06.12.2019, 15.52 Uhr

Heizkosten senken: SO sparen Sie sich effizient durch den Winter

Heizkosten richtig sparen

Heizkosten richtig sparen Bild: picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

Sie können Unkosten in der Regel mit nachhaltigen Maßnahmen entgegenwirken. Mit wenig Aufwand und geringen Investitionen lassen sich die Heizkosten senken. Ganz gleich, ob in einer Mietwohnung oder in einem Eigenheim. Wir zeigen Ihnen, wie Sie langfristig sparen können, ohne zu frieren:

1. Die richtige Temperatur für jeden Raum

Die Räume einer Wohnung bzw. eines Hauses werden unterschiedlich genutzt. Aus diesem Grund sollten die Temperaturen in den Zimmern angepasst werden. Das Wohnzimmer z. B. ist das Zentrum, denn hier hält man sich die längste Zeit des Tages über auf. Hier sollte die Idealtemperatur zwischen 19 und 21 Grad Celsius (Stufe 3) betragen. Im Kinderzimmer und im Bad kann es ruhig etwas mehr sein. Dagegen sind im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad (Stufe 2) ausreichend. In Räumen, die kaum genutzt werden, genügt die erste Stufe. Allerdings sollte in der Regel die Raumtemperatur zu keiner Zeit unter 15 Grad fallen. Denn beim Ausbleiben der Heizungen droht das Risiko einer Schimmelbildung und das Aufheizen des Raumes dauert dementsprechend länger. Demzufolge treibt das Abschalten der Heizung bei niedrigen Temperaturen die Kosten nur unnötig in die Höhe. Bei Urlaubsplänen z. B. gilt dieser Grundsatz ebenfalls, da die Gefahr besteht, dass Wasserleitungen und Heizungsrohre einfrieren und platzen könnten.

2. Richtiges Lüften und Türen verschließen

Besonders wichtig ist auch das Lüften in Wohnräumen. Mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich auch hier einige Kosten sparen. Mit einem ganz einfachen Trick: Stoßlüften statt permanent gekippter Fenster. Durch die Kippstellung der Fenster kühlen die umliegenden Wände aus und das Risiko für Schimmel steigt. Darüber hinaus geht ein Großteil der Heizenergie verloren. Deshalb ist es sinnvoll auf Stoßlüften zurückzugreifen. Je nach Raumgröße sind zwischen 5 bis 15 Minuten täglich ausreichend. Das Lüften kann zwischen ein bis drei Mal am Tag wiederholt werden. Sie sparen damit nicht nur bis zu 150€ im Jahr, sondern können beispielsweise in einem Einfamilienhaus bis zu eine halbe Tonne CO2 jährlich vermeiden. Eine weitere effektive Maßnahme, um die Heizkosten gering zu halten, ist das Schließen der Türen von unbeheizten Räumen. Somit wird ein Wärmeausgleich zwischen den kalten und beheizten Zimmern vermieden. Natürlich sollte hierfür die Tür im Idealfall abgedichtet sein. Ist dies nicht der Fall, können Sie diese isolieren. Dabei eignen sich Schaumstoffstreifen zum Aufkleben. Falls unter der Tür Luft hindurchzieht, eignet sich auch ein Zugluftstopper (Spartipp: Handtuch zusammenrollen und vor den Türschlitz legen). Das Abdichten gilt auch für Fenster im Haus. Diese sollten überprüft und gegebenenfalls auch gedämmt werden. So dringt keine kalte Luft nach innen oder warme Luft nach außen.

3. Achtung in den eigenen vier Wänden

Sie sollten darauf achten, dass in Ihrem Zuhause keine schweren Vorhänge, Gardinen oder anderweitige Gegenstände die Heizung blockieren. Dies verhindert nämlich, dass die erzeugte Wärme sich im Raum frei entfalten kann. Auch die Wahl des Bodenbelags kann zur Wärmeerhaltung des Hauses maßgeblich beitragen. Oftmals bestehen die Böden in modernen Wohnungen oder Häusern aus Fliesen, Stein oder Holz. Diese fühlen sich vor allem zur Winterzeit ziemlich kalt an und begünstigen das weitere Aufdrehen der Heizung. Um dies zu umgehen, bietet das Auslegen von Teppichen und Läufern eine Möglichkeit etwas mehr Wärme zu verbreiten. Alternativ können Sie sich natürlich auch kuschelige Hausschuhe besorgen. Das Kälteempfinden wandelt sich und die Räume werden danach um etwa zwei Grad Celsius wärmer empfunden.
Weiterhin können Sie einfach selbst Ihre Heizkörper regelmäßig entlüften. Dies ermöglicht Ihnen eine Ersparnis bis zu 15 Prozent. Dabei reicht die Durchführung dieser Maßnahme einmal im Jahr und sollte vor Beginn der Heizperiode in Angriff genommen werden.

Heizkosten sparen im Schlaf

Wussten Sie auch schon, dass Sie während dem Schlafen bis zu 10 Prozent Heizkosten sparen können? In der Nacht wird nicht dieselbe Temperatur wie tagsüber benötigt. Daher ist es vollkommen ausreichend, wenn Sie die Heizung am Abend auf Stufe zwei (17 Grad) herunterdrehen.

 

Heizkostenersparnis mit moderner Heiztechnik

Wenn Sie es schaffen, alle Tipps weitestgehend umzusetzen, können Sie Einsparungen bis zu 40 Prozent Ihrer Heizkosten realisieren. Allerdings spielt neben dem richtigen Heizverhalten auch die moderne Heiztechnik eine erhebliche Rolle. Denn diese ist für das langfristige Senken der Heizkosten entscheidend.

Vorteile von programmierbaren Thermostaten

Ein Beispiel dafür sind programmierbare Thermostate. Sie bieten den Vorteil, die Wärmezufuhr individuell anzupassen. Das Thermostat ist mit einer Elektronik versehen, bei der die minutengenaue und vor allem gewünschte Temperatur eingestellt werden kann. Je nach Einstellung schaltet sich das Gerät beispielsweise bei Nacht automatisch herunter. Dieses moderne Verfahren bietet Ihnen sowohl Flexibilität als auch Komfort.

moderne Heizungspumpen richtig nutzen

Eine weitere Variante, um langfristig effektiv Kosten und Energie einzusparen, sind moderne Heizungspumpen. Im Vergleich zu älteren Modellen gleichen die modernen Systeme ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf an. Pro Jahr können um die 100 Kilowattstunden und somit je nach Heizsystem bis zu 200 Euro eingespart werden. Der Einbau würde sich also schon nach drei bis fünf Jahren auszahlen.


Sie haben auch die Möglichkeit Ihre Heizanlage mit einem Solarthermie-System zu kombinieren. Die Kombination beider Systeme senkt die Heizkosten und die Emissionen bei jeder Heizung. Dazu kommt, dass die Heizung im Sommer nicht im Betrieb ist und keine Kosten für die Wärmebevorratung entstehen. Zusätzlich verlängert sich dadurch auch die Lebensdauer der Heizung.

Investitionen lohnen sich langfristig

Für die Zukunft lohnt es sich über moderne Heiztechniken nachzudenken. Diese senken nicht nur langfristig Ihre Heizkosten, sondern sind auch umweltfreundlicher als herkömmliche Heizsysteme. Moderne Heizsysteme sind also eine gut angelegte Investition, die sich auszahlt.

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