

Urlaub in Griechenland ist momentan aber wenig attraktiv: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die griechische Regierung einen dreiwöchigen Lockdown beschlossen.

+++ 11.11.2020: Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Lettland +++

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 453 Fällen binnen 24 Stunden einen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga stiegen die seit Beginn der Pandemie im Frühjahr erfassten Fälle in dem baltischen EU-Land damit auf 8848. Insgesamt starben nach offiziellen Daten bisher 105 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete im Herbst einen rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Regierung in Riga hatte deshalb zum zweiten Mal den Notstand ausgerufen. Seit Montag an gilt in Lettland ein rund einmonatiger Ausnahmezustand bis zum 6. Dezember, durch den wie bereits im Frühjahr das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in Lettland aktuell aber noch besser als in Deutschland. In dem Baltenstaat lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei 182,4 - und damit unter dem entsprechenden deutschen Wert von 290,8.

+++ 10.11.2020: Italien zählt fast 600 Corona-Tote an einem Tag +++

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages mit fast 600 auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen. Binnen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Dienstag 580 Covid-19-Opfer. Damit starben in dem Land mit rund seinen 60 Millionen Einwohnern seit Februar insgesamt 42 330 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei knapp 35 100 Fällen in 24 Stunden. Bei der Gesamtzahl der Ansteckungsfälle wird somit die Marke von einer Million in Kürze erreicht werden.

Seit Freitag versucht die Regierung, die steigenden Infektionswerte mit neuen Maßnahmen einzudämmen. Für die Bürger gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem schränkt Rom zum Gesundheitsschutz in immer mehr der 20 Regionen derzeit die Bewegungsfreiheit der Menschen weiter ein.

+++ 08.11.2020: Mehr als 40.000 Corona-Tote in Frankreich +++

In Frankreich sind mittlerweile mehr als 40.000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Mindestens 40.169 Menschen seien seit Beginn der Epidemie in Frankreich ums Leben gekommen, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Samstagabend mit. In den vergangenen 24 Stunden seien in den Krankenhäusern mehr als 300 Corona-Tote gezählt worden.

Frankreichs Parlament stimmte endgültig der Verlängerung des Gesundheitsnotstands im Zuge der Coronakrise zu. Die Abgeordneten der Nationalversammlung votierten mehrheitlich für eine Verlängerung bis zum 16. Februar. Die Opposition will den Gesetzesentwurf allerdings dem Verfassungsrat zur Prüfung vorlegen. Der Gesundheitsnotstand schafft den gesetzlichen Rahmen, um Einschränkungen per Verordnung durchzusetzen.

Der Gesundheitsnotstand war Ende März für das ganze Land ausgerufen worden. Er wurde Anfang Mai bis zum 10. Juli verlängert und lief dann aus. Die Regierung verhängte ihn dann Mitte Oktober wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen per Dekret erneut - für eine Verlängerung brauchte es aber die Zustimmung des Parlaments. An einer Verlängerung bis Mitte Februar hatte es massive Kritik gegeben, der Gesetzesentwurf war heftig umstritten. Die Opposition warnte vor einer Beschneidung der Grundrechte.

Für die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern gab es hingegen anders als sonst üblich keine offiziellen Angaben - sie wurden nicht extra ausgewiesen. Die Differenz zwischen den am Samstag und Freitag gemeldeten Zahlen der Infektionen im Land seit Beginn der Epidemie betrug mehr als 86.000.

Allerdings hatte es in den vergangenen Tagen technische Probleme bei der Meldung von Neuinfektionen gegeben. Es blieb unklar, ob am Samstag auch Nachmeldungen aus den vergangenen Tagen in die Gesamtzahl der Infektionen im Land miteingerechnet wurden. Am Montag soll über die aktuellen Zahlen und entsprechende Korrekturen informiert werden.

+++ 06.11.2020: Mehr als 20 000 neue Coronafälle in Russland an einem Tag +++

In Russland sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 20 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus an einem Tag registriert worden. Damit habe es seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 1,7 Millionen erfasste Fälle gegeben, teilten die Behörden am Freitag in Moskau mit. Seit Anfang Oktober gibt es in dem flächenmäßig größten Land der Erde beinahe täglich neue Höchstwerte.

Zum Vergleich: In Deutschland meldeten die Gesundheitsämter am Freitag mehr als 21 500 neue Infektionen binnen 24 Stunden. In Russland mit seinen 144 Millionen Einwohnern waren es 20 580. In dem Land starben nach offiziellen Daten bislang etwa 29 900 Menschen, mehr als 1,2 Millionen gelten als genesen. Experten rechnen bei den Infektionen in Russland allerdings mit einer hohen Dunkelziffer.

Am stärksten betroffen ist derzeit Europas größte Metropole Moskau. In der Hauptstadt wurden am Freitag 6000 Neuinfektionen bekannt. Groß ist die Sorge bei den Menschen, dass es einen Lockdown wie im Frühjahr geben könnte. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, angesichts weiter steigender Zahlen würden "zusätzliche Maßnahmen" ergriffen. Eine Quarantäne sei aber nicht geplant.

In Russland gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. In Moskau muss ein Drittel der Beschäftigten im Homeoffice arbeiten. Auch Schüler höherer Klassenstufen müssen zu Hause lernen. In einigen Regionen gibt es bereits Berichte über überfüllte Krankenhäuser.

+++ 06.11.2020: Corona-Lage in Österreich: Nur 27 Prozent der Fälle rückverfolgbar +++

In Österreich können nur noch 27 Prozent der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf eine Quelle zurückverfolgt werden. Dies liege an der Vielzahl der Fälle, sagte Daniela Schmied von der Corona-Kommission. Es sei wichtig, dass sich dieser Wert wieder steigern lasse, um die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) rief am Freitag die Bürger dazu auf, ehrlich und lückenlos ihre Kontakte anzugeben.

Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich in den nächsten Tagen jeweils etwas mehr als 6000 Menschen nachweislich mit dem Virus anstecken werden. Nach einem Rekordwert von 7416 täglichen Neuinfektionen am Donnerstag ging diese Zahl laut Anschober am Freitag auf rund 6400 Fälle zurück. Die Regierung behalte sich vor, die Maßnahmen im teilweisen Lockdown, der seit Dienstag gilt, weiter zu verschärfen. Oberstes Ziel bleibe es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

+++ 06.11.2020: Ausgangssperre und Teil-Lockdown starten in Italien +++

In Italien gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre für die 60 Millionen Bürger und Bürgerinnen. Damit will die Regierung die steigenden Corona-Zahlen in den Griff bekommen. In mehreren Regionen tritt zudem ein Teil-Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr in Kraft.

Die landesweite nächtliche Sperre gilt von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens, wie die Regierung ankündigte. Für den Weg zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen sind Ausnahmen erlaubt. Im ganzen Land müssen die Museen ab Freitag geschlossen bleiben. Höhere Schulen und Universitäten müssen auf Online-Unterricht umstellen.

Für sogenannte rote Zonen mit sehr hohem Corona-Risiko ordnete die Mitte-Links-Regierung den Teil-Lockdown an. Er sollte zunächst für 4 von 20 Regionen gelten, darunter die Lombardei im Norden. In diesen Gebieten müssen die Menschen weitgehend zu Hause bleiben. Sie dürfen jedoch etwa zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Arzt gehen. Bars, Restaurants und viele Geschäfte machen dort zu.

Eigentlich sollten die Einteilung des Landes in drei Risikozonen schon am Donnerstag beginnen. Dann verschob die Regierung den Beginn auf Freitag. Es gab viele Proteste gegen die neuen Regeln.

Neben den roten Zonen gibt es orangenfarbige Gebiete, in denen die Vorschriften etwas weniger streng sind. Dort dürfen die Bürger zum Beispiel ihr Haus verlassen. Aber es ist verboten, in andere Orte oder Regionen zu fahren. Auch hier gelten Ausnahmen für wichtige Gründe wie für die Arbeit.

Der große Rest Italiens wurde als gelbe Zone mit moderaten Einschränkungen eingestuft. Die Verschärfungen gelten zunächst für vier Wochen bis zum 3. Dezember. Wenn sich die Virus-Lage ändert, können die Regionen nach zwei Wochen in eine andere Zone eingestuft werden.

