01.01.2020, 14.34 Uhr

Silvester 2019/20 im News-Ticker: Feuerwehr im Dauereinsatz! Mann (30) tot nach Böllerunfall

Silvester 2019/2020 wird weltweit mit prächtigen Feuerwerken gefeiert.

Silvester 2019/2020 wird weltweit mit prächtigen Feuerwerken gefeiert. Bild: Monika Skolimowska / ZB / picture alliance / dpa

Mit Partys und Feuerwerk haben Milliarden Menschen in der Nacht zum Mittwoch das neue Jahr und die 20er Jahre willkommen geheißen. Der Inselstaat Samoa startete nach Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) schon um 11 Uhr vormittags als erstes Land der Welt ins neue Jahr. Um 14 Uhr MEZ war es in Sydney soweit, um 22 Uhr in Moskau. In Deutschland gab es vor Silvester erneut eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Lärm, Klimaschutz und Aggressionen rund um die Jahreswechselnacht.

+++ 01.01.2020:Polizist angegriffen - Ermittlungen wegen versuchten Mordes +++

 

Nach einem Angriff auf einen Polizisten bei Ausschreitungen in Leipzig ermittelt das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die konkreten Tatumstände und Verletzungen, die ein Beamter erlitten habe, hätten die Staatsanwaltschaft zur Hochstufung veranlasst, sagte LKA-Sprecher Sprecher Tom Bernhardt am Mittwoch. Zuerst war wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. Genauere Angaben wollte Bernhardt nicht machen.

In der Silvesternacht wurde im Leipziger Stadtteil Connewitz ein 38 Jahre alter Polizist schwer von Pyrotechnik verletzt. Mehrere Menschen hätten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen, so die Polizei. Dem Polizisten sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert wurde, hieß es aus Polizeikreisen.

Der 38-Jährige verlor das Bewusstsein. Er musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. "Hier wurde jemand gezielt angegriffen und schwer verletzt", sagte Bernhardt. Der Täter sei bislang unbekannt. Die Soko LinX des Polizeilichen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTAZ) Sachsen des LKA ermittelt.

Drei weitere Beamte erlitten in der Nacht in Connewitz leichte Verletzungen. Die Polizei nahm neun Menschen fest, drei von ihnen wurden in der Nacht wieder entlassen. Im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

+++ 01.01.2020: Unfall mit Feuerwerkskörper - Mann stirbt im Elsass +++

Ein 30-Jähriger ist im Elsass bei einem Unfall mit einem Feuerwerkskörper ums Leben gekommen. Der Mann starb in der Silvesternacht in Hagenau in der Nähe von Straßburg, wie die örtliche Präfektur am Mittwoch mitteilte. Die Staatsanwaltschaft untersuche den Fall. Berichten nach soll der Feuerwerkskörper im Gesicht des Mannes explodiert sein. Der Fall stehe nicht im Zusammenhang mit städtischer Gewalt, berichtete die Zeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace". Die Zeitung schrieb, dass in der Region Straßburg in der Silvesternacht schätzungsweise mehr als 200 Fahrzeuge angezündet worden seien.

+++ 01.01.2020: Pobacken als Abschussrampe - 22-Jähriger in Österreich verletzt +++

Diese Mutprobe ging mächtig schief: In Österreich hat sich in der Silvesternacht ein 22-Jähriger eine Feuerwerksrakete zwischen die nackten Pobacken klemmen und anzünden lassen - die Rakete hob aber nicht ab. Wie die Polizei mitteilte, habe sich der junge Mann nach eigenen Angaben erschreckt und daher die Gesäßbacken zusammengekniffen. Die Rakete explodierte daher unweit seines Hinterns. Der 22-Jährige verletzte sich bei dem kuriosen Vorfall und musste ins Krankenhaus Wels gebracht werden.

+++ 01.01.2020: Silvesterrakete trifft Frau im Gesicht - Polizei ermittelt +++

Eine 39-Jährige ist in der Silvesternacht im niedersächsischen Ilsede bei Peine von einer Rakete im Gesicht getroffen worden. Die Frau erlitt eine Schnitt- und Risswunde an der Unterlippe und musste genäht werden, wie die Polizei an Neujahr mitteilte. Den Angaben zufolge wurde die Silvesterrakete aus einer Gruppe heraus parallel zur Straße gezündet. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

+++ 01.01.2020: Böllerschütze schießt sich selbst in den Arm +++

Beim traditionellen Böllerschießen am Silvesterabend im bayerischen Berchtesgaden hat sich bei einem 19-Jährigen ein Schuss gelöst und den Mann am Oberarm verletzt. Ein Fremdverschulden kann nach ersten Ermittlungen ausgeschlossen werden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein Notarzt kümmerte sich vor Ort um den Mann, schickte ihn dann aber in eine Klinik. Warum sich der Schuss nach dem Laden der Waffe löste, konnten die Ermittler zunächst noch nicht sagen.

