15.10.2019, 16.06 Uhr

Influenza-News 2019: Vorsicht Grippe-Virus! Vorzeichen richtig erkennen

Influenza oder grippaler Infekt - Unterscheidung, Symptome, Ursachen

Influenza oder grippaler Infekt - Unterscheidung, Symptome, Ursachen Bild: picture alliance/Maurizio Gambarini/dpa

Derzeit liegen viele tausend Bundesbürger krank im Bett. Doch ist es in vielen Fällen nicht die wirkliche Grippe, sondern nur ein grippaler Infekt.
Viele kennen diesen Unterschied nicht, da sich für den Erkrankten die Symptome ähneln, die Krankheiten jedoch durch die Erreger und die Intensität weitestgehend unterscheiden. Zudem bricht die Influenza (die wirkliche Grippe) plötzlich aus, während sich die Erkältung über mehrere Tage hinweg anbahnt.

Die Influenza - haut den stärksten Mann nieder

Die wirkliche Grippe tritt plötzlich auf und dauert bis zu sieben Tage, in einigen Fällen sogar über mehrere Wochen an. Die Symptome sind:

  • Hohes Fieber
  • Hitzewallungen
  • Schüttelfrost
  • Atemnot
  • Schmerzen in Kopf, Hals und den Gliedmaßen
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit

Verantwortlich für die Influenza sind die Orthomyxoviren, die in die Typen A, B und C unterteilt werden - A und B sind hierzulande relevant. Die Influenza darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da besonders bei Kindern das Immunsystem noch nicht richtig ausgeprägt ist. Mediziner gehen davon aus, dass der Erkrankte den Virus schon einige Tage vor dem Ausbruch der Krankheit im Körper trägt und bereits einen Tag vor dem Ausbruch der Grippe ansteckend ist - ansonsten liegt die Inkubationszeit bei 1-2 Tagen. Es ist empfehlenswert, bei der Influenza den Arzt aufzusuchen.

Der grippale Infekt - eine starke Erkältung

Der grippale Infekt ist eine ebenso durch Viren verursachte Erkrankung der oberen Atemwege (Nasen- und Nebenhöhlen sowie der Rachenschleimhaut). Bekannt sind über 200 unterschiedliche Erreger - etwa Rhino-, Corona- oder Parainfluenza-Viren. Die Symptome ähneln stark jenen der Influenza - nur fehlt in den meisten Fällen das hohe Fieber.

Die Krankheit ist ausgebrochen

In beiden Fällen braucht der Körper Schonung und viel Flüssigkeit. Durch die trockene Heizungsluft in den Räumen trocknen die Schleimhäute aus. Hier jedoch werden die meisten Erreger als erstes bekämpft. Aufgrund der Ansteckungsgefahr ist es nicht ratsam zur Arbeit zu gehen. Das wird der Chef auch einsehen: Besser eine Person fehlt als eine ganze Abteilung. Zudem dringen bei Stress die Viren wesentlich rascher in den Körper ein. Gönnen Sie sich deshalb mehr Schlaf, da sich das Immunsystem währenddessen voll und ganz auf die Bekämpfung der Krankheit konzentrieren kann. Und schließlich helfen Oma's Hühnersuppe oder auch andere nahrhafte Suppen zu neuen Kräften. Sport während dieser Zeit ist nicht ratsam. Bei der wirklichen Grippe kann es zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kommen, die unweigerlich auf der Intensivstation endet.

Tipps zur Vermeidung einer Ansteckung

Waschen Sie sich mehrmals am Tag gründlich die Hände mit Seife. Viren werden vornehmlich durch die Tröpfchen-Infektion in der Luft (Aerosol) oder durch Körperkontakt übertragen. Viel saisonales Obst und Gemüse bringen auch viele Vitamine und Mineralstoffe. Ein Gesichtsdampfbad schafft freie und feuchte Nasen- und Nebenhöhlen. Bewegung an der frischen Luft stärkt ohnedies stets Körper und Geist.

Grippeimpfung - empfehlenswert

Gerade jetzt - vor der eigentlichen Grippe-Saison im November/Dezember bzw. Februar - sollten v.a. Kinder, Senioren, chronisch kranke oder bereits geschwächte Menschen nach einer Empfehlung des Robert-Koch-Institutes eine Grippeimpfung hinter sich bringen. Die Empfehlungen des Robert Koch Instituts können Sie hier nachlesen. Zudem benötigt das Immunsystem einige Tage, um die notwendigen Abwehrmaßahmen setzen zu können. Eine Erkrankung jedoch mit diesem Virus durch die Impfung nahezu unmöglich. Schließlich wird das Serum aufgrund des virologischen Standes während des Winters in Australien zusammengestellt. Für die Impfung selbst werden nur abgetötete oder Teile von Erregern verwendet. Erst nachdem der Virus den Erdball umkreist hat, kann im Februar ein leicht veränderter Ableger (Subtyp) zurückkommen. Die Abgeschlafftheit nach der Impfung ist somit nur die wünschenswerte Reaktion des Körpers, dass er gegen den Eindringling vorgeht. Sieht der Hausarzt eine medizinische Notwendigkeit für die Impfung, werden die Kosten durch die Krankenkasse übernommen. Antibiotika übrigens helfen bei den meisten Virenerkrankungen nicht!

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US/add/news.de
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