04.11.2019, 12.37 Uhr

Bahnhof von Kamen: Kind (2) von Flasche aus Party-Zug getroffen - Flaschenwerfer stellt sich!

Eine Zweijährige ist am Bahnhof von Kamen am Kopf von einer Flasche getroffen worden.

Eine Zweijährige ist am Bahnhof von Kamen am Kopf von einer Flasche getroffen worden. Bild: dpa

Eine Zweijährige ist am Bahnhof von Kamen am Kopf von einer Flasche getroffen und zunächst lebensgefährlich verletzt worden. Der Vater sei mit dem Mädchen auf dem Arm am Freitagmorgen die Treppe zum Gleis hinaufgestiegen, wie die Polizei mitteilte. Unvermittelt sei dann nach ersten Erkenntnissen aus einem durchfahrenden Zug eine Flasche geflogen.

Das zweijährige Mädchen schwebt aktuell nach Polizeiangaben nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Der Zustand des Kindes sei nach einer Operation stabil, sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund am Samstagvormittag.

Zweijährige von Flasche aus Party-Zug getroffen: Wurde die Flasche geworfen?

Nach der lebensgefährlichen Kopfverletzung des zweijähriges Kind ist der Verursacher noch nicht bekannt. "Im Moment gibt es keine Hinweise auf einen etwaigen Werfer der Flasche", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund, Henner Kruse.

Die Behörde ermittle in die Richtung, dass die Whiskyflasche aus einem durchfahrenden Zug geworfen worden sei. Es werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Polizisten haben demnach die Personalien der Fahrgäste des Zuges aufgenommen, der in Greven gestoppt wurde. Befragungen seien Teil der Ermittlungen.

Partyzug mit 500 Menschen von Köln nach Norderney unterwegs

Wie auch die "Westfälischen Nachrichten" berichteten, soll es sich bei dem Zug um einen Sonderzug gehandelt haben - einen sogenannten Partyzug. Ein Augenzeuge berichtete, in dem Zug, der von Köln nach Norderney unterwegs war, hätten sich rund 500 Menschen befunden. Von allen hätten die Ermittler dann die Personalien festgestellt.

Flaschenwurf aus Partyzug: 31-Jähriger stellt sich auf Rückfahrt

Nach dem lebensgefährlichen Flaschenwurf aus einem Partyzug am Bahnhof im westfälischen Kamen hat sich der Tatverdächtige der Polizei gestellt. Auf der Rückreise von der Nordsee habe sich ein 31-Jähriger aus Moers am Sonntag als Verursacher zu erkennen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Vorausgegangen waren umfangreiche Befragungen der etwa 500 Reisenden an Bord des Zuges und Druck der Polizei. Der Deutsche sei vernommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Am Freitag war am Bahnhof in Kamen ein zweijähriges Mädchen plötzlich von einer umherfliegenden Whiskyflasche schwer am Kopf verletzt worden. Der Zug, aus dem die Flasche flog, fuhr weiter, im etwa 65 Kilometer entfernten Greven wurde er gestoppt. Dutzende Polizisten nahmen die Personalien der Reisenden auf. Am Sonntag waren zwei Kripo-Beamte erneut in den zurückreisenden Zug eingestiegen und hatten unter anderem Lautsprecherdurchsagen eingesetzt. Das Kleinkind ist nach einer OP außer Lebensgefahr.

Flasche verletzt Kleinkind: Tatverdächtiger spricht von Versehen

Nach den lebensgefährlichen Verletzungen eines Kleinkindes durch eine Glasflasche aus einem Partyzug spricht der mutmaßliche Verursacher von einem Versehen. Laut Polizei sagte der 31-Jährige, die Flasche habe im Zugabteil nahe am Fenster gestanden und sei hinaus geflogen, als er mit einem danebenliegenden Koffer hantierte, teilten die Ermittler am Montag mit.

Die Polizei schaltete einen Gutachter ein, um zu überprüfen, ob der vom Tatverdächtigen angegebene Ablauf stimmen kann. Der Deutsche aus Moers hatte sich auf der Rückfahrt nach erneuten Ermittlungen der Polizei in dem Zug als Verantwortlicher zu erkennen gegeben. Die Whiskyflasche hatte am Freitag am Bahnhof im westfälischen Kamen ein zweijähriges Mädchen am Kopf getroffen und schwer verletzt.

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rut/news.de/dpa
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