In dem Land infizierten sich Ende Oktober im Schnitt in einer Woche bezogen auf 100 000 Einwohner etwa 167 Menschen mit dem Corona-Virus. Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben seit Februar fast 825 000 Menschen angesteckt.

+++ 06.11.2020: Slowenische Polizei löst gewalttätige Anti-Corona-Proteste auf +++

Mit Wasserwerfern hat die Polizei in Slowenien am Donnerstagabend eine Demonstration gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Beschränkungen aufgelöst. Zuvor hatten von linken Gruppen angeführte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude in Ljubljana Pflastersteine und Leuchtraketen auf Polizisten geworfen und geschossen, wie die Nachrichtenagentur STA berichtete. Mindestens drei Menschen, darunter ein Polizist, wurden verletzt. Demonstriert hatten mehrere Hundert Menschen. Erstmals seit wegen Korruptionsvorwürfen ausgelösten Unruhen im Jahr 2012 wurden in Slowenien dem Bericht zufolge wieder Wasserwerfer eingesetzt.

Am Vormittag hatte das Kabinett des konservativen Ministerpräsidenten Janez Jansa die bestehende Abriegelung des Landes um weitere zehn Tage verlängert. Das war erwartet worden, da das kleine EU-Land mit seinen zwei Millionen Einwohnern weiterhin mit einer hohen Coronavirus-Infektionsrate zu kämpfen hat. Nach den Corona-Regeln sind öffentliche Versammlungen auf nur sechs Personen beschränkt.

Seit vergangener Woche bereits dürfen Bürger die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen. Seit zwei Wochen bereits sind Bewegungen zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr. Geschäfte - außer etwa Lebensmittelläden - und Hotels sind geschlossen.

Jansa versprach, dass die Gewalttäter strafrechtlich verfolgt würden. "Friedliche Proteste, wenn es keine Epidemie gibt und keine Gefahr einer Ansteckung besteht, sind ein verfassungsmäßiges Recht", twitterte er. "Körperliche Gewalt und Angriffe auf Polizisten sind immer eine strafrechtliche Handlung und werden bestraft."

+++ 05.11.2020: Griechischer Lockdown betrifft auch internationale Flugverbindungen +++

Von dem landesweiten Corona-Lockdown in Griechenland ab diesem Samstag sind auch internationale Flugverbindungen betroffen. Flüge dürfen zwar weiterhin wie geplant stattfinden, sofern die Fluggesellschaften sie nicht absagen. Allerdings müssen Einreisende von Montag an einen negativen Corona-Test vorzeigen, der nicht älter als 48 Stunden ist, wie die Regierung am Donnerstag in Athen mitteilte. Die Flughäfen im Land sollen demnach weiter operieren - bisher wurde nur der Flughafen der Hafenstadt Thessaloniki wegen der hohen Corona-Zahlen für Flüge von Privatpersonen gesperrt. Erlaubt sind dort bis auf Weiteres nur Transport- und Militärflüge.

Auch der Landweg nach Griechenland ist von den neuen Maßnahmen betroffen: Ab kommendem Dienstag gilt für die Einreise über Landrouten die Pflicht eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Die griechische Regierung verfügte am Donnerstag einen dreiwöchigen landesweiten Lockdown, der am Samstagmorgen um 6.00 Uhr in Kraft tritt. Alle Läden außer Supermärkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen Geschäften müssen schließen. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine Ausgangssperre sowie überall Maskenpflicht.

Insgesamt verzeichnet das Land seit Ausbruch der Pandemie bisher knapp 47 000 Infektionen, 673 Menschen sind gestorben. Zum Vergleich: Im einwohnermäßig ähnlich großen Bundesland Baden-Württemberg wurden nach Angaben der Landesregierung seit dem Frühjahr rund 90 000 Fälle registriert, 2071 Menschen sind bisher gestorben. Auch im EU-Vergleich sind die griechischen Corona-Zahlen gering; allerdings befürchtet Athen, dass das nach zehn Jahren Finanzkrise arg notleidende Gesundheitssystem schnell überlastet werden könnte.

+++ 05.11.2020:Teil-Lockdown in Italien vor dem Start - Regionen protestieren +++

Kurz vor dem geplanten Start eines Teil-Lockdowns in Italien laufen mehrere Regionen Sturm gegen die Corona-Politik aus Rom. Die Mitte-Links-Regierung hatte 4 der 20 Regionen in dem Mittelmeerland zu roten Zonen mit sehr hohem Risiko erklärt, darunter die wirtschaftsstarke Lombardei. Regionalpräsident Attilio Fontana aus Mailand wetterte über eine "Ohrfeige für die Lombardei". In den roten Zonen müssen die Menschen ab Freitag weitgehend zu Hause bleiben. Sie dürfen jedoch etwa zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Arzt. Viele Läden machen zu. Außerdem soll am Freitag im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre starten. Sie gilt von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr früh. Auch dabei gibt es Ausnahmen für dringende Wege.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte die Einteilung in die drei neuen Risikozonen am Mittwoch bekannt gegeben. Rot sind Gebiete mit sehr strengen Beschränkungen. In orangen Zonen im Mittelfeld können die Bürger zwar aus dem Haus gehen - aber ihre Wohnorte dürfen sie nur in Ausnahmen verlassen. Der Rest Italiens, darunter die Hauptstadt, gilt als gelbe Zone mit moderaten Einschränkungen.

Der rechte Lega-Politiker Fontana bemängelte, dass die Einordnung seiner Region mit 10 Millionen Menschen auf der Basis von veralteten Zahlen von 19. bis 25. Oktober geschehen sei. Die aktuelle Lage sehe besser aus. Mehrere Bürgermeister, darunter aus Bergamo, wiesen darauf hin, dass die Situation auch in der Lombardei stark variiere. Aus Sizilien kamen ebenfalls Beschwerden. Die Insel war als "orange" markiert worden und wehrt sich gegen die Einschränkungen.

Im süditalienischen Kampanien wurden umgekehrte Klagen laut: Die Region war als "gelb" eingeordnet worden, Politiker dort hoffen auf Verschärfungen. "Die Krankenhäuser in Neapel und in Kampanien stehen vor dem Kollaps", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Bürgermeister von Neapel, Luigi de Magistris. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza sprach von "unnötigem Streit". Nach TV-Berichten könnte Rom die Einstufung noch kurzfristig ändern.

+++ 05.11.2020:Neuer Höchstwert bei den Neuinfektionen in Italien - knapp 450 Tote +++

In Italien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie gestiegen. Die Gesundheitsbehörden registrierten am Donnerstag mehr als 34 500 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Insgesamt zählten die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land nun fast 825 000 Infektionen mit dem Virus. Die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle kletterte ebenfalls deutlich auf 445 Opfer innerhalb eines Tages. Im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben damit in Italien nach offiziellen Angaben seit Februar fast 40 200 Menschen. Um die Viruswelle in den Griff zu bekommen, soll in Italien am Freitag eine nächtliche Ausgangssperre starten. Für mehrere Regionen Italiens hat die Regierung in Rom einen Teil-Lockdown angeordnet.

+++ 05.11.2020: Lockdown zeigt in Spanien Wirkung - Leichte Entspannung bei Corona-Zahlen +++

In den spanischen Corona-Hotspots Madrid und Barcelona bleibt die Zahl der neuen Corona-Infektionen zwar hoch, hat sich aber zuletzt etwas entspannt. In der Hauptstadt Madrid, die in der zweiten Corona-Welle lange die mit Abstand höchste Zahl an Neuinfektionen des Landes aufwies, seien diese Werte inzwischen mehr als halbiert worden, schrieb die Zeitung "La Vanguardia" am Donnerstag. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100 000 Einwohner, die zeitweise bei rund 400 lag, ging nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch auf etwa 157 zurück. Der Landesdurchschnitt liegt bei 236. Zum Vergleich: Dieser Wert beträgt in Deutschland 126,8.

