18.07.2020, 15.22 Uhr

Pest-Tod in der Mongolei: Junge stirbt an Beulenpest! Kehrt der Schwarze Tod zurück?

Junge (15) ist in der Mongolei an der Pest gestorben. (Symbolfoto)

Junge (15) ist in der Mongolei an der Pest gestorben. (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/ Sof75

Im 14. Jahrhundert hat die Pest 200 Millionen Menschen getötet. Die als "schwarzer Tod" bezeichnete Krankheit wurde aber nie ganz ausgerottet. Ein neuer Pest-Fall aus der Mongolei schürt jetzt die Angst, dass nach der Coronaviruswelle eine neue Pandemie auf uns zu rollt.

Pest-Tod in der Mongolei! Junge stirbt an Seuche nach Verzehr von Murmeltierfleisch

Wie unter anderem die "Daily Mail" berichtet, ist ein 15-jähriger Junge in der westmongolischen Provinz Govi-Altai an der beulenpest gestorben, sagte das Nationale Zentrum für Zoonoseerkrankungen (NCZD) des Landes. Zuvor hatte er hohes Fieber und starb drei Tage später, nachdem er mit seinen Freunden Murmeltierfleisch aß. Die Behörden haben alle seine Kontakte informiert und umgehend unter Quarantäne gestellt. Fünf Distrikte wurden abgeriegelt und von der Außenwelt isoliert.

Behörden warnen vor Pest-Ausbreitung

Aufgrund einer Studie räumte das mongolische Gesundheitsministerium ein, dass in den Altai-Regionen Chinas und Russlands sowie die Mongolei von der Pest bedroht seien. In einer Fernsehsendung bezeichnete die Regionen, als "hochaktive Gebiete mit Murmeltierepidemien".

Es sei "sehr wichtig, keine Murmeltiere zu jagen" oder das Fleisch zu essen, sagte der hohe Beamte Dorj Narangerel. Er fügte hinzu: "Die Murmeltierplage ist sehr giftig. Wir bitten Sie dringend, besonders darauf zu achten, dass die pulmonale Form der Krankheit genauso schnell wie die Coronavirus-Infektion verläuft - aber es ist eine Krankheit, die Menschen sehr schnell töten kann".

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Wie wird die Beulenpest übertragen?

Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst. Die Bakterien werden über Flöhe übertragen, die sich zum Beispiel auf Nagetieren wie Murmeltieren befinden. Symptome sind eine dunkle Hautverfärbung, blutiger Auswurf, Fieber und Schüttelfrost. Wenn die Erkrankung nicht innerhalb von 24 Stunden mit einem Antibiotikum behandelt wird, sterben die Infizierten.

Droht uns in Europa einen neue Seuchen-Pandemie?

Erst kürzlich bestätigten Behörden in der Nachbarprovinz Khovd, dass ein Mann (27) und sein Bruder (17) an der Pest gestorben sind. Auch in Bayan, einer Stadt in der Inneren Mongolei, gab es einen Fall. Genauso wie in China, aber die Infektion hat sich nicht ausgebreitet. Weitere Fälle in anderen teilen der Welt sind nicht bekannt. Bereits im April 2019 starb in der westmongolischen Provinz Bajan-Ulgii ein Paar an der Beulenpest, nachdem es rohes Murmeltierfleisch gegessen hatte.

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bos/sig/news.de