09.09.2017, 17.43 Uhr

++ Hurrikan "Irma" aktuell im Live-Ticker ++:     Hurrikan-Warnungen für Florida

In Kuba sorgte

In Kuba sorgte "Irma" für Zerstörung. Bild: dpa

Für weitere Gebiete wurden Hurrikan-Warnungen herausgegeben. Im Osten erstreckte sich die Gefahrenzone bis fast nach Melbourne, im Westen bis nach Tampa.

Allein in der Metropolregion Miami riefen die Behörden 650.000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser auf. Es handele sich um die größte Evakuierung in der Geschichte der Region, sagte Carlos Giménez, Bürgermeister des Bezirks Miami-Dade. In der Region leben rund 5,5 Millionen Menschen. Die Behörden öffneten am Freitag zusätzliche Notunterkünfte.

Die Evakuierungsmaßnahmen wurden allerdings mancherorts dadurch erschwert, dass das Benzin knapp wurde. Das Weiße Haus zeigte sich beunruhigt. Die Regierung hob eine gesetzliche Regelung auf, wonach nur Tanker unter US-Flagge Treibstoff von einem amerikanischen Hafen zu einem anderen liefern dürfen, wie der Heimatschutzberater des Weißen Hauses, Tom Bossert, sagte.

Präsident Trump appellierte an die Menschen in den betroffenen Gegenden, wachsam zu sein und auf die Empfehlungen der Behörden zu hören. "Dies ist ein Sturm mit einem absolut historischen Zerstörungspotential", erklärte er.

Experten befürchten Überflutungen

Modelle des Hurrikanzentrums sehen "Irmas" Zug bis hinauf nach Atlanta reichen. In seiner Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet. Warnungen gelten auch für Küstenstädte wie Savannah und Charleston. In der Karibik hatte "Irma" verheerende Schäden angerichtet, einige Gebiete galten als unbewohnbar. Der Sender CNN berichtete von mindestens 24 Toten.

Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel Sint Maarten und Saint Martin wurde schwer getroffen. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl derToten dort und in den anderen französischen Überseegebieten auf acht. Bereits zuvor war je ein Mensch auf Anguilla (Großbritannien) und Barbuda gestorben. Es gab Berichte über Plünderungen. Auf Sint Maarten sorgten rund 200 niederländische Soldaten für Ordnung. 70 Prozent der Infrastruktur sind nach Schätzungen der Marine zerstört.

Hurrikan "José" folgt "Irma"

Auf der zu denUSA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischenJungferninseln starben mindestens sieben Menschen. Bis zu neun Meter hohe Wellen schlugen über dieInsel. Hunderttausende waren ohne Strom. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte, da hinter "Irma" bereits der nächste Hurrikan "José" heranzieht. Er wurde zur Kategorie 4 hochgestuft.

Das bitterarme Haiti kam entgegen aller Befürchtungen vergleichsweise glimpflich davon. Ein Mensch galt am Freitag als vermisst, wie der Leiter des Zivilschutzes, Jerry Chandler, mitteilte.

Am Freitag zogen die Ausläufer von "Irma" über Kuba hinweg. Der Sturm brachte starken Wind, heftigen Regen und bis zu vier Meter hohe Wellen. Von der Nordküste Kubas wurden Tausende Touristen in sicherere Gebiete gebracht.

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bua/news.de/dpa
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