Auch in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona ging die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen von bis zu 6000 vor zwei Wochen leicht auf nun um die 5000 zurück, wie "La Vanguardia" und der TV-Sender Telecinco berichteten. Zudem sei die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, am Mittwoch erstmals unter 1 gesunken. Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

In beiden Städten werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aber weiter aufrechterhalten. In Madrid bleiben 40 Gebiete mit besonders hohen Infektionszahlen abgesperrt und in Barcelona gilt weiterhin wie in ganz Katalonien eine nächtliche Ausgangssperre. Dort sind zudem alle Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs auch tagsüber geschlossen. Wie in anderen Teilen des Landes ist die Zahl der Teilnehmer an Treffen auch im privaten Bereich stark beschränkt.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich dort 1,28 Millionen Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 38 000 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind heftiger als in vielen anderen Ländern.

+++ 05.11.2020: 15.729 neue Infektionen: Corona-Tagesrekord in Tschechien +++

Nach mehreren Wochen leichter Entspannung ist die Zahl der festgestellten Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einen Rekordwert geklettert. Das Gesundheitsministerium in Prag meldete am Donnerstag 15 729 bestätigte Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Das ist der größte Zuwachs innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Pandemie. Zudem ist die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten, die eine Krankenhausbehandlung brauchen, mit 8300 auf den bisher höchsten Wert geklettert.

Das Land mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern war von der ersten Welle im Frühling nur wenig betroffen, verzeichnete aber im Herbst einen der steilsten Anstiege der Infektionsraten in Europa.

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, verhängte die Regierung des liberal-populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis Anfang Oktober einen inzwischen bis vorerst zum 20. November verlängerten Notstand mit weitgehenden Ausgangsbeschränkungen und einer nächtlichen Ausgangssperre. Restaurants und Schulen sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen. Die Menschen sind angehalten, auch tagsüber weitgehend zu Hause zu bleiben. Firmen und Behörden sollen nach dem Wunsch der Regierung ihren Mitarbeitern, wenn möglich, Arbeit im Homeoffice anbieten.

Als aktive Infektionsfälle zählten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag 174 820 Menschen, 199 763 gelten bisher als geheilt. Seit Ausbruch der Pandemie wurden 378 716 Infizierte und 4133 Tote im Zusammenhang mit Corona bestätigt. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen am Donnerstag bei 1594,4 und damit sechseinhalb mal so hoch wie in Deutschland und fast so hoch wie in Belgien.

+++ 05.11.2020: Athen ordnet dreiwöchigen Lockdown für ganz Griechenland an +++

Im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona hat die griechische Regierung einen dreiwöchigen Lockdown von Samstag an für das ganze Land verfügt. Er könne nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet werde, begründete Premier Kyriakos Mitsotakis den harten Schritt am Donnerstagmittag in einer Fernsehansprache.

Ab Samstagmorgen um 6.00 Uhr müssen alle Läden außer Supermärkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen Geschäften schließen. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Ausgenommen sind Berufstätige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende Bestätigung mitführen. Wer tagsüber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darüber informieren. Die Schulen im Land werden - bis auf Kindergärten und Grundschulen - auf Online-Betrieb umstellen. Überall gilt Maskenpflicht.

Schon jetzt sei die Zahl der Neueinweisungen in Krankenhäuser hoch, sagte Mitsotakis. "Geht es so weiter, sind in den nächsten Tagen die ersten Krankenhäuser am Limit." Einen Gutteil jener Berufstätigen, die wegen der Maßnahmen kein Geld verdienen, wolle der Staat für den Monat November mit je 800 Euro unterstützen.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Griechenland mit seinen rund elf Millionen Einwohnern bisher nicht so stark von Corona betroffen gewesen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen vor allem in den Großstädten Athen und Thessaloniki unkontrolliert in die Höhe. Am Freitag zählte die griechische Gesundheitsbehörde 2646 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Insgesamt verzeichnet das Land seit Ausbruch der Pandemie bisher knapp 47 000 Infektionen, 673 Menschen sind gestorben. Zum Vergleich: Im einwohnermäßig ähnlich großen Bundesland Baden-Württemberg wurden nach Angaben der Landesregierung seit dem Frühjahr rund 90 000 Fälle registriert, 2071 Menschen sind bisher gestorben.

+++ 04.11.2020: Fast 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Großbritannien +++

Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an Todesfällen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zuständige Statistikbehörde meldete am Mittwoch 492 Fälle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der Todesfälle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Tote gezählt wurden. Mit mehreren Zehntausend Toten gilt Großbritannien als das bislang von der Pandemie am härtesten getroffene Land in Europa.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. Ab diesem Donnerstag gilt in England zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland.

+++ 04.11.2020:Bald 800 000 Corona-Fälle in Italien - Neuinfektionen stabil +++

In Italien haben die Gesundheitsbehörden am Mittwoch 30 550 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Virus hatte Ende der vergangenen Woche schon etwas höher gelegen. Einige Experten sprachen deshalb von einem Anzeichen, dass sich dieser Wert auf hohem Niveau stabilisiert haben könnte. Giovanni Rezza, ein Fachmann des Gesundheitsministeriums, mahnte trotzdem vor Journalisten vor zu schnellen Schlüssen. Die Regierung in Rom hatte im Oktober mehrfach die Schutzvorschriften gegen den Erreger Sars-CoV-2 verschärft. An diesem Donnerstag soll zudem eine nächtliche Ausgangssperre starten.

Die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle blieb mit 352 Opfern innerhalb von 24 Stunden am Mittwoch weiter hoch. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte in der Pandemie seit Februar insgesamt fast 800 000 Infektionsfälle. Im Zusammenhang mit dem Virus starben nach offiziellen Angaben bisher 39 764 Menschen.

+++ 04.11.2020: Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Österreich und der Schweiz +++

Die Corona-Pandemie hat Österreich und die Schweiz weiterhin fest im Griff. In beiden Ländern gab es binnen 24 Stunden so viele Neuinfektionen wie noch nie. Österreich verzeichnete 6211 Fälle, wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Insgesamt waren über 2500 Infizierte im Krankenhaus, 383 davon auf einer Intensivstation.

In der Schweiz und Liechtenstein gab es binnen 24 Stunden 10.073 neu bestätigte Corona-Infektionen, wie das Bundesamt für Gesundheit bekanntgab. Das bedeutet eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag, als über 6100 bestätigte positive Corona-Fälle gemeldet wurden. Zudem sind 73 Patienten an oder mit dem Virus verstorben.

In Deutschland sind am Mittwoch innerhalb eines Tages 17.214 neue Fälle an das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet worden. Damit haben die Alpenländer deutlich höhere Zahlen gemessen an der wesentlich geringeren Einwohnerzahl zu verzeichnen.

Um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern, herrscht in Österreich seit Dienstag für zumindest vier Wochen ein teilweiser Lockdown. Die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot wurden geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr darf die Wohnung nur noch mit gutem Grund verlassen werden. Der Handel und auch die meisten Schulen blieben bislang aber offen.

In der Schweiz müssen Bars und Restaurant abends um 23 Uhr schließen. Es gilt eine ausgedehnte Maskenpflicht. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt. Tanzlokale wurden völlig geschlossen. Einzelne Kanton haben noch strengere Maßnahmen getroffen.

+++ 04.11.2020: Polen registriert mehr als 24.000 Corona-Neuinfektionen +++

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 24 000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 24.692 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 3952) in der Region Großpolen im Westen das Landes, wie das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 373 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus - soviele wie noch nie zuvor.

Der bisherige Rekordwert war mit 21.897 Fällen erst am Samstag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 6475 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat Polen als Risikogebiet eingestuft. Regierungschef Mateusz Morawiecki will am Nachmittag über weitere Schritte im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus informieren.

+++ 04.11.2020: Italien verhängt nächtliche Ausgangssperre +++

Wegen der Corona-Pandemie hat Italien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Regierungschef Giuseppe Conte unterzeichnete laut Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch einen entsprechenden Erlass. Ab Donnerstag müssen die Italiener ab 22.00 Uhr zu Hause bleiben. Zudem treten weitere Corona-Auflagen in Kraft. Einkaufszentren müssen beispielsweise künftig am Wochenende geschlossen bleiben. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 3. Dezember.

