05.09.2020, 10.14 Uhr

Schock-Fund in Indien: Ärzte holen 7-Kilo-Haarball aus Teenager-Magen

Einer 17-jährigen Inderin wurde ein 7 Kilo schwerer Haarball entfernt. (Symbolbild)

Einer 17-jährigen Inderin wurde ein 7 Kilo schwerer Haarball entfernt. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock/Klaus Eppele

Stimmt es, dass verschluckte Haare nicht verdaut werden, im Magen ein Knäuel bilden und dort Magengeschwüre verursachen können? Ganz offenbar. Den Beweis dafür lieferte jetzt eine 17 Jahre alte Inderin. Ärzte entfernen dem Teenager ein riesiges Haarknäuel aus dem Magen. Ganze sieben Kilo soll der gigantische Haarball gewogen haben.

Ärzte entdecken 7-Kilo-Haarknäuel in Teenager-Magen

Wie aktuell beim britischen "Daily Star" zu lesen ist, waren sogar die Ärzte schockiert, als sie das sieben Kilo schwere Haarknäuel aus dem Magen des jungen Mädchens entfernten. Dem Bericht nach habe die Jugendliche über mehrere Jahre hinweg an ihren Haaren gekaut, was schließlich dazu führte, dass sich immer mehr abgekaute Haare in ihrem Magen sammeln konnten. Entdeckt wurde der monströse Haarball im ostindischen Bundesstaat Jharkhand.

Gigantischer Haarball in sechsstündiger Operation entfernt - Mädchen leidet am Rapunzel-Syndrom

Ganze sechs Stunden benötigten die Ärzte, um Sweety Kumari den XXL-Knäuel aus dem Bauch zu holen. Videoaufnahmen zeigen ein Team von Ärzten, die das Mädchen operieren und die massiv verwickelte Haarmasse aus ihrem Körper holen. Dr. Sahu, der die Operation durchgeführt hat, sagte nach dem Eingriff, dass er eine derart massive Ansammlung von Haaren noch nie zuvor in einem Bauch eines Menschen gesehen hatte. Zunächst hielten Ärzte das Haarknäuel für einen Tumor. Erst später stellte sich schließlich heraus, dass Sweety Kumari seit Jahren an der seltenen Zwangsstörung Trichophagie leidet - auch als Rapunzel-Syndrom bekannt. Betroffene verspüren den Drang, an ihren Haaren zu kauen oder sie zu verschlucken.

Haare können nicht verdaut werden! Das sind die Folgen des Rapunzel-Syndroms

Da Haare nicht biologisch abbaubar sind, können sie sich im Magen ansammeln. Bei Menschen, die ihre Haare kauen und schlucken, bilden sie mit der Zeit Klumpen. Bekannt ist das Verhalten von Katzen. Diese können ihre Haarballen jedoch wieder ausspucken. Bei Menschen, die am Rapunzel-Syndrom leiden, ist das nicht möglich. Bei ihnen führt der Verzehr von Haaren oftmals zu Entzündungen. Macht sich der Haarballen im Bauch früh bemerkbar (z.B. durch Schmerzen oder Gewichtsverlust binnen kürzester Zeit), kann er noch operativ entfernt werden. Ansonsten ist ein Darmverschluss eine häufige Folge des Haarekauens.

Im Fall von Sweety Kumari konnten derartige Folgen verhindert werden. Berichten zufolge befindet sich das Mädchen auf dem Weg der Besserung. Sie wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen, heißt es.

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sba/news.de