+++ 01.01.2020: Qualm und Rauch stauen sich: Fehlalarme in Stuttgart +++

Die Kombination aus Wetterlage und Feuerwerk hat der Stuttgarter Feuerwehr in der Silvesternacht viele Einsätze wegen Fehlalarmen von Brandmeldern eingebracht. Qualm und Rauch seien nicht nach oben abgezogen, sondern hätten sich am Boden gestaut, erklärte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle an Neujahr. Insgesamt sei die Silvesternacht für die Feuerwehr Stuttgart aber ruhiger als in den vergangenen Jahren gewesen, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 01.01.2020: Berliner Feuerwehr im Dauereinsatz - aber weniger Übergriffe +++

Die Berliner Feuerwehr ist in der Silvesternacht 1.523 Mal im Einsatz gewesen - das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor mit 1.385 Einsätzen. Zwischen 19.00 und 6.00 Uhr wurden die Feuerwehrleute allein 617 Mal zu Bränden gerufen, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen auf Twitter mitteilte. Auch diese Zahl lag deutlich höher als in der Silvesternacht 2018/19 mit 432 Bränden. Rettungskräfte in der Hauptstadt halfen in 940 Fällen, 894 waren es im Jahr davor. Hinzu kamen 100 sonstige Einsätze. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, das waren weniger als Silvester vor einem Jahr, als 49 Übergriffe gezählt wurden.

+++ 01.01.2020: Die meisten halten sich an neue Böllerverbotszone in München +++

Die neue Verbotszone für Silvesterfeuerwerk in der Münchner Altstadt ist gleich im ersten Jahr von den meisten akzeptiert worden. Es sei nur vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. "Einzelne dieser Fälle wurden von der Polizei mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet." Rund 20.000 Menschen waren den Angaben zufolge in der Nacht auf dem Marienplatz und in den angrenzenden Fußgängerzonen unterwegs.

Erstmals galt in Teilen der Altstadt ein Verbot, wie es etwa an den bayerischen Schlössern, Burgen und Residenzen generell der Fall ist. Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle hatte dazu erklärt: "Die Kombination aus enger Bebauung, dicht gedrängt stehenden Menschen, Alkohol und Pyrotechnik führte dazu, dass man sich nicht mehr sicher sein konnte, den Jahreswechsel im Herzen Münchens unbeschadet zu überstehen. Waagrecht gezielt in Menschenmengen hinein abgefeuerte Raketen waren in den vergangenen Jahren leider keine Seltenheit."

Insgesamt berichtete die Münchner Polizei von mehr als 230 "silvestertypischen Einsätzen". Allein 77 Mal sei es um Pyrotechnik gegangen, 49 Mal um Brände und 42 mal um Ruhestörungen.

+++ 01.01.2020: Heiratsantrag auf großer Bühne - Romantisches Silvester in Berlin +++

Für diesen besonderen Moment hat sich ein Mann am Silvesterabend die größtmögliche Bühne ausgesucht: Vor Tausenden Menschen auf der Berliner Festmeile vor dem Brandenburger Tor machte ein Besucher seiner Partnerin einen Heiratsantrag. Und für seinen Mut wurde er auch belohnt - sie sagte Ja. Die beiden konnten als Ehepaar in spe auf Deutschlands größter Silvesterparty in das neue Jahr feiern.

+++ 01.01.2020: New Yorker Times Square: Rund eine Million Menschen begrüßen 2020 +++

Mit großem Jubel, Konfettiregen und ausgelassenem Gesang haben rund eine Million Menschen das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Um Mitternacht wurde traditionsgemäß ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt, der sogenannte "ball drop". Danach stimmten die Feiernden die Lieder "Auld Lang Syne" und "New York, New York" an. Auf mehreren Bühnen waren zuvor unter anderem der Rapper LL Cool J, die Sängerin Alanis Morissette und die Bands Village People und BTS aufgetreten.

Viele Menschen waren schon am Vormittag zum Times Square mitten in Manhattan gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Das Großereignis auf dem Times Square fand erstmals 1904 statt, als die Zeitung «New York Times» die Eröffnung ihres neuen Verlagshauses an dem zentral gelegenen Platz in Manhattan mit einem Silvester-Feuerwerk feierte. Seitdem ist die Party vor allem bei Touristen sehr beliebt. Im Central Park gab es um Mitternacht den Startschuss für ein großes Feuerwerk und einen traditionellen rund sechs Kilometer langen Silvester-Lauf durch den Park, an dem jedes Jahr tausende Menschen teilnehmen.

+++ 01.01.2020: Zwischenfälle bei Silvesterfeiern in Hongkong - Demonstration geplant +++

Bei den Silvesterfeiern in Hongkong ist es in der Nacht zu Zwischenfällen gekommen. Radikale Aktivisten warfen Brandsätze und blockierten Straßen. Die Polizei ging mit Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray vor. Im Vergleich zu den Weihnachtstagen waren allerdings weniger Menschen aus Protest gegen die Regierung auf die Straßen gegangen.

An diesem Neujahrstag wird eine größere Demonstration erwartet, die von der Polizei auch erlaubt wurde. Die Organisatoren von der Civil Human Rights Front hatten in den vergangenen Monaten bereits mehrere Groß-Demonstrationen in Chinas Sonderverwaltungsregion abgehalten.

Seit einem halben Jahr demonstrieren die Hongkonger gegen die Regierung, den wachsenden Einfluss Peking und Polizeibrutalität bei den anhaltenden Protesten. Sie fordern echte Demokratie und mehr Selbstbestimmung. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert.

Die sieben Millionen Hongkonger genießen - anders als die Menschen in der Volksrepublik - viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten. Auch fordern sie echte Demokratie, wie es ihnen beim Souveränitätswechsel in Aussicht gestellt worden war.