+++ 03.11.2020: Wegen Corona: Ungarn verhängt Notstand und nächtliche Ausgangssperre +++

Wegen der zunehmenden Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus verhängt Ungarn den Gefahrennotstand und eine nächtliche Ausgangssperre. Gaststätten und Clubs müssen schließen, Theater, Kinos und andere Veranstalter dürfen nur ein Drittel der verfügbaren Plätze vergeben, gab Ministerpräsident Viktor Orban in einem Video bekannt, das am Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite erschien.

"Die Ausbreitung der Pandemie hat sich beschleunigt", sagte Orban. "Es ist an der Zeit, dass wir neue Schritte setzen, mit denen wir die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser und das Leben der älteren Mitbürger schützen." Die Ausgangssperre gelte jeweils von 00.00 bis 05.00 Uhr.

Der Gefahrennotstand erlaubt es der Regierung, außerordentliche Maßnahmen auf dem Verordnungsweg zu erlassen. Er tritt am Mittwoch 00.00 Uhr in Kraft und gilt zunächst für 15 Tage. Er kann vom Parlament um weitere 90 Tage verlängert werden.

Im letzten Frühjahr hatte Orban zu Beginn der Pandemie im In- und Ausland Kritik auf sich gezogen, weil er sich vom Parlament mit unbefristeten Sondervollmachten ausstatten ließ. Diese gab er aber im Juni nach Abklingen der ersten Pandemie-Welle wieder ab. Inzwischen hat das Coronavirus Ungarn - wie auch andere Länder Europas - stärker im Griff als damals. Am Dienstag meldeten die Behörden 3989 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in den letzten 24 Stunden, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. 84 Menschen starben im selben Zeitraum.

Insgesamt haben sich in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land seit Ausbruch der Pandemie im März 86.769 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der akuten Fälle wurde mit 63.940 angegeben, das sind 654 pro 100.000 Einwohner. Bislang wurden 1973 Tote gemeldet.

+++ 03.11.2020: Wieder mehr als 400 Corona-Todesfälle in Krankenhäusern in Frankreich +++

In Frankreich steigt die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Todesfälle weiter an. Innerhalb von 24 Stunden wurden erneut mehr als 400 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 in den Krankenhäusern gemeldet, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Hinzu kommen noch einmal mehr als 400 Todesfälle in Altenheimen und anderen Pflegeeinrichtungen. Diese Zahl wird allerdings nicht täglich aktualisiert. Frankreich zählt mehr als 38.000 Tote seit Beginn der Epidemie.

Das Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern zählte außerdem mehr als 36 300 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Am Tag zuvor war ein Höchstwert von mehr als 52 500 registrierten Fällen erreicht worden. Fast 3900 Menschen werden im ganzen Land auf Intensivstationen behandelt. Sorge herrscht besonders in der Hauptstadt Paris über die Auslastung der Intensivbetten.

Seit vergangenem Freitag herrschen im ganzen Land wieder Ausgangsbeschränkungen, die deutlich strenger sind als in Deutschland. Die Menschen dürfen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür und müssen diesen mit einem Formular nachweisen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte haben geschlossen.

+++ 02.11.2020: 52.518 Corona-Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich +++

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 52 500 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Montagabend 52 518 neu erfasste Ansteckungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 52 010 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden zählten außerdem mehr als 400 Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern. Das ist, rechnet man die Todesfälle in Altenheimen nicht dazu, der höchste Wert seit dem Frühjahr.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Seit Freitag gilt bis mindestens Anfang Dezember ein landesweiter Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen und müssen dabei stets ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Mehr als 37 400 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 20,6 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Montag positiv.

Der Wissenschaftliche Rat, der in Frankreich die Regierung berät, geht davon aus, dass die zweite Corona-Welle nicht die letzte sein wird. Es gebe Grund zur Befürchtung "mehrerer aufeinanderfolgender Wellen im Winter und Frühjahr 2021", hieß es am Wochenende. Dies sei abhängig etwa vom Klima und vom Erfolg der Teststrategie. "Wir können die Hypothese eines Endes der zweiten Welle am Ende des Jahres oder Anfang 2021 aufstellen", so die Expertinnen und Experten weiter. Sie gehen aber davon aus, dass Ausgangsbeschränkungen bis 1. Dezember wohl nicht ausreichen werden, um das Virus einzudämmen.

+++ 01.11.2020: Österreich ab Dienstag im Teil-Lockdown mit Ausgangsbeschränkung +++

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. "Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen.

"Es ist notwendig, diesen Schritt zu setzen, um eine Überlastung der Intensivmedizin zu verhindern", sagte Kurz. Am Sonntagnachmittag muss noch der Hauptauschuss des Parlaments den Maßnahmen zustimmen. Die Verordnung gilt bis zum 30. November, die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden.

Die Infektionszahlen steigen seit Wochen steil auf fast täglich neue Höchstwerte. Die Regierung befürchtet eine baldige Überlastung der Krankenhäuser. Am Samstag zählte Österreich 5349 neue Fälle binnen 24 Stunden auf seine fast 9 Millionen Einwohner, nachdem am Freitag der Rekordwert von 5627 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden war.

+++ 01.11.2020: Erneut gewaltsame Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Spanien +++

In Spanien ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gekommen. In der Hauptstadt Madrid hatte es am Samstagabend zunächst eine friedliche Demonstration gegen die Einschränkungen unter dem Motto "Wir gehen auf die Straße, das Volk hat es satt" gegeben. Als diese aufgelöst wurde, hätten sich kleinere gewalttätige Gruppen Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

Auf Fernsehbildern waren brennende Müllcontainer und Menschen zu sehen, die Steine schleuderten und Schaufenster einwarfen. 30 Personen seien festgenommen und 3 Polizisten verletzt worden. Regierungschef Pedro Sánchez warnte, die von "Unvernunft und Gewalt" geprägten Proteste einiger Weniger seien nicht hinnehmbar.

Auch in Barcelona gab es wieder gewaltsame Proteste, die nach einer Demo gegen Zwangsräumungen säumiger Wohnungsmieter ausbrachen. Dort sei ein Mensch festgenommen worden. In der Nacht zuvor waren bei Straßenschlachten mit nach Polizeiangaben vor allem rechten Hooligans 20 Polizisten und sieben Demonstranten verletzt worden, 15 Menschen seien festgenommen worden. Weitere Proteste in der Nacht zu Sonntag mit vereinzelten Festnahmen und Verletzten wurden unter anderem aus den Städten Logroño, San Sebastián, Vitoria, La Rioja und Málaga gemeldet.

Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag hatte das Parlament der Verlängerung des Alarmzustandes - der dritthöchsten Notstandsstufe - bis zum 9. Mai zugestimmt. 13 der 17 autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, riegelten ihr Territorium für bis zu zwei Wochen ab. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen. In vielen Städten wie etwa in Barcelona gelten nächtliche Ausgangssperren. Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessclubs sind geschlossen, nur Kindergärten und Schulen sind weiter offen.

+++ 31.10.2020: Portugal ordnet Lockdown light gegen Corona an +++

Das noch im Frühjahr wegen seiner niedrigen Corona-Zahlen gepriesene Portugal hat angesichts immer schneller steigender Infektionszahlen einen Teil-Lockdown angekündigt. 70 Prozent der rund 10,3 Millionen Bürger des Landes hätten ab Mittwoch die "Bürgerpflicht", möglichst Zuhause zu bleiben, sagte Regierungschef António Costa nach einer achtstündigen Krisensitzung am Samstagabend in Lissabon. Die Schulen sollten jedoch geöffnet bleiben.

Es handelt sich nicht um eine strikte Ausgangssperre, da die Menschen ihre Häuser verlassen dürften, um zur Arbeit, zum Arzt oder zu einem pflegebedürftigen Angehörigen zu gehen, wie Costa sagte. Auch sollen kurze Spaziergänge sowie der Besuch von Restaurants weiter erlaubt sein, die jedoch weniger Menschen bedienen dürften und früher schließen müssten. Wo immer möglich, solle zur Heimarbeit gewechselt werden. Wochenmärkte unter freiem Himmel und andere Marktveranstaltungen seien künftig verboten.

Die neuen Einschränkungen sollen in insgesamt 121 Kommunen landesweit einschließlich Porto und der Hauptstadt Lissabon gelten, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen die Zahl von 240 überstieg. Costa betonte, die Maßnahmen seien unumgänglich, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Andererseits müsse aber auch die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.

