21.01.2020, 12.15 Uhr

Promille-Baby geboren: Kind kommt mit 3,2 Promille auf die Welt

In Polen kam ein Baby mit 3,2 Promille im Blut zur Welt und starb.

In Polen kam ein Baby mit 3,2 Promille im Blut zur Welt und starb. Bild: AdobeStock/ivan kmit (Symbolbild)

In Polen kam ein Baby mit mehr als drei Promille im Blut und schweren genetischen Fehlbildungen zur Welt. Dreieinhalb Wochen nach der Geburt erlag das Kind seinen schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden. Wie konnte es so weit kommen?

Mutter kam sturzbetrunken zur Geburt

Das Baby kam laut Nachrichtenagentur PAP vor Weihnachten in einem Krankenhaus in Nowy Dwor Mazowiecki bei Warschau zur Welt. "Sowohl die 44-jährige Mutter als auch das Neugeborene hatten mehr als 3,2 Promille Alkohol im Blut", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Baby wurde im Krankenhaus behandelt.

Schwere Fehlbildungen durch Alkoholsucht der Mutter

Obwohl es sich nicht um eine Frühgeburt, sondern um eine natürliche Geburt in der 28. Schwangerschaftswoche gehandelt haben soll, sei das Kind laut Medienberichten stark von genetischen Fehlbildungen betroffen gewesen, die vermutlich auf regelmäßigen Alkoholkonsum der Mutter zurückzuführen seien. "Die Leiche des Kindes wird heute obduziert", sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Dienstag in Warschau.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Säufer-Mutter

Gegen die Mutter ermittelte die Staatsanwaltschaft zunächst wegen schwerer Körperverletzung – von der gerichtsmedizinischen Untersuchung erhoffe man sich nun Klarheit über die genaue Todesursache. Die Frau habe ihre Schuld bereits in Teilen anerkannt. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.

Alarmierend: Jede vierte Frau trinkt Alkohol während der Schwangerschaft

Laut einer kanadischen Studie trinkt in Europa jede vierte schwangere Frau einmal Alkohol während ihrer Schwangerschaft. Doch schon einmaliger Alkoholkonsum kann das Ungeborene schädigen und zu irreparablen Entwicklungsschäden führen. Besser für Mutter und Kind wäre es, während der circa 40 Wochen ganz auf das Nervengift zu verzichten.

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sig/rut/news.de/dpa
Rosa Vollmond am 08. AprilCoronavirus-NewsCoronavirus-News aktuellNeue Nachrichten auf der Startseite