Aus Sicherheitsgründen wegen der anhaltenden Proteste war das städtische Feuerwerksspektakel zum Jahreswechsel um Mitternacht abgesagt worden. Stattdessen gab es eine Lichtshow, auch wurden von einigen Hochhäusern dennoch kleinere Feuerwerksdisplays abgeschossen. Aber Touristen zeigten sich enttäuscht über die deutlich reduzierten Feierlichkeiten, die jedes Jahr viele Reisende in die asiatische Hafenmetropole locken.

"Ich habe auf dem Weg nach Malaysia halt gemacht", sagte der 40-jährige Rene Naglev. "Wir haben uns hier mit Freunden getroffen und hatten erwartet, Feuerwerk zu sehen, und ich bin enttäuscht, sehe auch den Grund nicht, warum es abgesagt wurde." Die Proteste haben ohnehin schon zu einem starken Rückgang der Zahl an Touristen geführt.

+++ 01.01.2020: Brasilianer begrüßen neues Jahr mit Feuerwerk an der Copacabana +++

Hunderttausende Menschen haben in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro das neue Jahr begrüßt. Einheimische und Touristen verfolgten in der Nacht auf Mittwoch am Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden von zehn Flössen aus 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 erwarteten die Veranstalter rund drei Millionen Menschen.

Vor und nach dem Feuerwerk traten auf mehreren Bühnen an der Copacabana Musiker und DJs auf. Auch in anderen Vierteln der Strandmetropole begrüßten die Brasilianer mit Musik und Tanz das Jahr 2020. Rund 15.000 Polizisten waren in Rio de Janeiro im Einsatz. Allein an der Copacabana sollten über 2.000 Beamte für Sicherheit sorgen.

+++ 01.01.2020: Elf Menschen erleiden bei Silvesterfeier Kohlenmonoxidvergiftungen +++

In einer Wohnung in Gütersloh haben am Silvesterabend elf Menschen durch einen auskühlenden Grill Kohlenmonoxidvergiftungen erlitten. Zwei von ihnen wurden so schwer verletzt, dass sie in eine Spezialklinik mit Druckkammer gebracht werden mussten, wie die Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 27-jährige Frau und der 31 Jahre alte Mann aus Hessen in Lebensgefahr seien. Unter den anderen neun Verletzten sind auch zwei drei Jahre alte Kleinkinder. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Gruppe an Silvester zuerst draußen gegrillt, den Grill dann aber abgebaut und in die Wohnung gebracht. Einige Stunden später klagten mehrere Menschen über heftige Kopfschmerzen und die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Wohnung wurde sofort evakuiert.

+++ 01.01.2020: Schießerei bei Neujahrsfeier in Johannesburg +++

Eine Neujahrsfeier in einem Szeneviertel der südafrikanischen Metropole Johannesburg hat am frühen Mittwochmorgen ein blutiges Ende genommen. Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben kurz nach Mitternacht, wie die Polizei der Provinz Gauteng über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Unbekannte hatten aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet. Ein privater Sicherheitsdienst sprach von insgesamt zwei Toten und sechs Verwundeten - eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

+++ 01.01.2020: Glockenschlag von Big Ben und Feuerwerk: London begrüßt 2020 +++

Mehr als 100.000 Menschen haben in der britischen Hauptstadt zu den Glockenschlägen von Big Ben und einem gigantischen Feuerwerk am Riesenrad London Eye den Start ins neue Jahr gefeiert.

Der berühmte Uhrturm des Parlaments ist derzeit wegen Restaurierungsarbeiten fast komplett eingerüstet. Der Name Big Ben bezieht sich eigentlich nur auf die große Glocke - wird aber meist für das ganze Bauwerk verwendet - sie schlägt derzeit nur ausnahmsweise.

Thema des diesjährigen Feuerwerks war die Fußballeuropameisterschaft 2020. Gespielt wurde unter anderem die Fußball-Hymne "Football's Coming Home". London ist Austragungsort von sieben Spielen bei dem Turnier, das auf Städte in ganz Europa verteilt ist. Unter anderem sollen die Halbfinalspiele und das Finale im Londoner Wembley-Stadion stattfinden. "Wir werden wieder einmal zeigen, dass London weltoffen ist, wenn wir Sportfans und Fußballstars aus ganz Europa willkommen heißen", teilte Bürgermeister Sadiq Khan mit.

+++ 01.01.2020: Betrunkener zündet Rakete in Wohnung und verletzt sich schwer +++

Ein betrunkener Mann hat in seiner Wohnung im hessischen Bebra eine Silvesterrakete gezündet, dabei ein Feuer ausgelöst, und sich selbst schwer verletzt. Das Feuerwerk hatte am Dienstag einen Teppich in Brand gesteckt, wie die Polizei mitteilte. Die Flammen breiteten sich auf den Dachstuhl des Gebäudes aus, so dass die Bewohner ihre Wohnungen verlassen mussten. Der 52 Jahre alte Mann verletzte sich bei dem Feuer schwer und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, die anderen Bewohner blieben unverletzt. Der Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden, an dem Gebäude entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro.