+++ 31.10.2020:Teil-Lockdown für England im November - Schulen bleiben geöffnet +++

Nach mehreren anderen Ländern in Europa hat der britische Premierminister Boris Johnson auch für England einen Teil-Lockdown angekündigt. Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, wie Johnson am Samstag erklärte. Alle anderen Orte - etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs - müssen bis zum 2. Dezember schließen.

"Das Virus breitet sich derzeit schneller aus, als es unsere wissenschaftlichen Berater in einem Worst-Case-Szenario angenommen haben", sagte Johnson. «Jetzt ist es Zeit zu handeln, denn es gibt keine Alternative." Die Maßnahmen seien notwendig, um Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS vor einer erneuten Überlastung zu schützen. Der Regierungschef schwor die Briten darauf ein, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen - wie Arbeit, Sport, Einkäufe oder die Pflege Angehöriger.

Am Samstag meldete Großbritannien knapp 22 000 Neuinfektionen. Damit durchbrach das Land die Schwelle von einer Million bestätigten Coronavirus-Fällen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Vereinigte Königreich nach Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control 451 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich schärfere, temporäre Corona-Maßnahmen als bisher in England.

+++ 31.10.2020: Erstmals mehr als 20.000 Corona-Infektionen an einem Tag in Belgien +++

Erstmals sind in Belgien mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Sciensano vom Samstag wurden am vergangenen Dienstag insgesamt 21.448 Corona-Fälle gezählt. Für die folgenden Tage liegen noch keine konsolidierten Zahlen vor.

Innerhalb der EU gehört Belgien mit seinen gut 11 Millionen Einwohnern derzeit zu den Ländern mit den meisten registrierten Infektionen im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße. Im Vergleich zu Deutschland liegen die Werte um ein Vielfaches höher.

Aufgrund der dramatischen Lage sollen von kommender Woche an verschärfte Einschränkungen gelten. So müssen die meisten Geschäfte wieder schließen. Die Leute dürfen noch weniger Kontakte haben als bisher. Zuhause darf man nur noch einen einzigen Besucher pro Woche empfangen; bei Alleinstehenden sind es zwei. Nächtliche Ausgangssperren gelten ohnehin seit längeren. Auch Kneipen, Restaurants und Cafés sind bereits geschlossen.

Die Corona-Fallzahlen stiegen in den vergangenen Wochen dennoch weiter. Dadurch verschärfte sich auch die Lage in den Krankenhäusern zum Teil dramatisch. Mitunter wurden die Grenzen der Kapazität erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser gebracht werden, auch nach Deutschland.

+++ 31.10.2020:Athen beschließt nächtliches Ausgangsverbot für ganz Griechenland +++

Die griechische Regierung hat am Samstag ein landesweites nächtliches Ausgangsverbot angekündigt, um die Ausbreitung von Corona zu verringern. "Nach einer langen Phase der Stabilität nehmen die Fälle auch in unserem Land exponentiell zu", begründete Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis den Schritt in einer Videoansprache. "Unsere Wissenschaftler warnen davor, dass die neue Pandemie bald die Widerstandsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems erschüttern wird."

Das Ausgangsverbot zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens soll am kommenden Dienstag in Kraft treten. Zudem wird von Dienstag an im ganzen Land Maskenpflicht gelten. In sogenannten roten Zonen, in denen die Corona-Zahlen hoch sind, müssen zudem Restaurants, Bars, kulturelle und andere Freizeiteinrichtungen schließen. Das betrifft auch die Region Attika samt der Hauptstadt Athen.

Universitäten sollen ebenfalls nicht öffnen. Der gesamte Hochschulbetrieb soll online abgehalten werden. Zudem will Athen die Zahl der Homeoffice-Plätze für Staatsbedienstete auf 50 Prozent ausweiten. Auch der Privatsektor soll die Heimarbeit entsprechend hochfahren. Die Maßnahmen sollen vorerst für einen Monat gelten.

+++ 31.10.2020:Polen lässt wegen Corona Friedhöfe über Allerheiligen geschlossen +++

In Polen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an. Am Samstag meldete das Gesundheitsministerium mit nahezu 22.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden abermals einen Höchststand. Am stärksten betroffen bleibt die Woidowschaft Masowien mit der Hauptstadt Warschau. Im gleichen Zeitraum starben 280 Menschen infolge der Pandemie. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Corona-Krise auf insgesamt 5 631. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hatte am Freitag die nie dagewesene Entscheidung getroffen, dass die Friedhöfe des Landes über Allerheiligen geschlossen bleiben. In der stark katholisch geprägten Nation ehren die Familien alljährlich zum 1. November normalerweise ihre Toten. Senioren wurden aufgerufen, ganz zu Hause zu bleiben.

Die Regierung kündigte am Samstag an, in jeder Woiwodschaft mindestens ein Behelfskrankenhaus einzurichten, unter anderem in Breslau (Wroclaw), Krakau (Krakow) und Stettin (Szczecin). Insgesamt sollen rund 5.500 zusätzliche Betten für Covid-19-Patienten in Sporthallen und Kongresszentren entstehen. Ein erstes Notkrankenhaus wurde im Nationalstadion in Warschau errichtet.

Im benachbarten Tschechien überstieg die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3.000. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben nach Angaben der Behörden 3.078 Menschen. Am Samstag wurden 13.605 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Nach Einschätzung des Gesundheitsministers Jan Blatny ist indes der "Beginn einer Reduzierung" zu sehen. Das Land mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern hat drastisch Maßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre getroffen.

+++ 30.10.2020: Trotz Infektionsrekorde - Madrid schließt neuen Total-Lockdown aus +++

Trotz neuer Infektionsrekorde will Spanien die Pandemie ohne einen neuen Lockdown mit einer extrem strengen Ausgehsperre eindämmen. Eine totaler Lockdown, wie er im Frühjahr im Corona-Hotspot monatelang herrschte, sei im neuen Notstandsdekret auch nicht vorgesehen, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa. "Und ich bin davon überzeugt, dass eine totale Ausgehsperre dank der aktuellen Maßnahmen auch nicht nötig sein wird", betonte der Minister am Freitag vor Journalisten in Madrid.

Mit 25 595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde unterdessen der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nähert sich damit im 47-Millionen-Einwohner-Land der Marke von 1,2 Millionen. In Westeuropa weist nur Frankreich einen höheren Wert auf, in Deutschland gab es bisher rund eine halbe Million Fälle. Die Zahl der Menschen, die in Spanien mit Covid-19 starben, stieg um 239 auf insgesamt 35 878. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit 234 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 104,9.

Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag einen zweiwöchigen Notstand ausgerufen und im Rahmen dieser Maßnahme praktisch im ganzen Land eine nächtliche Ausgehsperre angeordnet. Nur die Kanaren sind davon ausgenommen. Ein Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands - der dritthöchsten Notstandsstufe - gleich bis zum 9. Mai 2021 wurde am Donnerstag vom Parlament angenommen.

Im Rahmen des Notstandes beschlossen außerdem 13 der 17 "Autonomen Gemeinschaften" eine Absperrung ihres Territoriums für bis zu zwei Wochen. Die Betroffenen dürfen ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Auswärtige dürfen ebenfalls nur in Ausnahmefällen einreisen. Nur die Kanaren, die Balearen, Extremadura und Galicien riegeln sich nicht ab. Fast jeden Tag gehen derweil irgendwo im Lande Menschen auf die Straße, um gegen die Verbote und Einschränkungen zu protestieren. Am Freitagabend setzten Demonstranten im Zentrum von Barcelona Müllcontainer in Brand. Polizisten wurden mit Steinen beworfen.

+++ 30.10.2020: Belgien schließt die meisten Geschäfte ab Montag +++

Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte ab Montag wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. "Das sind die Maßnahmen der letzten Chance." Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Die nächtlichen Ausgangssperren in Belgien bleiben bestehen. Kneipen, Restaurants und Cafés, Kultur- und Sportstätten sind ohnehin bereits geschlossen. Die Kontaktbeschränkungen werden nun weiter verschärft, wie De Croo sagte. Künftig dürfen Belgier demnach nur einen Besucher pro Woche zu Hause empfangen; bei Alleinstehenden sind es zwei. Bislang waren es - mit Maske - vier.

