25.10.2019, 18.30 Uhr

Fleischersatzprodukte im Test: EKELburger! Diese veganen Burger haben es in sich

Vegane Burger im Test von Ökotest

Vegane Burger im Test von Ökotest Bild: picture alliance/Andreas Arnold/dpa

Die vegane und vegetarische Ernährung ist längst mehr als nur ein Trend oder eine Vorliebe für pflanzliche Produkte. Vielmehr ist sie eine bewusste Entscheidung für eine gesunde Ernährung, eine nachhaltige Verwertungskette und ressourcensparenden Lifestyle. Das führte zur Revolution des Marktes für Fleischersatz. Der genussvolle Veganer erwartet keine schuhsohlenartigen Bratlinge oder Imitate, sondern Patties, die den Fleisch- und Fischkonsum komplett ersetzen. Geschmacklich, optisch und natürlich auch vom Geruch.

"Öko-Test" mit schockierendem Ergebnis

Obwohl einige der Patties, darunter welche aus Hülsenfrüchten, Tofu, Weizeneiweiß und Fleischersatz, mit gut abschnitten, enttäuschte mehr als die Hälfte.

DAS sind die Kritikpunkte von "Öko-Test"

Im Test wurde vor allem die erhöhte Menge an Mineralölbestandteilen, Verunreinigungen mit Gentechnik, zu viel Salz und enttäuschender Geschmack kritisiert.

In mehr als der Hälfte aller getesteten Burger wurden die gesättigte Kohlenwasserstoffe MOSH oder vergleichbare Verbindungen gefunden. Kurz Mineralölbestandteile. Zwar steht die Analyse zum Einfluss von MOSH auf menschliches Gewebe noch aus, doch ist bereits bekannt, das sich Mineralöle in der Leber oder im Fettgewebe speichern.

Ein Produktionsproblem! Die Herstellung ist entscheidend

Das vorhandene Spuren von Mineralöl auf die Produktion zurückgehen, zeigt, dass die andere Hälfe der veganen Bürger gar nicht oder nur in Spuren belastet sind.

Das die Produktion sehr aufwändig ist, kann sich jeder leicht selber herleiten. Insofern überrascht es nicht, dass von den getesteten Burgern nur zwei in Aussehen, Geschmack und Konsistenz als "deutlich fleischähnlich" bewertet wurden. Fünf Produkte erfüllten diesen Standard nicht und waren bestenfalls "leicht fleischähnlich" oder fielen durch.

Warum schmeckt Fleischersatz nach Fleisch?

Das Fleischersatz nicht von ungefähr nach Fleisch schmeckt, zeigen die schockierenden Ergebnisse von fleischähnlichen Burgern. Die Labore wiesen geringe Mengen von gentechnisch verändertem Soja nach. Die Sojabohnen kommen in der Regel von Sojafeldern aus den USA. Dort gelten 94 Prozent der Sojapflanzen als gentechnisch verändert, was eine 100-prozentige Trennung von Gen-Soja und Nicht-Gen-Soja kaum möglich macht.

Die Gentechnik ist inzwischen derart verbreitet, dass auch europäisches Soja oft verunreinigt ist, was bei zwei veganen Burgern nachweisbar ist.

Die integrierten Aromen für den Fleischgeschmack können zudem abführend wirken. Für die Saftigkeit wird Gele verwendet, die Farbe besteht aus synthetischen Farbstoffen und der Geschmack ist eben nur durch künstliche Aromen möglich, was dem bewussten Veganer aber klar sein dürfte.

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nbl/news.de
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