+++ 01.01.2020: Dänische Hüpfer zum neuen Jahr +++

Mit einem symbolischen Hüpfer über die Jahresschwelle sind die Dänen ins neue Jahr gestartet. Traditionsgemäß stellten sich die Menschen in Deutschlands nördlichstem Nachbarland wenige Momente vor Mitternacht auf einen Stuhl (wahlweise gingen auch Sofas oder Tische), um rechtzeitig zum Jahreswechsel hinunterzuspringen - das soll laut altem dänischen Aberglauben Glück im neuen Jahr bringen.

Viele Dänen feiern traditionell zu Hause mit ihren Freunden, andere kamen in der Neujahrsnacht aber auch auf dem Rathausplatz in der Innenstadt von Kopenhagen sowie anderen Plätzen der Stadt zusammen. Über dem Himmel der Hauptstadt war vielerorts Feuerwerk zu sehen, obwohl das in den Tagen vor Silvester mehrmals für Ärger gesorgt hatte: In mehreren dänischen Städten waren Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei mit Feuerwerkskörpern beschossen worden, im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro nahmen Jugendliche gar vorbeifahrende Autos und Busse ins Visier.

Wegen der Vorfälle wird nun diskutiert, die Regeln zum Gebrauch von Feuerwerk zu verschärfen. Bislang darf man in Dänemark vom 27. Dezember bis 1. Januar böllern - mehrere Parteien sind nun dafür, das nur noch an Silvester zu erlauben.

+++ 01.01.2020: Paris begrüßt 2020 mit Feuerwerk auf den Champs-Élysées +++

Mit einem Feuerwerk am Prachtboulevard Champs-Élysées hat Paris das neue Jahr gefeiert. Pünktlich um Mitternacht stieg am berühmten Pariser Triumphbogen ein riesiges Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel. Auf Fernsehbildern war eine dichte Menschenmenge auf den rot beleuchteten Champs-Élysées zu sehen - zu der Feier waren mehrere hunderttausend Menschen erwartet worden. Die französische Hauptstadt zelebrierte den Countdown für 2020 mit einer riesigen Licht- und Musikshow auf dem Triumphbogen. An das Denkmal wurde kurz vor Mitternacht der Countdown projiziert. "Paris" stand dort in großen Lettern. Zuvor wurden etwa das Panorama von Paris und andere Highlights aus Frankreich gezeigt.

Der Jahreswechsel in der französischen Hauptstadt stand wie schon in den Vorjahren unter anderem wegen der anhaltenden Terrorbedrohung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Landesweit wurden rund 100.000 Polizisten und Gendarme für die Silvesternacht mobilisiert. In der Silvesternacht werden in Frankreich Jahr für Jahr Hunderte Autos angezündet. Rund um die Champs-Élysées hat die Polizei eine Sicherheitszone eingerichtet, zahlreiche Straßen sind für den Verkehr gesperrt, Barrieren wurden aufgebaut. Raketen und Böller sind in der "Stadt der Lichter" generell an Silvester nicht erlaubt.

Der seit fast einem Monat anhaltende Streik gegen die Rentenreform trübte zuvor die Feierlichkeiten. Unter dem Dauerstreik im Nah- und Fernverkehr leiden vor allem Hoteliers und Restaurantbesitzer. Zu Silvester wird in Paris normalerweise ein Millionenpublikum erwartet. Allerdings ist die Anreise per Bahn in diesem Jahr sehr schwierig gewesen, weil zahlreiche Züge ausfielen. Auch die Metros fahren in der Hauptstadt nur extrem eingeschränkt. In der Silvesternacht sollten die voll automatisierten Linien bis etwa 2 Uhr fahren. Zusätzliche Busse sollten dafür sorgen, dass die Feiernden wieder nach Hause kommen.

+++ 01.01.2020: Silvester in Schweden - Raketenregel und Chance auf zweimal Neujahr +++

Zeitgleich mit den Menschen in Deutschland haben auch die Schweden das neue Jahr begrüßt. Raketen mit Holzstab waren in dem skandinavischen EU-Land diesmal gemäß einer neuen Regelung verboten, wenn man nicht gerade über eine Sonderzulassung und die entsprechende Ausbildung verfügte. Experten vermuteten vorab aber, dass mancherorts trotz der Richtlinie solche Raketen gezündet werden. Diese sind zwar nicht mehr im schwedischen Handel erhältlich - die Händler hatten sie aber zum Sonderpreis verkauft, bevor die Regelung im Juni in Kraft getreten war.

Generell wird in Schweden - wie in diesem Jahr auch in Deutschland - häufiger über den Gebrauch von Feuerwerk diskutiert. Im Heimatland von Greta Thunberg halten viele die Auswirkungen der Feuerwerkskörper auf die Umwelt für unverantwortlich, andere sorgen sich schlichtweg um ihre Hunde, die oft schreckhaft auf die lauten Knalle an Silvester reagieren. Dennoch erleuchteten Feuerwerkskörper zum neuen Jahr vielerorts den Nachthimmel, darunter auch über Stockholm.

Nach dem Weihnachtsfest, das die Schweden in der Regel mit ihren Familien verbringen, feiern viele von ihnen Silvester mit ihren Freunden. Manche im Süden des Landes, etwa in Skanör, Bromölla und Åhus, schlossen das Jahr mit einem so kalten wie kurzen Bad im Meer oder in einem See ab. Wer entlang der Grenze zu Finnland gleich zweimal Neujahr einläuten wollte, der konnte wegen der Zeitverschiebung erst auf der finnischen Grenzseite aufs Jahr 2020 anstoßen - und dann 60 Minuten später noch einmal bei den Schweden.

