17.02.2020, 09.04 Uhr

Vermisstenfall Rebecca Reusch: Handy-Video entdeckt! Wird die vermisste Schülerin endlich gefunden?

Ein Porträt zeigt die vermisste Rebecca Reusch aus dem Neuköllner Ortsteil Britz.

Ein Porträt zeigt die vermisste Rebecca Reusch aus dem Neuköllner Ortsteil Britz. Bild: dpa

Am 18.02.2019 verschwand die Berliner Schülerin Rebecca Reusch spurlos. Seither fehlt von der heute 16-Jährigen jede Spur. Zuletzt wurde das seit mittlerweile einem Jahr vermisste Mädchen in Alt-Buckow im Haus ihrer großen Schwester gesehen, wo sie zuvor übernachtet hatte. Nachdem sie am nächsten Morgen nicht in der Schule erschienen war, wurde sie als vermisst gemeldet. Seither verliert sich die Spur des jungen Mädchens. Nun jedoch könnte ein neues Video von Rebeccas Handy neue Hinweise auf den Verbleib des Teenagers liefern.

Rebecca Reusch seit einem Jahr vermisst: RTL-Techniker finden Video auf Rebeccas Handy

Auch knapp ein Jahr nach Rebeccas Verschwinden geht die Polizei davon aus, dass die damals 15-Jährige ermordet wurde. Wo und von wem, völlig unklar. Die Familie des Mädchens will die Hoffnung, Rebecca lebend zu finden, dennoch nicht aufgeben. Und tatsächlich scheint es nun, knapp ein Jahr nach Rebeccas Verschwinden endlich eine neue Spur zu geben. So ist es RTL-Technikern gelungen, ein Back-up von Rebeccas Handy herzustellen.

Neues Video aufgetaucht! Führen die neuen Aufnahmen zur vermissten Rebecca?

Wie der Sender schreibt, wurden dabei Fotos sowie zwei Videos sichergestellt, die die Jugendliche zwei Tage vor ihrem Verschwinden beim Tanzen zeigen sollen. Aufgenommen habe Rebecca die Clips mit derApp "Tiktok", sie tanze darauf unter anderem zum Spice-Girls-Hit "Wannabe", heißt es. Im Gespräch mit RTL erzählte ihre Mutter Brigitte Reusch, dass Rebecca gerne Fotos und Videos von sich gemacht habe. Sie seien sehr froh darüber, dass sie die letzten Aufnahmen von Rebecca jetzt haben. "Es ist auf jeden Fall sehr wertvoll, man hat so wenig von den letzten Tagen, man war ja nicht drauf vorbereitet", erklärt Rebeccas Schwester Vivien im Gespräch mit RTL.

Verschwundene Rebecca - Familie glaubt nicht an ihren Tod

Vor einem Jahr verschwand die 15-jährige Rebecca aus Berlin spurlos - aber ihre Mutter glaubt weiterhin nicht an den Tod ihrer Tochter. "Natürlich kann sie auch tot sein, aber dieses Gefühl habe ich nicht", sagte sie dem Sender RTL (Freitag). Rebecca sei vermutlich entführt worden. "Jetzt ist es ein Jahr vorbei, man hat nichts gefunden. Und ich denke, sie ist wirklich eingesperrt." Die Familie leide nach wie vor sehr unter dem Verlust und trauere jeden Tag. "Mit dem Tod könnte ich umgehen, aber die Ungewissheit, das ist furchtbar."

Die Familie glaubt bis jetzt nicht, dass Rebeccas Schwager, den die Polizei verdächtigt, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Die Schwester beteuerte mit Blick auf ihren Mann: "Auch wenn die Polizei davon fest überzeugt war, stand das für uns nie zur Debatte. Und steht nicht zur Debatte."

Mehr zum Thema:Seit einem Jahr vermisst! Hat die Polizei die Suche längst aufgegeben?

Rebecca Reusch weiter vermisst: Bislang keine heiße Spur im Vermisstenfall

Nach wie vor sind beide davon überzeugt, dass Rebecca noch am Leben ist und irgendwo gegen ihren Willen festgehalten wird. Das neue Material, das die Vermisste nur wenige Tage vor ihrem Verschwinden zeigt, hat der Sender RTL mittlerweile der Polizei übergeben. Es bleibt abzuwarten, ob sich neue Hinweise aus den Videos entnehmen lassen. Die Ermittler hatten sich bereits kurze Zeit nach Rebeccas Verschwinden auf ihren Schwager Florian R. festgelegt. Der Koch hatte sich bei der Befragung immer wieder in Widersprüche verwickelt. Noch immer sind die Ermittler davon überzeugt, dass der 27-Jährige etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun hat. Doch die Indizien gegen den Verdächtigen reichten nicht aus. Rebeccas Schwager wurde schließlich wieder freigelassen."Er ist nach wie vor unser Hauptverdächtiger",sagte Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage von "Focus Online". Rebeccas Familie steht trotz des Verdachts der Polizei weiter hinter dem Verdächtigen.

Fall Rebecca Reusch ist kein Cold Case

Solange es keine Leiche gibt, scheint der Fall unlösbar. Dennoch wollen die Ermittler nicht aufgeben. Auch wenn es aktuell keine neuen Hinweise auf den Verbleib der Schülerin gibt, ist Rebeccas Fall kein Cold Case (deutsch: kalter Fall). "Es ist bei weitem kein Cold Case, denn hier laufen noch Ermittlungen, es werden noch Hinweise abgearbeitet", zitiert "Focus Online" Martin Steltner. Die Ermittlungen zu dem rätselhaften Vermisstenfall dauern weiter an.

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sba/news.de/dpa
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