09.09.2020, 08.53 Uhr

Linden Cameren: Vor den Augen der Mutter! Polizei schießt Autist (13) nieder

In den USA haben Polizisten auf einen autistischen Jungen gefeuert.

In den USA haben Polizisten auf einen autistischen Jungen gefeuert. Bild: dpa (Symbolbild)

Unglaubliches Drama in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah! Polizisten gaben gleich mehrere Schüsse auf einen 13-jährigen autistischen Junge ab, nachdem seine Mutter die Beamten zu Hilfe gerufen hatte, als er einen Nervenzusammenbruch erlitt. Darüber berichtet aktuell die britische "Daily Mail".

Mutter ruft Polizei: Beamte schießen 13-jährigen Autisten nieder in Salt Lake City

Demnach soll Golda Barton, die Mutter des am Asperberger-Syndrom leidenden Linden Cameren, die Polizei wegen eines Kriseninterventionsteams alarmiert haben, weil ihr Sohn mit schwerer Trennungsangst zu kämpfen hatte. Der Grund: Die Frau wollte wieder zur Arbeit gehen. Wie die "Daily Mail" schreibt, sei der Frau seitens der Beamten versichert worden, das Team werde "die Situation mit möglichst wenig Gewalt deeskalieren".

Was "möglichst wenig Gewalt" ist, darüber lässt sich offenbar streiten. Denn was dem Jungen schließlich widerfahren ist, kommt einem echten Skandal gleich. Wie die Mutter weiter ausführt, habe sie nach dem Eintreffen der Polizei innerhalb von weniger als fünf Minuten einen Polizisten gehört, der den Jungen anbrüllte und forderte, er solle sich "auf den Boden legen". Danach seien mehrere Schüsse gefallen.

Linden Cameren mit Schuss-Verletzungen im Krankenhaus: Hatte er eine Waffe?

Einem lokalen TV-Sender erklärte die entsetzte Frau nach den Schüssen auf ihren behinderten Sohn: "Ich sagte ihnen, er ist unbewaffnet, er hat nichts, er wird nur wütend und er fängt an, zu schreien und zu schreien. Er ist ein Kind, das versucht, Aufmerksamkeit zu erregen, er weiß nicht, wie er es regulieren soll." Linden Cameren, der immer noch im Krankenhaus bleiben muss, erlitt Schuss-Verletzungen an Schultern, Knöcheln, Darm und Blase.

Die Polizeibehörde von Salt Lake City, die die Umstände untersucht, erklärte laut "Daily Mail", dass sie zu einem Einsatz wegen eines "gewalttätigen psychischen Problems" gerufen wurde und sie informiert worden seien, dass der Teenager "einige Leute mit einer Waffe bedroht". Allerdings: Bis jetzt gab es noch keinen Hinweis darauf, ob eine Waffe gefunden worden war.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

rut/sba/news.de
Themen: Waffe