06.10.2020, 14.55 Uhr

Ihr Kopf lag im Gefrierschrank: Songwriter ermordet und enthauptet eigene Mutter

Dem Schwert-Mörder droht für die Ermordung seiner Mutter eine lange Haftstrafe. (Symbolbild)

Dem Schwert-Mörder droht für die Ermordung seiner Mutter eine lange Haftstrafe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock/ Rainer Fuhrmann

Was treibt einen Sohn dazu, seine Mutter umzubringen? Und warum geht er dabei so brutal vor? Diesen Fragen geht aktuell ein Gericht im britischen Woking, Surrey, nach. Wie aktuell der britische "Mirror" berichtet, soll der 47-jährige Philip Tarver seine 86-jährige Mutter Angela Tarver getötet haben. Nach dem Mord trennte Tarver seiner Mutter den Kopf ab, den er anschließend in einer Tiefkühltruhe deponierte.

Horror-Mord in England: Mann tötet und köpft Mutter

Es ist ein Verbrechen, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mit einem Schwert soll Songwriter Philip Tarver seine Mutter erstochen und anschließend enthauptet haben. Den abgetrennten Kopf stellte er in den Gefrierschrank, während er ihren abgetrennten Ringfinger in einen Wasserkocher steckte. Ersten Erkenntnissen nach stand der 47-Jährige während des brutalen Angriffs unter erheblichem Drogen- und Alkoholeinfluss.

Ehemann findet leblose Frau auf Küchenboden

Aufgefunden wurde die verstümmelte Leiche von Angela Tarver am 19. Dezember 2019 von ihrem 83-jährigen Ehemann Colin Tarver, mit dem sie seit 59 Jahren verheiratet war. Völlig entsetzt und unter Schock stehend rannte er die Auffahrt seines Hauses hinauf, um die Polizei zu alarmieren. In einem durchsichtigen Blumen-Negligé, einer Union-Flagge und einem Messer in der Hand soll Philip Tarver den Ermittlern die Tür geöffnet haben. "Ich kapituliere, ich kapituliere", soll er dabei gesagt haben.

Motiv unklar! Eltern unterstützten ihren arbeitslosen Sohn

Das Motiv der grausamen Tat ist bislang noch völlig unklar. Laut "Mirror" hatte das Opfer 1991 einen schweren Schlaganfall erlitten, der seine Mobilität und Sprache stark beeinträchtigt habe. Tarver war ausgebildeter Uhrmacher. Zuletzt sei er arbeitslos gewesen und verbrachte den größten Teil seines Lebens bei seinen Eltern, die ihn finanziell unterstützen, während er seiner Liebe zur Musik nachging.

Täter stand während Tat unter Alkohol- und Drogen

Am Morgen des Mordes soll sich Philip Tarver plötzlich seltsam verhalten haben. Er behauptete unter anderem, dass der Alkohol "vergiftet" sei, bevor er das Telefon und den Computer aus der Steckdose zog. Als sein Vater ihn damit konfrontierte, warum auch der Fernseher nicht angeschlossen war, schlug Tarver die Tür zu und sagte ihm, er solle gehen und sterben. Als Colin Tarver gerade damit beschäftigt war, den Fernseher wieder anzuschließen, hörte er plötzlich einen lauten Schrei seiner Frau. Er rannte in die Küche, wo er schließlich seine ermordete Frau vorfand. Mit dem Schwert noch in der Hand bedrohte Philip Tarver schließlich auch seinen Vater. "Er sah seltsam und wahnsinnig aus. Seine Augen hatten eine gelbe Farbe. Er sagte 'Ich muss dich töten'", sagte Philips Vater vor Gericht.

Philip Tarver bestreitet Mord: Er macht Vater für den Tod seiner Mutter verantwortlich

Im Gespräch mit der Polizei erklärte Philip zunächst, dass es ihm "leid tut, sie getötet zu haben". Vor Gericht änderte er seine Aussage jedoch und machte seinen Vater für die Tat verantwortlich. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete seine Anschuldigungen als "absurd", da alle Beweise auf den Angeklagten hindeuten. Bis zu seinem Gerichtsurteil, welches am 8. Oktober erwartet wird, befindet sich Philip Tarver in Untersuchungshaft. Entscheidend für das Urteil sei die Frage, ob der 47-Jährige zum Zeitpunkt des Mordes voll zurechnungsfähig war oder nicht.

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sba/bua/news.de