10.03.2020, 19.37 Uhr

Coronavirus-Forschung aktuell: Labor steckt Menschen absichtlich mit Covid-19-Virus an - für 4.000 Euro!

Würden Sie es tun? Ein englisches Labor zahlt Freiwilligen 4000 Euro, wenn sie sich mit dem Coronavirus anstecken lassen.

Würden Sie es tun? Ein englisches Labor zahlt Freiwilligen 4000 Euro, wenn sie sich mit dem Coronavirus anstecken lassen. Bild: peterschreiber.media/AdobeStock

Wissenschaftler rund um die Welt forschen unermüdlich an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Ein Forschungslabor in England bietet Test-Probanden nun umgerechnet 4000 Euro, wenn sie sich freiwillig mit dem Corona-Erreger infizieren lassen. Das berichtet aktuell der britische "Daily Star".

Coronavirus-Forschung sucht nach mutigen Probanden

Je stärker das neuartige Coronavirus grassiert, desto bemühter sind wir Deutschen, von einer Ansteckung verschont zu bleiben. Wir kaufen Regale-weise Desinfektionsmittel, sagen die Teilnahme an Konzerten ab und verzichten sogar auf den regelmäßigen Kinobesuch. Doch was wäre, wenn uns jemand Geld dafür bezahlen würde, wenn wir uns mit dem neuartigen Erreger infizieren lassen? Ein Labor in London, England, zahlt freiwilligen Probanden eine Geldsumme von 3.500 Pfund (umgerechnet 4.046 Euro), wenn sie sich freiwillig mit dem neuartigen Coronavirus anstecken lassen.

Im Coronavirus-Experiment soll Impfstoff gefunden werden

Das Experiment zielt darauf ab, einen Impfstoff gegen den tödlichen COVID-19-Erreger zu entwickeln. Nach der Infizierung der Probanden mit zwei der speziell vorbereiteten Erreger-Stämme von SARS-CoV-2 sollen sie für zwei Wochen in dem Labor im Osten Londons in Quarantäne beobachtet und untersucht werden.

Probanden bekommen mildere Form der Corona-Erreger injiziert

Angst, Folgeschäden davonzutragen oder gar an der Corona-Infektion zu sterben, brauchen die Freiwilligen nicht haben. Bei den beiden Erregerstämmen, die die Probanden gespritzt bekommen, handelt es sich um mildere Varianten des grassierendenSARS-CoV-2, bei denen die Krankheit weniger schwer verläuft.

Das Forschungsunternehmen "hVIVO", zu dem das Labor im Osten Londons gehört, wird zwei Gruppen von jeweils 24 Probanden mit den Strängen "0C43" und "229E" injizieren, um Impfstoffe und Arzneien zu entwickeln und zu testen.

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Strikte Regeln während der Quarantäne

Während ihrer zweiwöchigen Quarantäne ist den Probanden jeglicher physikalischer Kontakt zur Außenwelt untersagt. Auch ihr Speiseplan unterliegt strengen Richtlinien. Außerdem müssen sie sich täglichen Untersuchen und Experimenten unterziehen. Die Medikamente und Stoffe, die am besten bei den Probanden anschlagen, sollen später an "echten" Patienten getestet werden.

Belohnung für Impfstoff wird auf 1,9 Milliarden Euro geschätzt

Wie der "Daily Star" berichtet, wird die Belohnung für denjenigen, der als erstes einen funktionsfähigen Impfstoff auf den Markt bringt, mehr als 1,9 Milliarden Euro betragen. Das war die Summe, die der französische Pharmakonzern "Sanofi" im letzten Jahr allein durch seine Grippe-Impfung verdient hatte. Die Corona-Impfung dürfte laut Schätzungen des "Daily Star" weitaus großzügiger ausfallen. Kein Wunder, dass sich die Labore und Pharmakonzerne ihre freiwilligen Probanden einiges kosten lassen.

Laut WHO sind derzeit über 20Covid-19-Impfungen in Arbeit.

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sig/sba/news.de
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