07.04.2017, 15.37 Uhr

Stockholm - Drottninggatan: Erstes Opfer nach dem Anschlag identifiziert

In Stockholm ist ein LKW in eine Menschenmenge gerast. Die Polizei geht von einem Anschlag aus.

In Stockholm ist ein LKW in eine Menschenmenge gerast. Die Polizei geht von einem Anschlag aus. Bild: Fredrik Sandberg/dpa

Der Anschlag fand in einer belebten Einkaufsstraße in Stockholm statt.

Der Anschlag fand in einer belebten Einkaufsstraße in Stockholm statt. Bild: dpa

Auf einer zentralen Einkaufsstraße in Stockholm ist ein Kleinlastwagen nach Medienberichten zunächst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Die Polizei spricht von Terrorverdacht.

+++ 08.04.2017, 21:02: Erstes Opfer identifiziert +++

Das erste der vier Todesopfer ist identifiziert worden, wie eine Polizeisprecherin am Samstagabend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zu Geschlecht und Alter wollte sie keine Angaben machen. Die Identität der anderen drei Opfer werde erst herausgegeben, wenn ihre Familien benachrichtigt worden sind.

+++ 08.04.2017, 19:15: Wohnung in Stockholm gestürmt +++

Nachdem drei weitere Personen festgenommen worden sind, hat die Polizei im südlichen Stadtteil Vårberg ein Mehrfamilienhaus gestürmt. Dabei sei eine Person laut "Focus" abgeführt worden.

+++ 08.04.2017, 18:33 Uhr: Polizei nimmt weitere Personen fest +++

Die Polizei hat nach den Anschlägen in Stockholm drei weitere Personen festgenommen. Sie stehen unter Verdacht mit in den Anschlag verwickelt gewesen zu sein, wie "Focus" unter Bezug auf die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtet. Sie seien aus einem Auto gezerrt und festgenommen worden. Das Auto soll in Verbindung zum mutmaßlichen Täter stehen.

+++ 08.04.2017, 14:17 Uhr: Ermittler: Festgenommener ist 39-Jähriger aus Usbekistan +++

Der nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm festgenommene Mann ist nach Angaben der Ermittler Usbeke und 39 Jahre alt. Das bestätigten die Behörden am Samstag auf einer Pressekonferenz. Die Sicherheitspolizei habe im vergangenen Jahr Informationen über den Verdächtigen gehabt, die Angaben hätten sich aber nicht bestätigen lassen. "Wir konnten keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen", sagte Anders Thornberg von der schwedischen Sicherheitspolizei. Der Mann steht unter Terror- und Mordverdacht.

+++ 08.04.2017, 11.21 Uhr: Schwedens Kronprinzenpaar besucht Ort des Anschlags in Stockholm +++

Schwedens Kronprinzessin Victoria und ihr Mann Prinz Daniel haben in Stockholm in der Nähe des Tatorts rote Rosen niedergelegt: "Ich fühle große Trauer und Leere", sagte die Thronfolgerin laut der Boulevardzeitung "Aftonbladet" am Samstag. "Aber ich fühle trotzdem eine Stärke, denn die Gesellschaft hat mit enormer Kraft gezeigt, dass wir uns dem hier entgegensetzen."

+++ 08.04.2017, 08.39 Uhr: Stockholmer Attentäter offenbar gefasst +++

Bei dem unter Terrorverdacht Festgenommenen soll es sich auch um den Mann handeln, der den Lastwagen gefahren ist. "Wir haben den Verdacht, dass der Mann, der festgenommen wurde, der Angreifer ist", sagte Polizeisprecher Lars Byström der Nachrichtenagentur AFP. Der Zeitung „Aftonbladet" zufolge handelt es sich um einen 39-jährigen Usbeken, der ein Sympathisant des Islamischen Staates sei.

+++ 07.04.2017 22.09 Uhr: Ministerpräsident Stefan Löfven: "Das ganze Land steht zusammen" +++

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat nach dem möglichem Anschlag in Stockholm Angehörigen und Opfern Mut zugesprochen. "Ihr sollt wissen, dass ganz Schweden hinter euch steht", sagte Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitagabend auf einer Pressekonferenz. Schweden könne stolz auf die Menschen sein, die ihre Häuser für die geöffnet hätten, die am Freitag nicht nach Hause kommen konnten. "Das ganze Land steht zusammen", sagte Löfven. "Jetzt müssen wir unser Mitgefühl mit den Betroffenen zeigen."

Löfven hat den Anschlag von Stockholm als verabscheuungswürdige Tat verurteilt. "Schweden wird sich nicht durch diese abscheulichen Mörder einschüchtern lassen", sagte er am Freitagabend auf einer Pressekonferenz. "Es fühlt sich so furchtbar an, was passiert ist. Unschuldige Menschen sind getroffen worden." Ziel des Terrorismus sei es, die Demokratie zu untergraben. "Aber so ein Ziel wird in Schweden nie erreicht werden."

