09.01.2020, 19.34 Uhr

Verheerende Buschbrände in Australien: Wie wirkt sich Zyklon Blake auf die Feuerkatastrophe aus?

Ein Zyklon ist auf Australiens Küste gestoßen.

Ein Zyklon ist auf Australiens Küste gestoßen. Bild: AdobeStock / mode_list

Australien kommt nicht zur Ruhe: Seit Monaten toben verheerende Buschbrände im Osten von Down Under. Ganze Landstriche sind völlig zerstört. In ganz Australien ist mittlerweile eine Fläche von 8,4 Millionen Hektar verbrannt. Auch die Zahl der Toten steigt. Bislang sind seit Beginn der Brände im Oktober 2019 fast 30 Menschen ums Leben gekommen. Dramatisch auch die Opfer in der Tierwelt: Die WWF geht aktuell von 1,25 Milliarden toten Tieren aus. Nun droht auch noch dem Westen des Landes Ungemach. Zyklon Blake trifft auf Australien.

Zyklon Blake 2020 über Australien - Wie wirkt sich der Wirbelsturm auf die Buschfeuer aus?

Zwar hat der Hurrikan nur eine Stärke der Kategorie 1, dennoch können dabei Windgeschwindigkeiten von 119 bis 153 Stundenkilometern auftreten.Sobald ein Wirbelsturm auf Land trifft, verliert er enorm an Kraft. In der Nacht zum Mittwoch erreichte Zyklon Blake nun den Nordwesten Australiens. Meteorologen gehen davon aus, dass Blake nun zu einem Tiefdruckgebiet zerfällt. Doch auch dann bringt der Ex-Zyklon dem Land Unwetter. Wetterexperten gehen davon aus, dass bis zum Donnerstagmorgen in den betroffenen Küstenregionen bis zu 200 bis 250 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen werden. Außerdem wird vor Sturm- und Orkanböen gewarnt.

Während im Nordwesten des Landes vor Starkregen gewarnt wird, sehnen sich die Regionen, in denen die Buschbrände wüten, nach derartigen Regenfällen. Doch der Südosten bekam die Auswirkungen von Blake nur schwach zu spüren. Etwas Regen und Temperaturen um 23 Grad bescherten den Feuerwehrleuten in den Brandregionen eine kleine Atempause. Der Kampf gegen die Flammen ist dadurch aber noch lange nicht vorbei: Im besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales tobten am Mittwoch noch weit mehr als 100 Feuer.

Hitze-Alarm in Australien! Heftiger Wind könnte Buschbrände anfeuern

Am Freitag (10.01.2020) könnte sich die Lage in Australien noch einmal zuspitzen: Dann werden in den Brandgebieten teilweise Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet. Zusätzlich könnte Wind die Feuer verschlimmern. Doch es gibt auch gute Nachrichten! Das sogenannte Megafeuer bei Gospers Mountain im Nordwesten Sydneys könnte bis Freitag eingedämmt sein, schätzt der für Notfälle zuständige Minister von New South Wales, David Elliot.

Die Rauchfahne der Buschbrände erreichte mittlerweile sogar Chile und Argentinien. Der Rauch überquerte über 11.000 Kilometer den Pazifischen Ozean bis an die chilenische Küste. Der wolkenlose Himmel erschien in Zentral-Chile durch die Rauchpartikel ergraut. Auch in Argentinien war der Rauch vom südlichen Patagonien bis in die zentralen Provinzen Córdoba und Buenos Aires sichtbar, wie die argentinische Wetterwarte SNM berichtete.

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bua/fka/news.de/dpa
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