Berufe mit engem Kundenkontakt wie Friseure müssen ihre Arbeit einstellen. Die neuen Regeln sollen zunächst für eineinhalb Monate gelten. Für die geschlossenen Geschäfte soll am 1. Dezember eine Zwischenbilanz gezogen werden. Kunden können aber weiter Waren aus den geschlossenen Geschäften abholen oder sich liefern lassen.

In Belgien steigen die Infektionszahlen seit Wochen rasant. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes zählten innerhalb einer Woche zuletzt im Schnitt 15 316 Infektionen am Tag - ein neuer Rekord. EU-weit registrierte das Nachbarland innerhalb von zwei Wochen die meisten Infektionen pro 100 000 Einwohner: 1600. Das sind neun Mal so viele wie in Deutschland. Jeder vierte Corona-Test fiel in Belgien zuletzt positiv aus.

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht zu einer Entlastung geführt. Vielmehr verschärfte sich in den vergangenen Wochen die Lage in den Krankenhäusern dramatisch. Die Grenzen der Kapazität wurden mitunter schon erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser transferiert werden. Zuletzt lagen 6187 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, 1057 von ihnen auf der Intensivstation. "In sehr vielen unserer Krankenhäuser ist eine ganze Zeit schon die Schmerzgrenze überschritten", sagte De Croo.

Der Verband der belgischen Krankenhäuser hatte jüngst Alarm geschlagen und einen Lockdown gefordert. Dies sei die einzige Möglichkeit, einen kompletten Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Ähnlich äußerten sich führende Virologen.

+++ 30.10.2020: Corona-Neuinfektionen in Österreich klettern rasant weiter nach oben +++

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

+++ 30.10.2020: Polen mit neuem Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Freitag 21 629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 20 156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5351 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

+++ 30.10.2020: Österreich und Italien fast ganz als Risikogebiete eingestuft +++

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte.

+++ 29.10.2020: Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021 verlängert +++

In Spanien ist der Corona-Notstand bis zum 9. Mai 2021 verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm am Donnerstag den Antrag der linken Regierung mit deutlicher Mehrheit an. 194 von insgesamt 350 Abgeordneten stimmten mit Ja. 53 stimmten dagegen, 99 enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend.

Wegen der rapide steigenden Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez erst am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Dieses Notstands-Dekret galt nur für zwei Wochen. Die von der Regierung angestrebte lange Verlängerung musste deshalb gemäß Verfassung vom Parlament gebilligt werden.

+++ 28.10.2020: Macron führt Ausgangsbeschränkungen wieder ein +++

Mit Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschärft Frankreich seinen Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie. Die Beschränkungen sollen von Freitag an gelten, kündigte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an.

+++ 28.10.2020: Fast 25 000 Corona-Neuinfektionen in Italien +++

In Italien hat die Anzahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen fast die Marke von 25 000 erreicht. Wie die Behörden in Rom am Mittwoch mitteilten, wurden 24 991 neue Corona-Fälle registriert. In dem Land mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern starben in 24 Stunden zudem 205 Menschen mit oder an dem Virus. Erst am Sonntag war in Italien die Schwelle von 20 000 Neuinfektionen überschritten worden.

Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in dem Mittelmeerland nun fast 590 000 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf 37 905.

Die Regierung hatte unlängst verschärfte Schutzmaßnahmen wie der Schließung aller Lokale am 18.00 Uhr abends verfügt. Kinos und Theater bleiben seit Montag zu. Wirtschaftliche Ausfälle bei Firmen und Beschäftigten sollen mit neuen Milliardenhilfen gemildert werden. Gegen die Politik der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte gibt es vielerorts im Land Proteste.

+++ 28.10.2020: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Estland +++

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 125 Fällen binnen 24 Stunden einen Rekordwert erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Höchstwert war mit 93 Neuinfektionen am 2. April erfasst worden.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4590 bestätigte Corona-Infektionen und 73 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Der Baltenstaat gehört damit zu den am wenigsten betroffenen Ländern in Europa. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC vom Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen mit 42,0 bei einem Viertel des deutschen Werts.

"Unsere Infektionsrate war eine der niedrigsten; jetzt ist die Zahl jedoch gestiegen", sagte die Vize-Leiterin der Gesundheitsbehörde, Mari-Anne Härma, in Tallinn. Ausschlaggebend dafür seien vermehrte Corona-Ausbrüche an Arbeitsplätzen und in Schulen. Auch habe die Zahl an importierten Fällen aus dem Ausland zugenommen, sagte Härma einem Rundfunkbericht zufolge.

+++ 28.10.2020: Schweden verzeichnet Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

Schweden hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 2000 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Mittwochnachmittag kamen in der Datenbank der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten insgesamt 2128 bestätigte Corona-Fälle hinzu - nach Angaben des Fernsehsenders SVT ist das der höchste Tageswertseit Beginn der Pandemie. Allerdings wird mittlerweile auch deutlich mehr auf Corona getestet, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus der ersten Jahreshälfte vergleichen lassen.

Damit sind mittlerweile knapp 118 000 Infektionen in Schweden nachgewiesen worden. Die Anzahl der mit Covid-19-Erkrankungen in Verbindung stehenden Todesfälle stieg um neun auf 5927.

Schweden ist in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg gegangen. Die erlassenen Maßnahmen waren weniger strikt als etwa in Deutschland oder den meisten anderen Ländern Europas, dafür setzten Regierung und Behörden in dem skandinavischen EU-Land vor allem auf eindringliche Empfehlungen und die Vernunft der Bürger.

Im Frühjahr hatten die Schweden deutlich höhere Infektions- und Todeszahlen verzeichnet als der Rest Skandinaviens. Auf 100 000 Einwohner heruntergerechnet ist die Zahl der Gesamtinfektionen bis heute etwa doppelt und die Gesamttodesfallzahl fast fünfmal so hoch wie in Deutschland. Der derzeitige Wert der Neuinfektionen in Schweden liegt im europäischen Vergleich jedoch bevölkerungsbereinigt relativ niedrig und auch unter den Werten Deutschlands.

+++ 28.10.2020: Litauen verzeichnet erneut Höchststand bei Corona-Neuinfektionen +++

In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch mit 776 positive Tests binnen 24 Stunden erneut einen Höchststand erreicht. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Vilnius mit. Das Land mit knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 12 138 bestätigte Infektionen und 144 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Nach der Niederlage des Regierungsbündnisses unter Ministerpräsident Saulius Skvernelis bei der Parlamentswahl will nun die konservative Vaterlandsunion eine Mitte-Rechts-Koalition mit zwei liberalen Kräften unter Führung der früheren Finanzministerin Ingrid Simonyte bilden. "Die neue Regierung muss sofort einen sehr klaren Plan für das Management der Pandemie haben und ein Team, das bereit ist, ihn umzusetzen», betonte Staatspräsident Gitanas Nauseda der Agentur BNS zufolge am Mittwoch. "Es gibt einfach keine Zeit für Euphorie nach den Wahlen."

+++ 28.10.2020: Polen verzeichnet mehr als 18 000 Corona-Neuinfektionen +++

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 18 000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 18 820 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2800) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Im gleichen Zeitraum starben 236 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 16 300 Fällen erst am Dienstag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4851 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

+++ 28.10.2020: Opposition in Spanien gegen sechsmonatigen Corona-Notstand +++

Die konservative Opposition hat in Spanien geschlossen das Vorhaben der Regierung abgelehnt, den seit Sonntag geltenden Corona-Notstand nach den ersten zwei Wochen vom Parlament gleich um sechs Monate verlängern zu lassen. Oppositionsführer Pablo Casado sprach sich am Montag für einen höchstens achtwöchigen Notstand bis Mitte Dezember aus. So könne man "Weihnachten retten", sagte der Chef der Volkspartei (PP) Journalisten in Madrid.

Die Ausrufung des Notstandes zeuge ohnehin vom "Versagen" der linken Regierung im Kampf gegen die Pandemie, betonte Casado. Auch die liberalen Ciudadanos, die Rechtspopulisten von Vox sowie Chefs von Regionalparteien lehnten einen sechsmonatigen Notstand ab. Im Madrider Parlament zeichnen sich erneut hitzige Debatten ab.

