31.08.2015, 16.52 Uhr

Werden Sie aktiv: Unser 4-Punkte-Programm für Flüchtlingshelfer

Auch Sie können in der aktuellen Flüchtlingskrise helfen.

Auch Sie können in der aktuellen Flüchtlingskrise helfen. Bild: dpa/Julian Stratenschulte

Von news.de-Volontär Eric Mittmann

Während Behörden und Flüchtlingsheime im Chaos versinken, hat die derzeitige Asylproblematik im Privaten eine Welle der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft losgetreten. Zwar gibt es auch die Kehrseite - sogenannte "besorgte Bürger", die sich in sozialen Netzwerken gegen Migranten aussprechen und dies oftmals auf abscheuliche Art und Weise tun -, dennoch wollen viele Deutsche auch weiterhin den Menschen helfen, die derzeit vor Krieg und Verfolgung in unser Land strömen.

Dabei wissen Hilfsbereite oftmals nicht, wie sie vorgehen sollen. Um zumindest einen kleinen Anstoß zu geben, haben wir Ihnen nachfolgend ein Hilfsprogramm aufgestellt, das Ihnen dabei helfen soll, anderen zu helfen. Das Programm ist in vier Punkte unterteilt, die sich jeweils in ihrer Intensität unterscheiden. Egal, ob Spendenleistung, Mitarbeit in einem Flüchtlingsheim oder die Auseinandersetzung mit Leuten, die nicht Ihrer Meinung sind - je nachdem, wozu Sie sich in der Lage fühlen, können Sie einen der Punkte als Denkansatz wählen und sich so für Ihre Mitmenschen einsetzen.

Punkt 1: Vorurteile abschaffen

Es sind die Orte, an denen sich Deutschland derzeit von seiner hässlichsten Seite zeigt. In sozialen Netzwerken und auf den Internetseiten bekannter Zeitschriften nutzen Rechtsextreme immer wieder Kommentarfunktionen, um gegen Migranten und Flüchtlinge vorzugehen. Von Seiten der Betreiber erfahren diese oft nur wenig Gegenwehr. Dabei basiert ihre Weltanschauung meist nicht nur auf falschen Vorurteilen - wie unsere 10 Wahrheiten über Flüchtlinge in Deutschland aufzeigen -, sondern ihre Äußerungen sind darüber hinaus oftmals auch über alle Maßen abscheulich und widerwärtig.

Gleichzeitig ist es keineswegs schwer, gegen diese Menschen vorzugehen: Setzen Sie sich mit ihnen auseinander. Zeigen Sie ihnen, dass ihre Einstellung nur Hass und noch mehr Leid heraufbeschwört. Auch im Bekanntenkreis können solche Gespräche schon einmal aufkommen. Auch hier gilt: Setzen Sie sich mit den Menschen auseinander und überzeugen Sie sie von Ihren Ideen.

Menschen greifen auch immer wieder darauf zurück, Nutzer sozialer Netzwerke, die durch rassistische Äußerungen aufgefallen sind, bei ihren Arbeitgebern zu melden. Dabei sollte allerdings immer beachtet werden, ob ein solches Vorgehen gesetzlich gerechtfertigt ist und inwiefern der Arbeitgeber in einem solchen Fall reagieren kann. Til Schweiger ein Vorzeigeheim errichten oder sich wie die deutsche Band "Donots" beim diesjährigen Bundesvision Song Contest vor Millionen von Leuten öffentlich gegen Rechtsextremismus aussprechen.

Sie müssen jedoch auch nicht davor zurückschrecken. Wie wäre es z.B., wenn Sie eine Spendenveranstaltung organisieren. Viele Bands aus den unterschiedlichsten Genres setzen sich derzeit für Hilfsbedürftige ein und würden liebend gern bei einem Benefizkonzert auftreten. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt hat unlängst Flüchtlinge bei sich aufgenommen und auch verschiedene Parteien sprachen sich für die private Aufnahme von Migranten aus - sowie die Unterstützung solcher Maßnahmen.

Letztendlich geht es jedoch nur um das Wesentliche: Setzen Sie sich für Ihre Mitmenschen ein und zeigen Sie ihnen, dass sie in diesem Land willkommen sind. Es ist kein Platz mehr für Hass und Ausgrenzung in unserer heutigen Gesellschaft.

Es ist nicht immer einfach, in dieser Zeit gegen all die Hass-Kommentare auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken vorzugehen - oder doch? Dieses Video zeigt, wie Sie Neonazis ganz einfach einen Strich durch die Rechnung machen.

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mie/zij/news.de
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