+++ 07.04.2017 21.52 Uhr: Schweden verstärkt nach möglichem Terroranschlag Grenzkontrollen +++

Die schwedische Regierung verstärkt nach einem möglichem Anschlag in Stockholm die Grenzkontrollen des Landes. «Wir haben heute Abend beschlossen, die Grenzkontrollen zu verstärken», sagte Ministerpräsident Stefan Löfven am Freitagabend auf einer Pressekonferenz. «Ihr könnt nicht über unser Leben bestimmen. Ihr werdet niemals gewinnen», sagte er an Terroristen gerichtet.

+++ 07.04.2017 21.38 Uhr: Festgenommener ist identifiziert +++

Die schwedische Polizei hat den festgenommenen Mann identifiziert. Das bestätigte ein Sprecher am Freitagabend auf einer Pressekonferenz. Die Person stimme mit dem Mann überein, der auf einem Bild unweit des Tatorts aufgetaucht war. Ob es sich um den Täter handelt, war zunächst unklar.

Der Festgenommene habe sich nach Angaben der Polizei am Abend in einem Laden auffällig verhalten. Das bestätigte ein Sprecher am Freitagabend auf einer Pressekonferenz. Deshalb sei eine Polizeistreife auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn verhaftet.

Zudem geht die schwedische Polizei fest von einem Terroranschlag aus.

+++ 07.04.2017 21.19 Uhr: Opferzahl erhöht sich auf 4 Tote +++

Bei dem mutmaßlichen Attentat in der schwedischen Hauptstadt Stockholm vermelden die Behörden mittlerweile vier Tote.

+++ 07.04.2017 20.46 Uhr: Im Netz kursiert Anschlagsvideo +++

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters kursiert in den sozialen Netzwerken nun auch ein Video des mutmaßlichen Terroranschlages bei dem mindestens drei Menschen getötet wurden.

+++ 07.04.2017 20.38 Uhr: Festnahme! Mutmaßlicher Täter gesteht +++

Nach dem mutmaßlichen Lkw-Anschlag in Stockholm soll die Polizei nach einem Medienbericht einen Mann nördlich der Stadt festgenommen haben. Die Boulevardzeitung "Aftonbladet" beruft sich auf "mehrere Quellen", nach denen sich der Mann zu dem Angriff bekannt haben soll.

+++ 07.04.2017 20.28 Uhr: Terrorwarnstufe wird nicht erhöht +++

Trotz eines mutmaßlichen Anschlags erhöht die schwedische Sicherheitspolizei Säpo einem Medienbericht zufolge die Terrorwarnstufe in Stockholm nicht. Seit längerer Zeit liege die Terrorwarnstufe bereits auf der dritten von fünf Stufen («erhöhte Bedrohung»). "Wir betrachten das Geschehene als ein gesondertes Ereignis und wir arbeiten intensiv mit der Polizei zusammen, um schnell agieren zu können", sagte Säpo-Sprecher Karl Melin der öffentlich-rechtlichen Fernsehgesellschaft Sveriges Television AB am Freitag. Man bewerte die Situation aber kontinuierlich neu.

+++ 07.04.2017, 20.01 Uhr: Terroruntersuchungen eingeleitet+++

Die schwedische Polizei hat Untersuchungen wegen des Verdachts auf Terror eingeleitet. Die Ermittler befragten am Freitagnachmittag zwei Zeugen auf der Polizeiwache.

"Sie werden zum jetzigen Zeitpunkt keines Verbrechens verdächtigt", teilte die Polizei am Abend mit. Die Ermittler erhofften sich aber nützliche Informationen von ihnen. Nach einer weiteren Person, die zum Tatzeitpunkt am Tatort gesehen worden sein soll, sucht die Polizei mit mehreren Bildern. ""Er ist interessant für unsere Ermittlungen."

+++ 07.04.2017, 19.41 Uhr: Stockholm öffnet nach mutmaßlichem Anschlag Gebäude für Bürger +++

Die Stadt Stockholm hat öffentliche Gebäude für Bürger geöffnet, die aufgrund von Verkehrsbehinderungen nicht mehr nach Hause kommen können. Das meldeten die Stadt und der schwedische Kriseninformationsdienst "Krisinformation" am Freitag. Mehrere öffentliche Gebäude in der Hauptstadt wie eine Schule stünden den Bürgern am Abend offen. Wegen des mutmaßlichen Anschlags ist der Verkehr von U-Bahnen, Bussen und Zügen im Zentrum Medienberichten zufolge stillgelegt worden.