Mit der Ausrufung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, verhängte die Regierung fast im ganzen Land auch eine nächtliche Ausgehsperre. Lediglich die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanarischen Inseln sind davon ausgenommen. Nur unter dem Notstand darf die Regierung die Bewegungsfreiheit der Bürger in Spanien einschränken. Er gilt zunächst für zwei Wochen.

Eine Verlängerung muss vom Parlament gebilligt werden. Die Minderheitsregierung strebt - anders als im Frühjahr, als ein am Ende gut dreimonatiger Notstand alle zwei Wochen verlängert wurde - eine einmalige Verlängerung bis zum 9. Mai an. Sánchez bat dafür um Unterstützung der Opposition. Die Lage sei "extrem", warnte er.

Die Regionalregierungen dürfen den Beginn des Ausgangsverbots zwischen 22 und 24 Uhr und das Ende zwischen 5 und 7 Uhr ansetzen. Neben der Ausgehsperre, die in der Nacht zum Montag überall ohne nennenswerte Zwischenfälle oder Proteste begann, wurden am Sonntag im ganzen Land Versammlungen von mehr als sechs Personen, die nicht im selben Haushalt leben, untersagt. Im Rahmen des Notstands dürfen die Regionen ihr gesamtes Gebiet, einzelnen Gemeinden oder Stadtteile abriegeln und andere Einschränkungen anordnen, ohne befürchten zu müssen, dass die Justiz diesen Maßnahmen kippt.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als eine Million Infizierte registriert, knapp 35 000 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 191,11 mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 68,4.

+++ 28.10.2020: Erneut mehr als 15 000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Tschechien nach vier Tagen wieder einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 15 663 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwoch bekanntgab. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 284 033 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 und 2547 Todesfälle registriert. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Tschechien neben Belgien zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Ländern.

Die Pandemie dominierte am Mittwoch auch den jährlichen Nationalfeiertag. Die traditionelle Ordensverleihung durch das Staatsoberhaupt wurde auf das nächste Jahr verschoben. Stattdessen wollte sich Präsident Milos Zeman am Abend in einer Fernsehansprache an die Bürger wenden. Am 28. Oktober wird in Tschechien an die Proklamation der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei von Österreich-Ungarn im Jahr 1918 erinnert.

Die Regierung unter dem Ministerpräsidenten und Multimilliardär Andrej Babis hat strikte Anti-Corona-Maßnahmen getroffen, um die Infektionskurve abzuflachen. Erstmals gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 bis 4.59 Uhr. In Prag wird der öffentliche Nahverkehr entsprechend eingeschränkt. Die Menschen sind angehalten, auch tagsüber weitgehend zu Hause zu bleiben. Firmen und Behörden sollen nach dem Wunsch der Regierung ihren Mitarbeitern, wenn möglich, Arbeit im Homeoffice anbieten.

+++ 28.10.2020: "Le Figaro": Ein zweiter Lockdown wäre gefährlich für Frankreich +++

Die Folgen eines möglichen zweiten Lockdowns für Frankreich kommentiert die konservative französische Tageszeitung "Le Figaro" am Mittwoch:

"Steht das Undenkbare unmittelbar bevor? Nach zwei Monaten der Ausgangsbeschränkungen konnte Frankreich im vergangenen Juni endlich aufatmen: Seine Familie wiederzusehen (...) oder in den Urlaub zu fahren, schien ein Luxus zu sein, den man nie wieder aufgeben wollte.(...) Drei Monate später fehlt es immer noch dringend an (Krankenhaus-) Betten und Personal, um das (Corona-) Virus in den Griff zu bekommen - was haben wir nur diesen Sommer getan?

Nun befinden wir uns (...) erneut auf dem gefährlichen Weg hin zu einem zweiten Lockdown.(...) In der Hotellerie, der Gastronomie, der Kultur, im Tourismus und anderswo werden viele, die bisher so gut sie können durchhalten, nicht mehr die Kraft haben, eine solche Herausforderung ein zweites Mal durchzustehen. Hinter dem ersten Lockdown versteckte sich eine heftige Wirtschaftskrise, hinter dem zweiten Anstieg (der Epidemie) eine gefährliche soziale Krise."

+++ 27.10.2020:Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Italien +++

Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen sowie Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Hunderte Menschen gingen am Montagabend in Turin und Mailand gegen die Beschränkungen auf die Straße, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe unter anderem Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen hätten.

Zuvor war es bereits am Freitagabend in Neapel und am Samstagabend in Rom zu Gewalt bei Anti-Corona-Demonstrationen gekommen. Grund für die Proteste sind unter anderem neue Maßnahmen der Regierung.

In ganz Italien müssen seit Montag alle Restaurants und Bars um 18 Uhr für Gäste schließen. Auch Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen. Ein Großteil der italienischen Gymnasialschüler wird vorerst online unterrichtet. Italien hat seit Beginn der Pandemie mehr als 540.000 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 37.000 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

+++26.10.2020:Tschechien verhängt nächtliche Ausgangssperre +++

 

Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Von Mittwoch an dürfen die Menschen zwischen 21 Uhr und 4.59 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen, wie der demnächst aus dem Amt scheidende Gesundheitsminister Roman Prymula nach der Kabinettssitzung am Montagabend bekanntgab. Die bisherigen Maßnahmen hätten nur wenig Wirkung gezeigt, sagte der 56-Jährige. Seit Beginn der Pandemie wurden in Tschechien insgesamt 263.572 Corona-Infektionen und 2.337 Todesfälle registriert.

Eine weitere Maßnahme sieht vor, dass die noch geöffneten Geschäfte wie Supermärkte sonntags schließen müssen. Bereits seit anderthalb Wochen sind die Menschen aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen von den Ausgangsbeschränkungen wie den Weg zur Arbeit, Sport und Einkaufen. In Tschechien gilt seit Anfang Oktober der Notstand. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken.

Tschechien mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern ist aktuell besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Innerhalb von 14 Tagen steckten sich nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC 1284,4 Menschen je 100.000 Einwohner an. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten. Im gleichen Zeitraum starben 10,2 Menschen je 100.000 Einwohner (Belgien: 4,9; Deutschland: 0,5).

+++ 26.10.2020: Mehr als 18.000 Corona-Neuinfektionen in Belgien an einem Tag +++

Das von der Corona-Pandemie schwer betroffene Belgien meldet einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Für Dienstag voriger Woche (20. Oktober) belaufe sich die Zahl nach neuen Berechnungen auf 18.217, sagte der Sprecher des Krisenzentrums, Yves van Laethem, am Montag vor der Presse in Brüssel. Der Wert für den 20. Oktober war am Wochenende zunächst mit 15.432 angegeben worden.

Zum Vergleich: In Deutschland, das mehr als siebenmal so viele Einwohner wie Belgien hat, hatte das Robert Koch-Institut den bisher höchsten Tageswert am Samstag mit 14.714 gemeldet, worin Nachmeldungen enthalten sein könnten. Für Belgien bezifferte das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen pro Tag für den Zeitraum vom 16. bis 22. Oktober auf 12.491, ein Anstieg um 44 Prozent zur Vorwoche. Die 14-Tage-Inzidenz erreichte 1288,7 Fälle pro 100.000 Einwohner, das ist eine Zunahme um 220 Prozent im Vergleich zu den beiden Wochen davor.

Bisher sind in dem 11,5 Millionen-Einwohner-Land 10.810 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. In Deutschland waren es bis Montag 10.056. Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hat Belgien mit 94 Corona-Toten pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Todesraten weltweit. Insgesamt gab es in Belgien seit Beginn der Pandemie 321.031 Infektionen mit dem Coronavirus, die meisten davon in den Provinzen Lüttich (Liège), Brüssel und Hennegau (Hainaut).

Im Kampf gegen die Pandemie traten am Montag in der Region Brüssel abermalige Verschärfungen der Regeln in Kraft. So gilt dort nun überall Maskenpflicht, die nächtliche Ausgangssperre beginnt bereits um 22 Uhr statt um Mitternacht. Die flämische Regionalregierung wollte am Dienstagabend über Maßnahmen beraten. Der Ministerpräsident Walloniens, Elio Di Rupo, schloss am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga "zusätzliche Maßnahmen" nicht aus.

