05.05.2020, 10.05 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Waschzwang und Co. - Zwangsstörungen werden zunehmen

Führen die Hygienemaßnahmen zur Corona-Eindämmung bei uns zu mehr Zwangsstörungen?

Führen die Hygienemaßnahmen zur Corona-Eindämmung bei uns zu mehr Zwangsstörungen? Bild: (Symbolbild) Racle Fotodesign/AdobeStock

Wegen der Corona-Pandemie gehen Experten von einem Anstieg an Erkrankten mit Zwangsstörungen aus. Nicht nur das Gebot zum häufigen Händwaschen könnte dazu beitragen.

Auch psychisch Gesunde können nun Zwänge entwickeln

"Wenn die Krise vorbei ist, dann werden sicherlich eine ganze Menge übrig bleiben, bei denen sich eine Zwangsstörung bildet", sagt Wolf Hartmann, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ) gegenüber. Psychiatrie-Facharzt Andreas Wahl-Kordon prognostiziert ebenfalls einen Anstieg der Erkrankten: Durch die hohe Präsenz der Pandemie in Medien und die Corona-Beschränkungen bekämen viele Angst, die sonst nichts mit Zwang und "Kontaminationsbefürchtung" zu tun hätten.

Zwei Prozent der Deutschen leiden bereits an Zwangsstörungen

Auch die Bundespsychotherapeutenkammer hält eine Zunahme für realistisch, doch ganz sicher ließe sich das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung haben laut Wahl-Kordon von der Oberberg Fachklinik Schwarzwald eine Zwangserkrankung. Stress und schwerwiegende Lebensereignisse, wie der Tod oder eine schwere Erkrankung von Angehörigen können nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer eine Zwangserkrankung auslösen.

Schon gelesen? SO tödlich sind Corona-Verschwörungstheorien

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sig/news.de/dpa