30.05.2020, 14.58 Uhr

Coronavirus-News: Keine Impfung! DIESE Methode soll die Pandemie in 5 Wochen stoppen

Könnte das Coronavirus innerhalb weniger Wochen mit einer anderen Testmethode ausgerottet werden?

Könnte das Coronavirus innerhalb weniger Wochen mit einer anderen Testmethode ausgerottet werden? Bild: AdobeStock / Thaut Images

Unermüdlich forschen Wissenschaftler an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Bis es soweit ist lebt die Menschheit mit Mundschutz, Social Distancing und Reisebeschränkungen und wartet auf die Rückkehr in die Normalität. Nun sorgt ein amerikanischer Genforscher mit einer anderen Methode, um die Pandemie zu beenden, für Aufsehen.

Covid-19-News aktuell: Wissenschaftler will Coronavirus ohne Impfstoff ausrotten

George Church ist sich sicher, dass man die Ausbreitung des Coronavirus auch ohne Impfstoff innerhalb kürzester Zeit zu vergleichsweise geringen Kosten stoppen könne, berichtet "Focus Online". "Wir haben schon jetzt die Werkzeuge in der Hand, die Pandemie zu beenden", sagte der Genomforscher und Molekularbiologe bei der virtuellen Konferenz DLD-Sync.

Flächendeckender Covid-19-Test der gesamten Weltbevölkerung

Die Voraussetzung dafür sind jedoch flächendeckende Tests in der Bevölkerung. Wenn man nämlich alle Erkrankten identifiziert und unter Quarantäne stellt, würde das Virus laut Church aussterben. "Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung eines Impfstoffes lange dauern oder sich sogar als unmöglich herausstellen kann, muss diese Strategie funktionieren. Sie kann nach dem Aufbau der entsprechenden Infrastruktur, also in wenigen Monaten, das Coronavirus regional, national, kontinental und schließlich weltweit ausrotten", sagt Church weiter. Das Problem: Weltweit sind die Test-Kapazitäten viel zu gering. Zwar haben viele Staaten ihre Kapazitäten bereits erweitert. Um die Ausbreitung des Virus aber wirklich zu stoppen, müssten Millionen Menschen getestet werden, auch die mit nur milden oder gar keinen Symptomen.

Kostengünstig und Schnell! Corona-Test mit Hilfe von Genomsequenzierung

Mit Hilfe modernster Technologie könnte man jedoch alle Corona-Infizierten ausmachen. Vor 20 Jahren entschlüsselten Wissenschaftler im Humangenomprojekt das menschliche Erbgut. "Wir können diese enormen Sequenzierungskapazitäten heute nutzen, um alle Infizierten in einem Land, Kontinent oder auf der Welt zu identifizieren und unter Quarantäne zu stellen", sagt Church, der damals an dem Humangenomprojekt beteiligt war.

Mit den Sequenziermaschinen, die weltweit zur Verfügung stehen, werden bereits jetzt Tumor-Patienten untersucht. Man kann diese Technologie auch nutzen, um die RNS (Ribonukleinsäure) des Coronavirus nachzuweisen. Dieser Test wäre anders als der übliche Covid-19-Test kostengünstig und schnell. Es wäre möglich Millionen Proben gleichzeitig zu analysieren. Pro Test würden nur wenige Euro anfallen.

Selbsttest der Bevölkerung! Coronavirus innerhalb von 5 Wochen tot

Auch andere Forscher sind von dieser Methode überzeugt."Im Prinzip ist die Idee ganz einfach", erklärt der Genetiker Hans Lehrach gegenüber der "Berliner Zeitung". "Wir schicken jedem Menschen in Deutschland etwa fünf Proberöhrchen. Jede Woche öffnet man eins, transferiert eine bestimmte Menge Speichel hinein und schickt es an eine zentrale Sammelstelle." Diese Proben werden dann in regionalen Analysezentren verarbeitet und sequenziert. Aus dem Ergebnis können Wissenschaftler dann herauslesen, wer das Virus aktuell hat und wer nicht. Wer infiziert ist, muss solange in Quarantäne, bis er nicht mehr ansteckend ist.

Um wirklich alle Infizierten zu erfassen, müsste man den Test mehrmals wiederholen. Etwa fünf Wochen lang, ist sichLehrach sicher. Mit diesem "Test aller auf einen Schlag" sollte das Coronavirus innerhalb weniger Wochen verschwinden."In Anbetracht der Dringlichkeit sollten wir kollektiv imstande sein, innerhalb weniger Monate eine leistungsfähige Infrastruktur für populationsweite Tests aufzubauen sowie die dazu notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen", heißt es in einem Gastbeitrag von Church und Lehrach in der FAZ.

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bua/sba/news.de