+++ 31.12.2019: Böller an der Autobahn - Schreckschusspistolen in Neukölln +++

Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel haben Unbekannte an der Autobahn 100 in Berlin mit Böllern geworfen. "Zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm befinden sich Personen an/auf der Autobahn", twitterte die Polizei am Dienstagabend. Auch im übrigen Stadtgebiet kam es zu etlichen Einsätze wegen Feuerwerkskörpern.

In Neukölln etwa schossen junge Männer schwere Böller mit einer Steinschleuder quer über die befahrene Sonnenallee. Wie ein Reporter vor Ort berichtete, waren immer wieder laute Explosionen zu hören. Andere Männer feuerten mit Schreckschusspistolen in die Luft.

Polizeisprecher Thilo Cablitz sprach gegen 21.30 Uhr von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. In den neu eingerichteten Böllerverbotszonen am Alexanderplatz und in Schöneberg rund um die Pallasstraße sei "die Lage bisher gut".

+++ 31.12.2019: Party vor Brandenburger Tor voll - Alle Zugänge geschlossen +++

Tausende Touristen und Berliner strömen am Silvesterabend zur größten Party Deutschlands: Die Zugänge zur Festmeile vor dem Brandenburger Tor wurden gegen 20.00 Uhr geschlossen, wie die Veranstalter am Dienstagabend mitteilten.

Den Angaben zufolge waren bereits kurze Zeit nach Einlassbeginn mehrere Tausend Menschen zum Brandenburger Tor gekommen, um gemeinsam den Übergang in das Jahr 2020 zu feiern. Besucher mussten mit strengen Sicherheitskontrollen rechnen. Feuerwerk, Flaschen, spitze Gegenstände und größere Taschen sind auf dem Areal verboten.

Für den Abend haben sich unter anderem Kerstin Ott, die Boygroup East 17, Schlagerstar Frank Zander und die schwedische Rockband Mando Diao angekündigt. Mit vielen anderen Musikern und Künstlern wollen sie die letzten Stunden des Jahres 2019 feiern.

+++ 31.12.2019: Spanisches Dorf zieht Jahreswechsel um zwölf Stunden vor +++

In einem kleinen Dorf in Spanien haben die Bewohner das neue Jahrzehnt schon mittags eingeläutet. Aber warum? Ticken in Villar de Corneja die Uhren schneller als in Bilbao oder Barcelona? Nein, aber in der Mini-Gemeinde westlich von Madrid sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen schlicht nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

Die vorgezogene Sause hat schon Tradition: In dem Dorf wird bereits seit 2004 um zwölf Uhr mittags angestoßen. Mittlerweile kommen auch Schaulustige zu der kuriosen Silvesterparty am helllichten Tag. Zusammen mit den Bewohnern versammelten sie sich am Dienstag auf dem Dorfplatz und verzehrten - der spanischen Silvester-Tradition folgend - zu jedem der zwölf Glockenschläge des Rathausturmes eine Weintraube.

Die so genannten "uvas de la suerte" sollen, wie ihr Name besagt, Glück für das nächste Jahr bringen. Anschließend wünschten sich die Senioren ein "Feliz Año Nuevo" - und konnten später beruhigt zu Bett gehen.

Villar de Corneja leidet seit Jahrzehnten, wie viele andere Ortschaften in Spanien, unter der Landflucht. Jüngere Menschen ziehen in die Ballungsräume, die Geburtenraten sinken. Villar de Corneja hatte in den 1950er Jahren noch mehrere Hundert Einwohner.

+++ Partymeile am Brandenburger Tor eröffnet +++

Die Partymeile von Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor ist am Dienstagnachmittag eröffnet worden. Vor den fünf Eingängen bildeten sich schon Schlangen, wie die Sprecherin der Veranstaltung sagte. Besucher müssen mit strengen Sicherheitskontrollen rechnen. Feuerwerk, Flaschen, spitze Gegenstände und größere Taschen sind auf dem Party-Areal verboten. Das Veranstaltungsgelände sei eingezäunt.

Bis zum Jahreswechsel erwarten die Veranstalter Hunderttausende Besucher. Erfahrungsgemäß würden die Eingänge am Brandenburger Tor als erstes am Abend geschlossen, hieß es. Dazu stünde man in Verbindung mit Polizei und Bundespolizei. Am Abend haben sich unter anderem die Boygroup East 17, Schlagerstar Frank Zander und die schwedische Rockband Mando Diao angekündigt.

+++ 31.12.2019: Mehr als 100.000 Besucher zu Neujahrsfeuerwerk in London erwartet +++

In der britischen Hauptstadt werden zum traditionellen Feuerwerk in der Neujahrsnacht am Riesenrad London Eye mehr als 100.000 Besucher erwartet. Das geht aus einer Mitteilung von Bürgermeister Sadiq Khan hervor. Scotland Yard rief Feiernde ohne Tickets auf, nicht zu der abgesperrten Zone im Stadtteil Westminster zu kommen. Aus Sicherheitsgründen darf seit einigen Jahren die Uferpromenade an der Themse gegenüber dem Riesenrad in der Neujahrsnacht nur noch mit Eintrittskarte betreten werden. Die Tickets waren bereits im Vorfeld ausverkauft.

