05.10.2020, 08.05 Uhr

Unwetter in Frankreich und Italien: Flutwellen und Schlammlawinen: Großes Aufräumen in Norditalien nach Unwettern

Frankreich, Saint-Martin-Vesubie: Ein Haus liegt zerstört. Nach Unwettern und Überschwemmungen in der Region der südfranzösischen Metropole Nizza werden nach Medienberichten mindestens neun Menschen vermisst.

Frankreich, Saint-Martin-Vesubie: Ein Haus liegt zerstört. Nach Unwettern und Überschwemmungen in der Region der südfranzösischen Metropole Nizza werden nach Medienberichten mindestens neun Menschen vermisst. Bild: picture alliance/Valery Hache/AFP/dpa

Nach den schweren Regen-Unwettern gehen in Norditalien die Aufräumarbeiten vielerorts weiter. Nach vorläufigen Zählungen fanden die Behörden im Nordwesten Italiens mindestens acht Todesopfer, darunter vermutlich mehrere Franzosen. Auch in Frankreich, Österreich und der Schweiz hatten Regenmassen und Sturm am Wochenende schwere Schäden angerichtet. Brücken wurden zerstört und Straßen überschwemmt.

In Ligurien, das an Frankreich grenzt, waren am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa an der Küste und an einem Fluss fünf Leichen angespült worden. Die Behörden in Sanremo äußerten laut italienischen Agenturberichten die Vermutung, dass es sich um Vermisste aus Frankreich handeln könnte. Die Identifizierung der Toten laufe noch.

Tote und Verletzte bei Unwettern in Frankreich und Italien

Die Feuerwehr meldete zudem am Sonntagabend auf Twitter, man habe am Alpenpass Colle di Tenda die Leiche eines französischen Hirten gefunden, der vermisst worden war. Im nahen Ort Limone Piemonte in der italienischen Provinz Cuneo (Piemont) hatte das Unwetter seit Freitagabend besonders schlimm gewütet.

Ebenfalls in der Region Piemont war bei Vercelli ein 36-jähriger Autofahrer auf einer kaputten Straße vom Flusswasser weggerissen worden und gestorben. Außerdem war ein 53-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann aus der Gemeinde Arnad im Aostatal bei einer Rettungsaktion umgekommen.

Unwetter in Frankreich aktuell: Wetterkatastrophe mit Überschwemmungen

Starke Regenfälle hatten die Region am Mittelmeer am Freitag getroffen und fatale Überschwemmungen ausgelöst. Häuser und Brücken wurden weggerissen, lange Straßenstücke verschwanden in den Wassermassen. Die Wetterlage beruhigte sich zuletzt wieder.

Südfrankreich wird seit Jahren von schweren Unwettern getroffen, die Folgen waren schwer. Im Herbst vergangenen Jahres kamen 14 Menschen ums Leben. Die dicht bebaute Côte d'Azur wurde genau vor fünf Jahren von schweren Unwettern getroffen, 20 Menschen starben damals.

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fka/news.de/dpa