10.10.2020, 19.04 Uhr

Toxisches Schocksyndrom: Multiorganversagen! Frau (24) ließ Tampon 5 Tage drin

Eine Frau in England hat ihren Tampon fünf Tage lang getragen - kurz danach lag sie auf der Intensivstation.

Eine Frau in England hat ihren Tampon fünf Tage lang getragen - kurz danach lag sie auf der Intensivstation. Bild: (Symbolbild) Eskymaks/AdobeStock

Eine junge Mutter wäre fast am toxischen Schocksyndrom gestorben, nachdem sie einen Tampon fünf Tage lang in ihrer Scheide vergessen hatte. Das berichtet die "Daily Mail" am Samstag.

Amy Williams starb fast amtoxischen Schocksyndrom wegen Tampon

Amy Williams (24) aus Basildon, Essex, kämpfte im Krankenhaus ihr Leben, nachdem sie versehentlich ein Hygieneprodukt fünf Tage lang in ihrer Scheide gelassen hatte. Das toxische Schocksyndrom kann dazu führen, dass der Körper einen septischen Schock erleidet, einen schweren Fall von Sepsis, der zu einem Versagen mehrerer Organe und schließlich zum Tod führen kann, wenn er nicht schnell behandelt wird.

Amy möchte Frauen auf Gefahr durch Tampons aufmerksam machen

Amy spricht nun öffentlich über ihr Schicksal, um auf den seltenen, lebensbedrohlichen Zustand aufmerksam zu machen. Damit möchte sie erreichen, dass andere Frauen nicht das gleiche Trauma erleiden. Amy, die für den Vorsitzenden des Basildon Council arbeitet, sagt: „Ich hatte vom toxischen Schocksyndrom gehört, aber nicht gedacht, dass es mir jemals passieren würde. Ich habe 10 Jahre lang Tampons benutzt, aber jetzt werde ich nie wieder einen benutzen. Ich möchte Frauen und junge Mädchen warnen, besonders vorsichtig mit ihnen umzugehen."

Amy wusste nicht, dass sie schon einen Tampon drin hatte

Im Juni 2019 war Amy mit ihrem Freund Samuel (30), einem IT-Account-Manager, unterwegs, als sie auf die Toilette ging, um ihren Tampon zu wechseln. Als sie die Schnur nicht finden und den Tampon nicht fühlen konnte, dachte sie, sie hätte keinen drin. Also führte sie einen neuen ein.

Gegenüber der "Daily Mail" sagt sie: "Ich war damals wirklich betrunken und konnte mich nicht erinnern, ob ich schon einen hatte. Außerdem konnte ich ihn nicht finden." Anschließend wechselte Amy regelmäßig ihre Tampons - nicht ahnend, dass der erste noch in ihr steckte.

„Es roch nach Tod" - Stechender Geruch machte Amy misstrauisch

Fünf Tage später bemerkte Amy schließlich unten einen unangenehmen stechenden Geruch. Sie sagt: „Es roch nach Tod und es war nicht normal. Also ging ich in die Dusche, um mich zu waschen, aber der Geruch war immer noch da, nachdem ich ausgestiegen war und mich getrocknet hatte. Ich legte mich aufs Bett und tastete mich ab. Ich fühlte etwas mit meinem Fingernagel und es wurde mir klar, dass ein Tampon in mir war. Ich war beschämt."

Der Tampon hatte sich auf die Seite gedreht und Amy brauchte eine halbe Stunde, um ihn zu entfernen - dabei empfand sie starke Schmerzen. Sie schildert: „Als er herauskam, fühlte ich ein überwältigenden Rausch im Kopf, als würde ich in Ohnmacht fallen. Der Tampon war schwarz. Es war widerlich."

Danach litt Amy unter schmerzhaften Krämpfen im Unterbauch. Zwei Tage später, während der Arbeit, bekam Amy Übelkeit und eine Kollegin sagte, sie sehe aus, als stünde sie vor den Toren des Todes. Sie wurde in die Notaufnahme am Basildon University Hospital gebracht. Ihre Körpertemperatur betrug gefährliche 40 Grad.

Amy erlitt einen septischen Schock mit beginnendem Multiorganversagen

Bei ihrer Ankunft begann sie, sich zu übergeben. Amy erinnert sich: „Sie haben mich auf eine Station gebracht und mich an einen Antibiotikatropf angeschlossen, während sie Blutuntersuchungen durchführten. Ich hatte den Mitarbeitern gesagt, ich hätte fünf Tage lang einen Tampon dringelassen, und sie sahen besorgt aus. Ich wurde dann informiert, dass meine CRP-Werte [Anmerkung: C-reaktives Protein] 264 waren, der normale Wert liegt bei fünf."

Zu diesem Zeitpunkt hatten Amys Organe angefangen, zu versagen, und sie befand sich in einem septischen Schock. Kurz darauf wurde bei ihr das Toxische Schocksyndrom diagnostiziert.

Amy entging nur knapp dem Tod

Amy erklärt: „Der Arzt sagte zu mir, wenn ich an diesem Tag nach Hause gegangen wäre, wäre ich nicht aufgewacht. Ich war schockiert. Ich weinte und fragte die Krankenschwester, ob ich meinen dreijährigen Sohn Archie jemals wiedersehen würde. Sie versicherte mir, dass ich in guten Händen sei."

In den nächsten vier Tagen verlor Amy immer wieder das Bewusstsein, während ihr Körper mit Antibiotika vollgepumpt wurde, um die Blutvergiftung zu bekämpfen. Nach fast einer Woche wurde die Patientin aus dem Krankenhaus entlassen. Doch sie wurde weiterhin zu Hause behandelt und erhielt 10 Tage lang Antibiotika.

Noch heute leidet Amy unter Beschwerden mit ihrer Periode

Seitdem hat Amy schwere und unregelmäßige Perioden und wurde sogar darauf vorbereitet, dass der Vorfall ihre Empfängnis beeinträchtigen könnte. Dem war nicht so: Ein Jahr nach dem Horror erwartet die junge Frau ihr zweites Kind. Sie sagt: „Ich konnte nicht glauben, dass ein Tampon mich fast umgebracht hätte. Ich werde nie wieder einen benutzen und jetzt nur noch Damenbinden verwenden. Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie Tampons verwenden. Es hat mich fast das Leben gekostet."

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sig/news.de
Themen: Sepsis, Tampon