08.09.2020, 13.41 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Knapp 1.500 neue Fälle registriert - Bayern schließt Testzentren

Die Zahl der registrierten Coronavirus-Neuinfektionen bewegt sich auch am 8. September 2020 im Bereich von 1.500 Fällen.

Die Zahl der registrierten Coronavirus-Neuinfektionen bewegt sich auch am 8. September 2020 im Bereich von 1.500 Fällen. Bild: Patrick Pleul / ZB / picture alliance / dpa

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1.499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0.00 Uhr).

Coronavirus-News am 08.09.2020: Aktuelle Infektionszahlen in Deutschland

Bis Dienstagmorgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9.329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 1,12 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Wie hat sich der R-Wert in der Corona-Pandemie entwickelt?

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um beziehungsweise unter 1. Das bedeutet, dass im Schnitt etwa ein Infizierter das Virus auf einen weiteren Menschen überträgt.

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Österreich will Ski-Gebiete im Winter offenhalten

Trotz der Corona-Krise will Österreich die Skigebiete im kommenden Winter offenhalten. "Wir müssen in allen Bereichen unseres Lebens versuchen, ein so normales Leben wie möglich zu führen", betonte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag bei einem Besuch in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. "Wintertourismus und Skifahren wird möglich sein."

Mit Blick auf die Skisaison verwies Kurz darauf, dass der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sei. Es gehe um sehr viele Arbeitsplätze. Ein Konzept werde derzeit ausgearbeitet, sagte Kurz. Details nannte er nicht. Zugleich betonte er, dass es Après-Ski in der gewohnten Form nicht geben werde. Bei Partys im Skiort Ischgl hatten sich viele Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Virus angesteckt.

Merkel sichert Gesundheitsämtern erneut Unterstützung zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Gesundheitsämtern für ihre zentrale Rolle in der Corona-Krise gedankt und erneut eine bessere Ausstattung zugesichert. Sie hätten "einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass wir das Infektionsgeschehen bislang in Deutschland doch weitgehend unter Kontrolle halten konnten", sagte Merkel am Dienstag in einer Videokonferenz mit Vertretern von Ämtern, Kommunen und Ländern. Für die Gesundheitsämter bedeute die Pandemie mit dem Verfolgen von Infektionsketten oder dem Anordnen von Tests und Quarantäne einen "unfassbaren Mehraufwand".

Merkel bekräftigte, dass der Bund nun viel Geld für Verbesserungen in die Hand nehmen wolle. In Regionen mit hohen Infektionszahlen stießen die Ämter mitunter an die Grenze des personell Leistbaren. Auch digitale Kommunikationsmöglichkeiten ließen durchaus noch zu wünschen übrig. "Die Gesundheitsämter wissen selbst am besten, wo geeignete Ansatzpunkte für Veränderungen sind", sagte die Kanzlerin.

Um die bundesweit 375 Ämter zu stärken, will der Bund vier Milliarden Euro bis 2026 bereitstellen. Vorgesehen ist unter anderem, bis Ende 2022 mindestens 5.000 unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst neu entstehen zu lassen. Geplant ist zudem breit angelegte Unterstützung bei neuen digitalen Lösungen, etwa für Meldewege.

Bayern schließt Corona-Testzentren an Autobahnen und auf Bahnhöfen

Nach dem Ende der Hauptreisezeit im Sommer stellt Bayern die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September ein. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag stattdessen "bedarfsorientiert" etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.

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loc/news.de/dpa