+++ 26.10.2020: In Tschechien drohen weitere Corona-Einschränkungen +++

Trotz Ausgangsbeschränkungen bleiben die Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einem dramatisch hohen Niveau. Am Sonntag kamen 7.301 bestätigte Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Montag bekanntgab. Das war die höchste Zahl an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. An Wochenenden wird grundsätzlich weniger getestet. Die Zahl der seit März registrierten Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf mehr als 2.200. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Regierungschef Andrej Babis schwor die Bevölkerung in einem Social-Media-Video auf weitere Einschränkungen und eine Verlängerung des Notstands ein. Diese Woche werde entscheidend sein. "Wenn kein Wunder geschieht, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die Maßnahmen noch zu verschärfen", sagte der Multimilliardär. Viele hielten sich nicht an die Regeln. Seit Donnerstag ist die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt. Zudem sind die Schulen sowie die meisten Geschäfte geschlossen.

Ein Notkrankenhaus auf dem Prager Messegelände ist inzwischen einsatzbereit, wie die Armee mitteilte. Das Feldlazarett mit 500 Betten und einer kleinen Intensivstation soll als Reserve vorgehalten werden. Ein weiteres Behelfskrankenhaus wird auf dem Messegelände in der zweitgrößten Stadt Brünn (Brno) errichtet.

+++ 26.10.2020: Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum +++

 

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. "Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird", so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

+++ 26.10.2020: Wegen Corona: Slowenien schränkt Bewegungsfreiheit weiter ein +++

Slowenien schränkt wegen stark steigender Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter ein. Ab Dienstag dürfen Bürger die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen, wie Ministerpräsident Janez Jansa am Sonntagabend über Twitter mitteilte. Die Regelung gilt zunächst für sieben Tage. Sie könne von da an in jenen Regionen zurückgenommen werden, in denen die Ansteckungszahlen sinken, fügte Jansa hinzu.

Schon seit einer Woche sind Bewegungen zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt. Ebenfalls seit einer Woche gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Seit dem Wochenende sind Geschäfte - außer etwa Lebensmittelläden - und Hotels geschlossen.

Das kleine EU-Land mit zwei Millionen Einwohnern kämpft mit einem besonders heftigen Infektionsgeschehen. Am Samstag sei bei 1.675 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde in Ljubljana am Sonntag mit. Das waren mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Die Anzahl der nachgewiesenen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen gaben die Behörden am Sonntag mit 682 an. Sechs Patienten starben in 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion, hieß es am selben Tag.

Seit Beginn der Pandemie im März wurden in Slowenien 22.950 Ansteckungen mit dem Virus nachgewiesen. 241 Infizierte starben.

+++ 25.10.2020: Erstmals mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen in Italien +++

In Italien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages erstmals die Marke von 20 000 überschritten. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurden 21 273 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Mittelmeerland damit 525 782 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg am Sonntag um 128 auf 37 338.

+++ 25.10.2020: Spanien Regierung ruft erneut Notstand gegen Corona aus +++

Die spanische Regierung hat erneut einen nationalen Notstand beschlossen, um eine nächtliche Ausgangssperre gegen die Corona-Pandemie verhängen zu können. Die Ausrufung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe des Landes, wurde am Sonntag bei einer außerordentlichen Ministerratssitzung in Madrid vereinbart, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez mitteilte. Der Notstand, der noch am Sonntag in Kraft trat, gilt zunächst für zwei Wochen.

Eine Verlängerung müsste gemäß Verfassung vom Nationalparlament gebilligt werden. Er hoffe, den Notstand mit Unterstützung des Parlaments bis zum 9. Mai verlängern zu können, sagte der Chef der linken Minderheitsregierung. Die Ausrufung des Notstands sei von zehn der insgesamt 17 Regionen Spaniens, den sogenannten Autonomen Gemeinschaften, beantragt worden. "Europa und Spanien sind mitten in der zweiten Welle", so Sánchez.

Unter dem Notstand darf die Regierung die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken. Anders als bei dem Notstand, der in Spanien wegen Corona zwischen dem 14. März und dem 20. Juni herrschte, wird diesmal keine totale Ausgangssperre verhängt, sondern ein nächtliches Ausgehverbot zwischen 23 Uhr und sechs Uhr morgens. Die Anordnung gilt fast für das ganze Land. Ausgenommen sind nur die Kanaren, die vor wenigen Tagen von Deutschland und Großbritannien von der Liste der Risikogebiete gestrichen worden waren.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als eine Million Infizierte registriert, knapp 35 000 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 191,11 mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts 68,4.

+++ 24.10.2020: Italien schließt Bäder und Kinos, Sperrstunde für Restaurants +++

In Italien sollen ab Montag bis zum 24. November Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen nicht mehr öffnen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Restaurants und Bars müssen um 18 Uhr schließen. Ferner muss der Unterricht für mindestens 75 Prozent der Gymnasialschüler online abgehalten werden.

+++ 24.10.2020: Frankreich erreicht Spitzenwert mit über 45.000 Corona-Neuinfektionen +++

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 45.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstagabend 45.422 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Spitzenwerte bei den Neuinfektionen. Demnach war am Freitagabend erstmals die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden. Mehr als 34 500 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Seit Samstag gilt in Frankreich die nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. In den Nachtstunden dürfen die Menschen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür.

+++ 25.10.2020: Österreich verhängt Corona-Maßnahmen +++

In Österreich gilt seit Sonntagnacht in Restaurants eine Höchstzahl von sechs statt bisher zehn Erwachsenen pro Tisch. Bei Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern dürfen sich nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf. Auch Österreich (8,8 Millionen Einwohner) hatte am Samstag einen Rekordwert bei Neuinfektionen erreicht: 3614 Fälle binnen 24 Stunden. Bei der Ansteckungszahl pro 100 000 liegt Österreich nach ECDC-Angaben mehr als doppelt so hoch wie Deutschland.

+++ 24.10.2020: Belgien verhängt Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen +++

In Belgien hatte die Regierung ebenfalls eine nächtliche Ausgangssperre verfügt ebenso wie die Schließung von Kneipen und Restaurants und strikte Kontaktbeschränkungen. Die Regionalregierung für die Hauptstadt Brüssel schärfte dies am Wochenende noch nach. Ab Montag gilt verschärfte Maskenpflicht, alle Theater, Kinos, Museen sowie Sportstätten und Schwimmbäder werden geschlossen. Heimarbeit ist Pflicht, soweit dies möglich ist. Und: Kinder dürfen an Halloween nicht von Tür zu Tür ziehen.

+++ 24.10.2020: Wales verhängt Verkaufsverbote +++

Die Regierung in Wales erntete mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten massive Kritik. Diese dürfen nur noch "essenzielle Waren" verkaufen - Geräte wie Wasserkocher, Textilien, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Läden mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. In London demonstrierten Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung und sprachen von Tyrannei oder Überwachung.

+++ 24.10.2020: 225.000 Corona-Tote in den USA +++

Die Vereinigten Staaten verzeichnen inzwischen etwa 225 000 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus, mehr als jedes andere Land der Welt. Während Präsident Donald Trump im Wahlkampf die Pandemie herunterspielt, wirft ihm sein Herausforderer Joe Biden Versagen vor. Doch auch in Europa gehen Infektions- und Sterbezahlen steil nach oben. Bis Sonntag registrierte die EU-Seuchenbehörde ECDC 208 627 Todesfälle mit oder wegen Corona für die 27 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und Großbritannien.

+++ 24.10.2020: Slowakei und Slowenien verhängen strenge Corona-Maßnahmen +++

In der Slowakei dürfen Menschen seit Samstag bis zum 1. November ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie dringende Besorgungen verlassen. Am Freitag begannen Antigen-Schnelltests für die gesamte Bevölkerung, die binnen drei Wochen abgeschlossen sein sollen. Ministerpräsident Igor Matovic meldete am Sonntag 3024 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - auch das ein Rekordwert.

In Slowenien schließen die meisten Geschäfte, Hotels, Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. In Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen. Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit dem Wochenende nur noch mit triftigem Grund erlaubt. In Polen bleiben Restaurants zu, Versammlungen mit mehr als fünf Personen verboten.

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sig/news.de/dpa/