24.11.2019, 19.11 Uhr

Kuriose Polizei-Meldungen der Woche: Mama mit Kinderwagen geblitzt, Pinkelpause kostet Führerschein

Mitunter wird die Polizei mit kuriosen

Mitunter wird die Polizei mit kuriosen "Straftaten" konfrontiert, wie ein Blick in die Polizeimeldungen zeigt (Symbolbild). Bild: Friso Gentsch / picture alliance / dpa

Verkehrssünder zur Strecke bringen, Einbruchsdelikte aufklären oder Gewalttaten verhindern - all das gehört zum Alltag eines Polizisten dazu. Bisweilen gestalten sich die Einsätze der uniformierten Ordnungshüter jedoch unfreiwillig komisch, wie die skurrilsten Polizei-Meldungen der vergangenen Woche zeigen.

18.11.2019: Polizei blitzt Frau mit Kinderwagen

Glück für einen Autofahrer im Sauerland: Genau in dem Moment, als er mit Tempo 61 in einer 50er-Zone geblitzt wurde, schob eine Frau einen Kinderwagen durchs Bild. Das Foto, das die Polizei am Montagmorgen veröffentlichte, zeigt Mutter und Kind im Buggy - Kennzeichen und Fahrer des Autos im Hintergrund sind verdeckt.

In diesem Fall werde es für den Autofahrer "wohl keine Post nach Hause geben", notierte die Polizei zu dem ungewöhnlichen Foto, das bereits vor einer Woche in Balve entstanden sei. Der Fahrer des Wagens kann sich bei der Frau bedanken: 15 Euro Verwarnungsgeld hätte ihn das Blitzerfoto wohl gekostet.

18.11.2019: 15-Jährige fährt mit 300-PS-Auto durch die Nacht

Eine erst 15-jährige Jugendliche ist am Steuer eines 300 PS starken SUV mitten in der Nacht von der Polizei in Fürth erwischt worden. Das Mädchen sei mit dem Wagen seiner Eltern am frühen Sonntagmorgen gegen 03.00 Uhr in eine Verkehrskontrolle geraten, teilte die Polizei am Montag mit.

Die 15-Jährige gab an, sie habe sich das Auto von den Eltern ohne deren Wissen "ausgeliehen". Nach dem Besuch bei einer Freundin sei sie gerade wieder auf dem Nachhauseweg gewesen. Da Mädchen wird eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erhalten. Die verständigten Eltern hätten Auto und Tochter wieder in Empfang genommen.

18.11.2019: Touristin fliegt auf - mit Kim-Kardashian-Foto im Reisepass

Wer mit falschen Papieren auf Reisen geht, sollte sich nicht für eine Promi-Identität entscheiden: Wegen eines Fotos von Reality-TV-Star Kim Kardashian in ihrem Pass ist eine Touristin in Köln aufgeflogen. Als die 29-Jährige bei einer Reisebank eine Prepaid-Karte kaufen wollte und den Ausweis zeigte, wurden nicht nur Bank-Mitarbeiter, sondern kurz darauf auch die Bundespolizei misstrauisch, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Der Grund: Das Foto ähnelte nicht der Pass-Inhaberin, sondern zeigte Kardashian. Die Beamten nahmen die Frau wegen des Verdachts der Urkundenfälschung zunächst vorläufig fest.

18.11.2019: Desaster bei Hochzeitsfeier: Brautpaar droht sich mit Scheidung

Schon wenige Stunden nach der Vermählung hat sich ein Brautpaar in Bayern gegenseitig mit der Scheidung gedroht. Grund dafür war, dass es auf der Hochzeitsfeier zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen war, an der auch der Gatte beteiligt gewesen war, wie die Polizei am Montag mitteilte. Als Streifenbeamte am Sonntagmorgen zur Schlichtung bei der Feier anrückten, gingen dann Braut und Bräutigam verbal aufeinander los - beide sprachen von Scheidung.

"Um eine Eskalation zu vermeiden, musste das frisch vermählte Paar durch die eingesetzten Beamten während der Auseinandersetzung mehrmals getrennt werden", berichtete ein Polizeisprecher. Anschließend seien die Eheleute in der desaströs gescheiterten Hochzeitsnacht getrennte Wege gegangen. Dabei war die Hochzeit ausgerechnet in der Gemeinde Balzhausen bei Günzburg gefeiert worden.