Trotz andauernder Restaurierungsarbeiten soll das neue Jahr auch dieses Mal wieder von der großen Glocke Big Ben im Uhrturm des britischen Parlaments eingeläutet werden.

Thema des diesjährigen Feuerwerks sei die Fußballeuropameisterschaft 2020, hieß es in der Mitteilung Khans. London ist Austragungsort von sieben Spielen bei dem Turnier, das auf Städte in ganz Europa verteilt ist. Unter anderem sollen die Halbfinalspiele und das Finale im Londoner Wembley-Stadion stattfinden. "Wir werden wieder einmal zeigen, dass London weltoffen ist, wenn wir Sportfans und Fußballstars aus ganz Europa willkommen heißen", so der Bürgermeister. Die Londoner Verkehrsbetriebe teilten mit, öffentliche Verkehrsmittel könnten in der Neujahrsnacht kostenlos genutzt werden.

+++ 31.12.2019: Das neue Jahr ist mancherorts schon da +++

In den ersten Ländern der Welt ist das Jahr 2020 bereits angebrochen. Eine Stunde nach den Inselstaaten Samoa und Kiribati gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit auch in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen. Der Fernsehturm Sky Tower, das mehr als 300 Meter hohe Stadtwahrzeichen, spie wie schon in früheren Jahren Raketen aus seiner Spitze.

Um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreicht das neue Jahr den Osten Australiens. In Sydney ist zu Mitternacht ein spektakuläres Feuerwerk über dem Hafen der Küstenmetropole geplant. Bereits um 21 Uhr Ortszeit erstrahlte eine "Familien"-Show über dem berühmten Opernhaus. Angesichts der verheerenden - und sehr nahen - Buschbrände in der Region hatte im Vorfeld eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Die Stadt hielt aber am Plan fest; die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung fürs Feuerwerk. Der Touristenandrang zum Jahreswechsel - es werden rund eine Million Besucher erwartet - beschert Sydney alljährlich Einnahmen von umgerechnet rund 80 Millionen Euro.

In Japan wird um Mitternacht (16 Uhr MEZ) mit dem Glockenläuten der buddhistischen Tempel das neue Jahr empfangen. In den kommenden drei Tagen werden Millionen Japaner die Tempel und Schreine im Land besuchen, um dort für Glück und Wohlstand zu beten.

In der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh soll planmäßig in luftiger Höhe das Feuerwerk starten. Die Pyro-Show findet auf dem landesweit höchsten Gebäude, dem über 500 Meter hohen Wolkenkratzer Taipeh 101, statt. In 300 Sekunden sollen den Organisatoren zufolge 16.000 Feuerwerkskörper gezündet werden. Dazu gebe es eine Animation mit Szenen aus Taiwan auf einer gewaltigen LED-Wand. Dazu erwarten die Organisatoren Hunderttausende Feiernde. Das Spektakel am Wolkenkratzer ist seit 2004 ein Touristenmagnet.

In mehreren Großstädten Indiens - der mitteleuropäischen Zeit um viereinhalb Stunden voraus - kündigten verschiedene Gruppen an, die Silvesterfeiern am Abend mit kreativen Protestaktionen begleiten zu wollen. Seit Wochen demonstrieren Tausende im Land gegen ein umstrittenes Einbürgerungsgesetz.

Um 22 Uhr MEZ begrüßt Moskau das neue Jahr. Noch um eine Stunde voraus sind einige osteuropäische Länder, bevor dann auch in Deutschland die Korken knallen.

In Italien beschlagnahmte die Polizei in mehreren Großräumen massenhaft illegale Feuerwerkskörper - allein in Neapel und Umgebung vor Silvester-Beginn 52 Tonnen. In vielen italienischen Städten sind private Feuerwerke verboten. In Rom riskiert man zum Beispiel eine Strafe von 500 Euro, wenn man Böller und ähnliches zündet.

In der britischen Hauptstadt London, die eine Stunde nach Berlin ins neue Jahr kommt, wurden zum traditionellen Feuerwerk am Riesenrad London Eye nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Besucher erwartet.

Für besonders große Silvesterfreunde ergibt sich im Pazifik die Möglichkeit, gleich zweimal ins neue Jahr hineinzurutschen. Dafür könnte man nach dem Prosit auf Samoa nach Amerikanisch-Samoa reisen. Die Hauptstädte der Inseln liegen nur rund 125 Kilometer Luftlinie entfernt. Das US-Außengebiet liegt aber schon östlich der Datumsgrenze und hat 25 Stunden Zeitunterschied. Damit gehören Menschen auf Amerikanisch-Samoa auch noch nach Hawaii zu den letzten Ankömmlingen im Jahr 2020.

+++ 31.12.2019: Wegen Protesten: Hongkong sagt städtisches Feuerwerk ab +++

Wegen der anhaltenden Proteste feiert Hongkong dieses Silvester ohne Feuerwerk-Spektakel. Die Tourismusbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregion teilte am Dienstag mit, dass aus Sicherheitsgründen wegen erwarteter Protestaktionen auf das städtische Feuerwerk verzichtet werde. Die Absage sei in letzter Minute noch einmal bestätigt worden, hieß es, nachdem bereits Mitte Dezember über einen bevorstehenden Verzicht berichtet worden war.