+++ 07.04.2017, 19.37 Uhr: Königsfamilie unterbricht Brasilien-Reise +++

Die schwedische Königsfamilie hat mit großer Bestürzung auf die mögliche Terror-Attacke in der Hauptstadt Stockholm reagiert. Das ließ König Carl XVI. Gustaf in einem kurzen Statement auf der offiziellen Homepage des Königshauses mitteilen. Man wüsste derzeit noch nichts Genaues über die Hintergründe und Ausmaße des Vorfalls, verfolge aber die weitere Entwicklung. In ihren Gedanken sei die gesamte königliche Familie bei den Opfern und ihren Familien. Das Paar unterbricht seinen Brasilien-Trip.

+++ 07.04.2017, 19.30 Uhr: Tatfahrzeug war ein gestohlener LKW +++

Der Lastwagen gehört Medienberichten zufolge der Brauerei Spendrups. Ein Sprecher sagte einem Radiosender, der Fahrer habe gerade ein Restaurant beliefern wollen. Er habe hinten am Laster gestanden, um ihn aufzuschließen, als ein Maskierter vorne in die Fahrerkabine gesprungen und weggefahren sei. Der Brauerei-Fahrer habe vergeblich versucht, den Mann zu stoppen.

+++ 07.04.2017, 18.15 Uhr: Nach mutmaßlichem Attentat: Polizei sucht Mann +++

Der mutmaßliche Attentäter auf einem Fahndungsbild der Polizei.

Der mutmaßliche Attentäter auf einem Fahndungsbild der Polizei. Bild: picture alliance / Polizei/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Nach dem mutmaßlichen Lkw-Attentat in Stockholm ist der Täter noch auf freiem Fuß. Die Polizei sucht nach einem Mann, der zur fraglichen Zeit am Tatort gesehen worden sein soll. "Mit dieser Person würden wir gern in Kontakt kommen", sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson bei einer Pressekonferenz am Freitag. Er zeigte Bilder, auf denen ein Mann in einer Kapuzenjacke zu sehen war.

+++ 07.04.2017, 17.57 Uhr: Noch keine Festnahme nach mutmaßlichem Anschlag von Stockholm +++

Nach dem mutmaßlichen Anschlag von Stockholm hat es bis zum späten Nachmittag noch keine Festnahme gegeben. "Es ist niemand festgenommen worden", sagte ein Sprecher der Stockholmer Polizei am Freitag auf einer Pressekonferenz. Es habe nach der Lkw-Attacke keine weiteren Vorfälle mehr gegeben, erklärte der Sprecher. Ob er sich damit auf Medienberichte über Schüsse bezog, sagte er nicht.

+++ 07.04.2017, 17.47 Uhr: Ausmaß des mutmaßlichen Anschlags von Stockholm noch unklar +++

Auch Stunden nach dem mutmaßlichen Anschlag von Stockholm ist das Ausmaß nach Angaben der Behörden noch unklar. "Wir wissen nicht, ob es eine Einzeltat ist oder ob wir mit mehr rechnen müssen", sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson am Freitag auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Zur Zahl der Toten und Verletzten konnte er noch keine genauen Angaben machen. "Es gibt so viele Aussagen, die kursieren, deshalb ist es besser zu warten", fügte er hinzu. "Das hier ist eine schwarze Stunde für die Angehörigen und die Opfer", sagte Eliasson.

+++ 07.04.2017, 16.56 Uhr: Lastwagen soll größter Brauerei des Landes gehören +++

Das Tatfahrzeug soll laut Medienberichten von der Brauerei Spendrups gehören. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Nachrichtenagentur TT sagte, habe der Fahrer gerade ausgeladen, als ein Mann in die Fahrerkabine gesprungen und losgefahren sein soll.

+++ 07.04.2017, 16.41 Uhr: Polizei räumt Stockholmer Hauptbahnhof +++

Nach einem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen räumt die Polizei einem Medienbericht zufolge den Hauptbahnhof Stockholms. Das bestätigte der Pressedienst der Schwedischen Bahn, berichtete die öffentlich-rechtliche Fernsehgesellschaft Sveriges Television AB am Freitag. Ein Kleinlaster ist im Stockholmer Zentrum in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Die Polizei spricht von Terrorverdacht. Nach Angaben des schwedischen Radios soll es mindestens drei Tote geben.

+++ 07.04.2017, 16.34 Uhr: Facebook schaltet "Sicherheitscheck" nach möglichem Anschlag an +++

Facebook hat nach einem möglichen Anschlag in Stockholm seinen "Sicherheitscheck" aktiviert. Nutzer in Stockholm können darüber Freunden mitteilen, dass sie in Sicherheit sind. Der Service war bei Terroranschlägen in den vergangenen Monaten immer wieder aktiviert worden. Der "Safety Check" war ursprünglich unter dem Eindruck des Tsunami 2011 in Japan für den Fall von Naturkatastrophen entwickelt worden. Ein Kleinlaster ist im Stockholmer Zentrum in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Die Polizei spricht von Terrorverdacht. Es soll Tote geben.

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