21.11.2019: Pinkelpause kostet Führerschein

Eine Pinkelpause auf der Standspur der Autobahn hat einen betrunkenen Autofahrer aus Bremen den Führerschein gekostet. Polizisten sahen den Wagen des 44-Jährigen am Mittwochmorgen auf der Standspur der Autobahn 20 bei Neukloster in Mecklenburg-Vorpommern, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte. Die Beamten sicherten das Auto und bemerkten Alkoholgeruch bei dem Fahrer. Dieser gab an, er habe ganz nötig gemusst. Ein Atemalkoholtest ergab 1,8 Promille. Der Mann wurde für eine Blutprobe in eine Klinik mitgenommen. "Standstreifen sollte man nur im Pannenfall nutzen", sagte der Polizeisprecher.

21.11.2019:Sehnsucht nach der Freundin: 15-Jähriger Autodieb gefasst

Sein Motiv mag romantisch gewesen sein, ein Verbrechen war es trotzdem: Ein 15-Jähriger ist nach Angaben der Polizei nachts in ein Fahrradgeschäft in Pulheim in Nordrhein-Westfalen eingebrochen und hat die Schlüssel für den Firmenwagen geklaut, um zu seiner Freundin zu fahren. Mit dem Wagen wurde er in der gleichen Nacht kurz vorm Ziel in Bielefeld gestoppt. Der "geständige Einbrecher mit Sehnsucht", wie die Polizei ihn am Donnerstag in einer Mitteilung betitelte, kassierte eine Anzeige und wurde seinen Eltern übergeben.

21.11.2019:Lastwagen mit 20 Tonnen Schokolade in Österreich gestohlen

Ein Laster mit fast 20 Tonnen Schokolade ist auf dem Weg von Österreich nach Belgien verschwunden. Wie die Tiroler Polizei am Donnerstag mitteilte, ist es einem unbekannten Täter gelungen, mit gefälschten Papieren an die begehrte Fracht zu kommen. Nun fehlt von dem Mann und der Schokolade jede Spur.

Nach Angaben der Polizei legte der Mann sowohl falsche persönliche Dokumente als auch falsche Fahrzeugpapiere vor, als er Anfang der Woche die Fracht abholte. Die Kennzeichen am Sattelanhänger waren als gestohlen gemeldet, auch die Kennzeichen an der Zugmaschine passten nicht zu denen in den Dokumenten. Doch niemand bemerkte den Schwindel - und der Sattelanhänger wurde mit Schokolade im Wert von rund 50.000 Euro beladen. Am Zielort in Belgien kam die süße Ware aber nie an.

Den Auftrag für die Lieferung hatte eigentlich ein Unternehmen aus Tirol angenommen, ihn dann aber an einen Spediteur aus Ungarn weitergegeben. Dieser beauftragte ein Unternehmen aus Tschechien mit der Fahrt, wie die Polizei erklärte. Der Unbekannte wies sich bei dem ungarischen Unternehmen als Mitarbeiter der tschechischen Firma aus - dort kennt man ihn aber nicht.

Ein kurioser Einzelfall? Offenbar nicht. "In den letzten Jahren hatten wir immer wieder vereinzelt Fälle, bei denen beladene Lastwagen nicht angekommen sind - auch mit Schokolade", sagte eine Sprecherin der Polizei der dpa.

21.11.2019: Betrunken mit Traktor zur Führerschein-Behörde

Ein Autofahrer, der wegen Trunkenheit am Steuer seinen Führerschein verlor, wollte diesen auf wenig clevere Art und Weise zurückerlangen: Er fuhr betrunken mit dem Traktor zur Behörde. Bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich (Rheinland-Pfalz) sei einer Mitarbeiterin Alkoholgeruch im Atem des 54-Jährigen aufgefallen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Mann hatte im Sommer seinen Auto-Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben müssen. Ein Atemalkoholtest bestätigte die Vermutung der Mitarbeiterin - und eine Blutentnahme im Krankenhaus folgte. Der unbelehrbare Mann musste nun nach Angaben der Polizei auch den Führerschein für seinen Traktor abgeben.