Stattdessen wird eine spezielle Neujahrsversion der allabendlichen Lichtshow abgehalten. Es ist das erste Mal in der zehnjährigen Geschichte des Feuerwerks, dass das Spektakel vor der Skyline der Hafenstadt abgesagt wurde. Die Polizei hatte nach Presseberichten ihre Sorgen geäußert, bei anhaltenden Protesten am Silvesterabend nicht für Recht und Ordnung sorgen zu können.

Die seit einem halben Jahr anhaltenden Proteste gegen die Regierung, den Einfluss Pekings und für mehr Demokratie waren an Weihnachten wieder aufgeflammt. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Auch am Silvesterabend werden Protestaktionen erwartet. Am Neujahrstag ist eine große Demonstration geplant.

Während das Feuerwerk in der früheren britischen Kronkolonie bislang eine Touristenattraktion war, wird der Jahreswechsel in China ansonsten sehr ruhig begangen. Der Neujahrstag ist zwar auch ein Feiertag, doch feiern die meisten Chinesen nicht an Silvester. Nur in den Städten gehen eher jüngere Menschen gemeinsam aus. Auch gibt es Partys in großen Hotels.

Richtig gefeiert wird in China erst am 25. Januar, wenn nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender das neue Jahr eingeläutet wird - diesmal das Jahr der Ratte. Zwar herrscht in vielen Metropolen Chinas aus Brandschutz- und Sicherheitsgründen ein Feuerwerksverbot, doch wird auf dem Lande heftig geknallt.

+++ 31.12.2019: Samoa und Kiribati starten von Pole Position ins neue Jahr +++

Gerade so westlich der internationalen Datumsgrenze gelegen, haben die pazifischen Inselstaaten Samoa und Kiribati das neue Jahr weltweit als Erste begrüßt. Über Samoas Hauptstadt Apia erstrahlte wie schon in vorherigen Jahren ein großes Feuerwerk. Nicht wenige Touristen nehmen eigens zu Silvester die Flugreise ins entlegene Pazifikgebiet auf sich, um beim Jahreswechsel weltweit ganz vorn dabei zu sein.

In Samoa überschattete ein Ausbruch der Masern die Feiern. Seit Oktober sind 81 Menschen an der Viruserkrankung gestorben. Erst am Samstag hatte das Gesundheitsministerium einen sechswöchigen Notstand aufgehoben, nachdem eine flächendeckende Impfaktion nahezu alle der knapp 200.000 Einwohner erfasst hatte.

Samoa hatte sich 2011 per Verlegung der eigenen Zeitzone in die Silvester-Pole-Position gebracht und ist damit noch eine Stunde früher im neuen Jahr als Neuseeland. Zwei weitere Stunden später knallen dann in Australiens Ostküstenmetropole Sydney die Korken (14.00 Uhr MEZ).

Für besonders Feierfreudige ergibt sich theoretisch die Möglichkeit, gleich zweimal ins neue Jahr hineinzurutschen, indem man von Samoa ins östlich der Datumsgrenze gelegene Amerikanisch-Samoa reist. Zwischen den Hauptstädten liegen nur rund 125 Kilometer Luftlinie, aber 25 Stunden Zeitunterschied. Das US-Außengebiet markiert so den Schlusspunkt im Silvester-Reigen rund um den Globus.

+++ 31.12.2019: Silvester auf der "Polarstern": Wann stößt man am Nordpol an? +++

Auf dem Forschungsschiff "Polarstern" in der Arktis rutscht die Besatzung zu einem etwas willkürlich gewählten Zeitpunkt ins neue Jahr. "Der traditionelle Zeitbegriff verliert in der Polarnacht und dicht in der Nordpolumgebung etwas seine Bedeutung. Sie können sich die Zeitzone da relativ frei aussuchen", sagte Expeditionsleiter Markus Rex dem Deutschlandfunk. Die Längengrade, die normalerweise die Zeitzonen festlegen, würden innerhalb kurzer Zeit überquert. "Wir leben zur Zeit an Bord der "Polarstern" auf Moskau-Zeit (...). Und nach der Bordzeit wird natürlich dann auch angestoßen auf der Brücke mit einem Glas Sekt."

Die "Polarstern" driftet seit Oktober mit dem arktischen Meereis - wegen der Polarnacht derzeit umgeben von ständiger Dunkelheit. Während der insgesamt ein Jahr dauernden Expedition werden insgesamt etwa 300 Wissenschaftler aus 16 Ländern an Bord sein. 20 Länder beteiligen sich nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) an der Mission. Ziel ist die Erkundung des Klimasystems in der Zentralarktis. Rex selbst, der für das AWI arbeitet, verbringt Silvester nicht auf der "Polarstern", er ist gerade auf dem Rückweg nach Norwegen.

+++ 31.12.2019:Sydneys Bürgermeisterin zu Feuerwerk: Klimawandel das wahre Problem +++

Nicht das Silvester-Feuerwerk in Sydney, sondern der Klimawandel ist mit Blick auf die Buschfeuer in Australien das wahre Problem, findet die Oberbürgermeisterin der Küstenmetropole. "Australien brennt - unsere Nationalparks und heimischen Tiere werden dezimiert und unsere Gemeinden zerstört", sagte Clover Moore Reportern am Dienstag. "Menschen haben ihr Zuhause verloren, Menschen sind gestorben. Feuerwehrleute sind bei der Verteidigung ihrer Gemeinden umgekommen", so Moore. Wegen der Brandgefahr und der hohen Feinstaubbelastung war zeitweise diskutiert worden, das geplante Silvesterfeuerwerk im Hafen von Sydney abzusagen.

