19.03.2020, 08.51 Uhr

Coronavirus-Maßnahmen 2020 aktuell: DIESE Corona-Regeln müssen Sie jetzt UNBEDINGT einhalten

Diese Corona-Regeln müssen Sie jetzt kennen.

Diese Corona-Regeln müssen Sie jetzt kennen. Bild: Adobe Stock/shintartanya

Das Coronavirus hat Deutschland weiter fest im Griff. Am Montag bleiben hierzulande erstmals flächendeckend Schulen und Kitas wegen des Coronavirus geschlossen. Auch der Grenzverkehr wird deutlich eingeschränkt. Um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen werden die Maßnahmen immer strenger. Welche Corona-Regeln aktuell für Deutschland gelten, das erfahren Sie hier im Überblick.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Coronavirus aktuell: Deutschland macht die Grenzen dicht

In der Coronavirus-Krise führt Deutschland am Montag umfassende Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen zur Schweiz, Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark ein. "Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Sonntagabend in Berlin. Die Entscheidung werde am Montag ab 08.00 Uhr greifen.

Diese Corona-Regeln treten in den Bundesländern in Kraft

Bayern

Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten. Ab Dienstag wird zudem das öffentliche Leben in Bayern noch einmal massiv eingeschränkt. Zunächst sollen dann alle Bars, Kinos, Spielplätze, Sportplätze und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen müssen.

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Virus sollen aber weiter alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen in Bayern geöffnet bleiben. Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen werktags bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben, dann bis 18.00 Uhr. Restaurants und Betriebskantinen dürfen in Bayern nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr öffnen.

Auch Schulen und Kitas bleiben vorerst dicht. Die Einrichtungen würden zunächst bis zum Ende der Osterferien am 19. April geschlossen bleiben. In Altenheimen und Krankenhäusern gilt ab sofort ein begrenztes Besuchsrecht: Nur noch ein Besucher pro Tag und Patient. Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft setzt der Freistaat außerdem die Schuldenbremse außer Kraft.

Berlin

Berliner Schulen und Kitas sind vom Montag, dem 16.03.20, an geschlossen. Den Anfang machen am Montag die Oberstufenzentren. Von Dienstag an werden die allgemeinbildenden Schulen bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Berlin verbietet wegen der Coronakrise ab sofort alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Darüber hinaus dürfen Patienten im Krankenhaus keinen Besuch mehr empfangen - Ausnahme seien solche unter 16 Jahren und Schwerstkranke.

Ausnahmen gibt es für Restaurants: Gaststätten, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird, dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben. Auch Prostitution wurde in der Hauptstadt untersagt.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg schließen die Schulen ab Montag bis nach Ostern. Zudem warnte die Landesregierung davor, Großeltern bei der Kinderbetreuung einzusetzen. Die Stadt Stuttgart untersagte währenddessen "Prostitution aller Art".

Brandenburg

In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Brandenburgs Nachbarland Polen hat die Grenze seit dem 15. März geschlossen, für zunächst zehn Tage. Die Landesregierung verhandelt mit Polen über Ausnahmen von Grenzschließung für alle, die im Grenzgebiet arbeiten. Seutererklärungen können aktuell noch nur elektronisch eingereicht werden, nachdem die Finanzämter für den Besucherverkehr dicht gemacht haben.

Sachsen

Sachsen ordnet ab kommenden Montag eine schulfreie Zeit für öffentliche Schulen an. Die Kinder können demnach zu Hause bleiben, eine Betreuung an Schulen wird sichergestellt. Eine Schulpflicht besteht nicht. Privat-Pesonen müssen künftig ihre Veranstaltungen ab 200 Teilnehmern dem Ordnungsamt melden - diese Veranstaltungen können nach strenger, detaillierter Prüfung anhand der Kriterien des Robert-Koch-Instituts und gegebenenfalls unter Auflagen stattfinden.

Bremen

In Bremen schließen ab Montag, 16. März alle Schulen und Kitas. Privatveranstaltungen mit über 250 Personen beim Ordnungsamt angezeigt werden. Ab Montag schließen laut des Sprechers der Bremer Sport- und Sozialbehörde alle städtischen Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien. Die Schwimmbäder sind davon ausgenommen.

Hamburg

In Hamburg bleiben die Schulen nach den Frühlingsferien bis zum 29. März geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Zudem hat der Senat alle Veranstaltungen untersagt. Auch Schwimmbäder haben den Betrieb eingestellt.

Mecklenburg-Vorpommern

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Rückkehrer aus Krisen-Gebieten dürfen unter anderem folgende Einrichtungen nicht betreten: Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser, Dialyse-Einrichtungen, Hochschulen und Einrichtungen öffentlicher Verwaltung.

Niedersachsen

Niedersachsen schließt von Montag an alle Schulen und Kitas zunächst für fünf Wochen bis zum 18. April. Abiturienten sind bereits ab dem 15. April wieder schulpflichtig! (Stand: 16.03.) Ein Lüneburger Gymnasium schickt wegen eines Corona-Fall süber 1000 Schüler und 100 Lehrer in Quarantäne.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen schließen ab Montag, 16. März alle Schulen und Kitas bis zu den Osterferien. Auch wurden bereits alle Fitness-Studios, Sport-Einrichtungen, Kinos und Theater geschlossen.

Schleswig-Holstein

Kitas, Schulen, Horte bleiben ab Montag dicht - bis zum Ende der Osterferien. Vorübergehend geschlossen werden: Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Saunen, Volkshochschulen, Musikschulen, öffentliche und private Bildungseinrichtungen, Sportvereine und andere Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Spielhallen und Einrichtungen des Prostitutionsgewerbe. Alle öffentlichen Veranstaltungen sind vorerst untersagt. Vorgaben für Restaurants: Besucherregistrierung der Kontaktdaten (zum Beispiel über die Girokartenabrechnung), damit im Falle einer festgestellten Infektion Kontaktpersonen ermittelt und geschützt werden können. Außerdem gilt die Vorgabe für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern.

Hessen

In Hessen gilt ab Montag keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Bis zu den Osterferien findet kein Unterricht mehr statt. Die Schulen bleiben aber geöffnet. Das Landeskabinett hat jegliche öffentliche Termine abgesagt. Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern wurden untersagt.

Saarland

Das Saarland hat bekanntgegeben, dass landesweit Schulen und Kindertagesstätten ab Montag, 16. März, bis Ende der Osterferien geschlossen werden. Wegen des Coronavirus stellt das Saarland ab Montag auch den grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr nach Frankreich bis auf weiteres ein.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz schließt mehr als 2500 Kitas und rund 1600 Schulen. Betreuung und Unterricht bleiben bis Ende der Osterferien am 17. April eingestellt

Thüringen

In Thüringen bleiben ab Dienstag alle Schulen und Kitas geschlossen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern in Thüringen untersagt worden.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen und Kitas im ganzen Land bis zum 13. April.

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sba/news.de/dpa
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