22.11.2019:Laster-Tetris auf A2 bei Bielefeld

Eigentlich hatten sie den Lastwagenfahrer auf der Autobahn 2 bei Bielefeld nur auf die verdeckten Rücklichter aufmerksam machen wollen. Doch dann machten selbst altgediente Autobahnpolizisten große Augen: In dem spärlich ausgeleuchteten 3,5-Tonner stand ein weiterer Kleinlaster. Dieser wiederum war nach Angaben der Polizei vom Freitagmorgen bis zum Dach mit Schrott und Altreifen gefüllt. "Zwei Lkw sind einer zuviel", teilten die Beamten mit. Zudem stellten sich die angebrachten Kurzzeitkennzeichen bei der Kontrolle als nicht gültig heraus. Beide Laster wurden abgeschleppt und sichergestellt. Den 31-jährigen Fahrer erwarte nun ein Verfahren wegen deutlicher Überladung, mangelnder Ladungssicherung, ungültiger Kennzeichen - und der verdeckten Beleuchtung.

22.11.2019: Massenhaft Möhrenbrei nach Bauern-Missgeschick in Mannheim

Massenhaft Möhrenbrei hat das Missgeschick eines jungen Landwirts auf einer Straße in Mannheim hinterlassen. Der 23-Jährige war mit seinem Traktor auf dem Heimweg zu seinem Betrieb, als sich die Seitenwände des Anhängers öffneten und rund acht Tonnen Futterkarotten auf die Straße fielen. Wie die Polizei am Freitag weiter mitteilte, war die Fahrbahn am Donnerstagabend auf einer Länge von etwa 500 Metern voller Gemüse. Nachfolgende Autos fuhren darüber hinweg und walzten die Karotten platt. Der Bauer hatte den Verlust seiner Ladung erst nach einer Weile an einer Ortseinfahrt bemerkt. Auch die anderen Autofahrer hätten die Karotten in der Dunkelheit vermutlich zunächst gar nicht wahrgenommen, so ein Polizeisprecher.

22.11.2019: Senior verfolgt Kinder nach Klingelstreich - Zwei Verletzte

Der klassische "Klingelmännchen"-Streich hat im niederrheinischen Bedburg ein Nachspiel gehabt, das im Wartezimmer eines Arztes endete. Drei Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren hatten an einer Haustür geklingelt und waren nach alter Sitte davongerannt, wie die Polizei am Freitag berichtete.

Ein 66-jähriger Bewohner wollte die Jungs - so seine Aussage - zur Rede stellen und nahm per Fahrrad die Verfolgung auf. Dabei fuhr er beim Versuch, einen Zwölfjährigen zu stoppen, das Kind an und verletzte es leicht. Er selbst stürzte bei dem waghalsigen Manöver in einen fremden Vorgarten und erlitt ebenfalls Blessuren. Gegen den Senior wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

22.11.2019: Polizei stoppt Raser: "Ihr seid doch nur neidisch"

Er hat nach eigenen Angaben einen guten Anwalt, vorerst aber ein Auto weniger: Einen uneinsichtigen Verkehrsrowdy hat die Polizei in Bergisch Gladbach gestoppt und dessen Luxusauto sichergestellt. Der 32-Jährige sei gleich dreimal innerhalb weniger Tage vor Polizeikontrollen geflüchtet, berichteten die Beamten am Freitag. Bei der dritten Flucht am Mittwoch brüllte der Mann den Beamten nach deren Angaben entgegen: "Ihr seid doch nur neidisch. Ihr könnt mir gar nichts. Ich habe einen guten Anwalt." Die Polizisten stellten den Wagen wegen verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fahrens sicher. Dem Mann droht ein Strafverfahren.

22.11.2019: Biber fällt Bäume an Autobahn - Polizei muss Fahrbahn freiräumen

Ein emsiger Biber hat an der Autobahn 81 in Baden-Württemberg nachts Bäume gefällt und damit der Polizei Arbeit beschert. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, ragte der Stamm eines umgenagten Baums ein Stück weit in die Fahrbahn bei Bad Dürrheim. Der Biber habe mehrere Bäume umgelegt und "offensichtlich bei einem die Fallrichtung falsch eingeschätzt." Der etwa sieben Meter lange und 20 Zentimeter dicke Stamm sei daraufhin in Richtung Autobahn gestürzt. Ein Autofahrer bemerkte den Stamm und meldete sich bei der Polizei. Die Beamten konnten den umgestürzten Baum hinter die Leitplanke schieben. Verletzt wurde niemand.

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loc/news.de/dpa
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