11.07.2016, 13.36 Uhr

"Diebe im Gesetz": Russenmafia versetzt Deutschland in Angst und Schrecken

Zahlen steigen dramatisch: Unzählige Einbrüche halten Deutschland seit Jahren in Atem. (Symbolbild)

Zahlen steigen dramatisch: Unzählige Einbrüche halten Deutschland seit Jahren in Atem. (Symbolbild) Bild: Fotolia.de/Photographee.eu

Dass Einbruchsbanden in Deutschland ihr Unwesen treiben und immer mehr Wohnungen ausgeraubt werden, ist eigentlich kein Geheimnis mehr. Die Zahl der Übergriffe ist in Deutschland in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Bei den Opfern bleibt ein fader Beigeschmack - und ein mulmiges Gefühl, wenn Einbrecher das gesamte Hab und Gut durchwühlt haben.

Russenmafia in Deutschland äußerst aktiv

Die Ausmaße der Einbruchsbanden war in Zahlen bisher nur schwer zu erfassen. BKA-Präsident Holger Münch veröffentlicht nun aber eine Rechnung, die beunruhigt und warnt: "Die russisch-eurasische organisierte Kriminalität erleben wir als sehr dynamisch. Sie expandiert gerade in den Westen hinein", zitiert ihn "n24.de".

Einbrüche mit enormen Schadenspotenzial

Und: Die Mafia habe durch Wohnungs- und Ladeneinbrüche ein enormes Schadenspotenzial. Man könne von Schäden im Milliardenbereich rechen, so Münch. Besonders eine Gruppe sei gefährlich. Sie nennt sich "Diebe im Gesetz". Sie wurde in Stalins Straf- und Arbeitslager gegründet, so "n24" weiter. In der Bande tummeln sich alle Ethnien der damaligen Sowjetunion: Abchasier, Georgier, Kaukasier und Turkmenen. Das brachte allein in Deutschland "früher 20.000 bis 40.000 Personen mit dieser Organisation in Verbindung". Heute schätzt das BKA die Zahlen ebenfalls auf einen fünfstelligen Bereich, es seien aber nur Schätzungen möglich.

8 bis 10 Prozent der Häftlinge in Deutschland sind russischstämmig

Besonders erschreckend: Die Mafia hat sich in Deutschland ein hervorragendes Netzwerk aufgebaut. Auch in deutschen Gefängnissen, wo "acht bis zehn Prozent der Insassen in deutschen Justizvollzugsanstalten sind russischsprachig oder russischstämmig, umgerechnet rund 5000 Personen", so Münch. Damit verfügen die Gruppierungen auch über ein großes Rekrutierungspotenzial. Zudem würden viele Straftaten aus den Gefängnissen heraus geplant werden. Neben Diebstählen werden die russischen Banden auch wegen Prostitution, Schutzgelderpressung und Warenbetrug straffällig.

Viele Verdächtige sind Asylbewerber

Wie Münch sagt, handele es sich bei vielen Verdächtigen um Asylbewerber: "Gerade bei solchen Asylbewerbern, die das Asylrecht missbrauchen, um Straftaten zu begehen, muss dafür gesorgt werden, dass ihr Aufenthalt möglichst kurz ist beziehungsweise eine schnelle Ausweisung erfolgen kann."

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gea/bua/news.de
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