Die Oberbürgermeisterin kritisierte dagegen die Klimapolitik der Regierung in Canberra. "Als trockenster Kontinent der Erde stehen wir an der Spitze der immer schneller voranschreitenden globalen Klimaerwärmung. Was hier passiert, ist ein Weckruf für unsere Regierungen, künftig auf effiziente Weise zur Reduzierung der weltweiten Emissionen beizutragen", sagte sie weiter. "Weltweit leisten Städte ihren Beitrag gegen die weltweite Klimaerwärmung - es sind unsere Nationalregierungen, die uns im Stich lassen."

In Australien wüten seit Oktober dramatische Buschbrände. Der Bundesstaat New South Wales mit seiner Hauptstadt Sydney im Südosten des Landes ist besonders schwer betroffen. Die Feuerwehr hatte trotz Protesten am Montag jedoch grünes Licht für die umstrittene Pyro-Show gegeben.

Energieminister Angus Taylor hatte unterdessen in einem am Dienstag veröffentlichten Kommentar in der Tageszeitung "The Australian" geschrieben, Australier könnten stolz auf den Beitrag der Regierung zur Reduktion der CO2-Emissionen sein. Taylor hatte bei der Klimakonferenz in Madrid Anfang Dezember mit dem Argument für heftige Debatten gesorgt, sein Land könne Klimazertifikate aus dem alten System des Kyoto-Vertrages auf das künftige Handelssystem umbuchen.

+++ 31.12.2019: Glockentest in Madrid: Tausende feiern einen Tag zu früh Silvester +++

Der kuriose Testlauf hat in Spanien mittlerweile schon Tradition: Auf Madrids berühmter Puerta del Sol haben am Montagabend wieder Tausende Menschen einen Tag zu früh das neue Jahr eingeläutet. Bei der um 24 Stunden vorgezogenen Sause testet die Stadtverwaltung traditionell die Glocken an der Turmuhr auf dem Platz, um sicherzugehen, dass diese dann am Silvesterabend richtig funktionieren - schließlich wird der Jahreswechsel von dort live im Fernsehen ins ganze Land übertragen. Die historische Uhr wurde am 19. November 1866 von Königin Isabella II. (1830-1904) eingeweiht.

Bei der "Generalprobe" feierten Spanier und Touristen fast genauso ausgelassen wie bei der eigentlichen Neujahrsparty, samt Silvesterhütchen und 2020-Brillen. Viele folgten dabei auch einer Tradition, die eigentlich ebenfalls erst am 31. Dezember ansteht: Bei jedem der zwölf Glockenschläge wird in Spanien eine Weintraube verspeist - das soll Glück für das neue Jahr bringen. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz, um den Platz zu bewachen und die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten.

Silvester in Deutschland mit Böller-Kritik und verstärkter Polizeipräsenz

Die Deutsche Umwelthilfe warb dafür, für saubere Luft auf den Kauf von Feuerwerkskörpern zu verzichten. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet mit 133 Millionen Euro Umsatz ungefähr so viel Knallerverkauf wie im Vorjahr. Vielerorts in der Republik soll ein Polizeiaufgebot Übergriffe wie in der Kölner Silvesternacht vor vier Jahren verhindern. Damals waren am Dom viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden.

Die größte Silvesterparty der Republik steigt wieder in Berlin am Brandenburger Tor. Angekündigt haben sich unter anderem die Boygroup East 17, die schwedische Rockband Mando Diao, die Sängerin Kerstin Ott und Schlagerstar Frank Zander. In der deutschen Hauptstadt sind zum ersten Mal Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile am BrandenburgerTor verboten.

Böllerverbote zu Silvester beschlossen

Weil in den vergangenen Jahren in einigen Gebieten Berlins Gruppen junger Männer Böller auf Polizisten und Feuerwehrleute warfen, legte der Senat zwei zusätzliche Verbotszonen fest. Auf dem Alexanderplatz und in mehreren Straßen an der Pallasstraße in Berlin-Schöneberg darf niemand Feuerwerk dabei haben oder abfeuern. Rund 140 Beamte sollen in den beiden Zonen kontrollieren, ob sich alle daran halten.

Wie wird das Wetter zu Silvester 2019 und Neujahr 2020?

Die Silvesternacht beginnt in Deutschland mit geringer Bewölkungmit Temperaturen von vier Grad bis minus ein Grad im Norden und ein bis minus sieben Grad in der Mitte Deutschlands sowie im Süden. Gegen Mitternacht könnte es dann nebelig werden - in der windarmen Nacht vor allem dank abgebrannter Feuerwerkskörper. Vor allem in den dicht besiedelten Regionen der Mitte, im Westen und im Süden sei dichter Nebel mit Sichtweiten teils unter 50 Meter zu erwarten, so der DWD.

Ursache seien die Staub- und Rußpartikel, die beim Abfeuern der Feuerwerkskörper entstehen. Sie dienen als Andockstation für kondensierenden Wasserdampf, aus dem Nebel besteht. Wie dicht der Nebel tatsächlich wird und wie lange er sich hält, variiere stark. In einigen Regionen dürfte die Sicht bis weit in den Neujahrstag hinein getrübt bleiben.

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loc/news.de/dpa
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