28.10.2019, 09.21 Uhr

Schock-Prozess in Sachsen-Anhalt: Pfarrer (60) wollte Ex-Geliebte vergewaltigen lassen

Ein Pfarrer aus Salzwedel wollte seine Ex-Geliebte vergewaltigen lassen.

Ein Pfarrer aus Salzwedel wollte seine Ex-Geliebte vergewaltigen lassen. Bild: dpa

Nachdem sich seine Geliebte von ihm getrennt hat, sah ein Pfarrer aus Salzwedel offenbar rot. Im Internet soll der 60-Jährige laut "Bild"-Zeitung zwei Männer angeheuert haben, seine Ex-Geliebte zu vergewaltigen. Nun muss er sich wegen "sexueller Nötigung in mittelbarer Täterschaft" vor Gericht verantworten.

Pfarrer beginnt Affäre mit Tochter eines Kollegen

Kennengelernt haben sollen sich der Pfarrer und seine Geliebte bereits, als diese 14 Jahre alt war. Laut "Bild" handelt es sich um die Tochter eines Kollegen, welche er damals konfirmierte. Jahre nach der Konfirmation sollen sich der zweifache Familienvater und die junge Frau wieder getroffen und ein Verhältnis begonnen haben.

Nach der Trennung: Pfarrer will Ex-Geliebte vergewaltigen lassen

"Aus Verärgerung, weil die Nebenklägerin ihre Beziehung zu Ihnen beendet hatte, haben sie auf einer Online-Dating-Plattform ein Fake-Profil ihrer Freundin eingerichtet. Den Interessenten täuschten sie vor, ihre ehemalige Freundin wolle vergewaltigt werden", wird die Staatsanwältin von der "Bild"-Zeitung zitiert.

Pfarrer suchte im Namen seiner Ex nach "Sex ohne Tabus"

Im Internet gab sich der Pfarrer als seine Ex aus und gab vor, nach "Sex ohne Tabus" zu suchen. "Du kannst mich auch gleich an der Tür chlorophormieren und vergewaltigen", soll in der Anzeige zu lesen gewesen sein. Dazu soll der 60-Jährige die Anschrift der Pfarrer-Tochter und Porno-Bilder verschickt haben. Vor Gericht zeigte sich der Pfarrer geständig. "Die Vorwürfe der Anklage treffen zu", so sein Verteidiger. Sein Vorgehen begründete der Geistliche allerdings damit, dass er der Frau, die beim Sex auf härtere Praktiken stehe, habe helfen wollen.

Ein 27-Jähriger und ein 33-Jähriger meldeten sich auf die Anzeige und fuhren schließlich zu der Ex-Geliebten nach Hause. Auf die Anzeige angesprochen, reagierte sie überrascht. Gemeinsam gingen sie zur Polizei, der Geistliche wurde angezeigt. Dem 60-Jährigen droht ein Jahr Haft. Seine Frau will laut "Bild" trotz seines Verbrechens und der Affäre bei ihm bleiben.

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fka/sba/news.de
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