05.07.2015, 09.39 Uhr

Hagel, Starkregen, Tornados: Höchste Warnstufe: DWD warnt vor Unwetter nach Gluthitze

Trotz steigenden Temperaturen in ganz Deutschland wurde der Hitzerekord von 40,2 Grad nicht gebrochen. Nach der extremen Hitze kommt nun der große Knall. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Unwettern.

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Glut-Sommer 2015 in Deutschland: Hitzerekord nicht gebrochen

Im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim wurden am Samstag 39,2 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Der bisherige Tageshöchstwert sei aber nicht überschritten worden: Das Maximum liegt weiter bei 40,2 Grad. So viel wurden in Karlsruhe am 9. und 13. August 2013 sowie in Freiburg am 13. August 2013 registriert. Dennoch war der 4. Juli der bisher heißeste Tag des Jahres - am Donnerstag waren es in Duisburg und Geilenkirchen 38,7 Grad.

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Unwetterwarnung am 05.07.2015: Tornados, Hagel, Sturmböen und Starkregen

Mit den extrem hohen Temperaturen steigt nun die Gefahr schwerer Unwetter. Vor allem der Westhälfte Deutschlands drohen Hagel, schwere Sturmböen und starke Regenfälle. Die Unwetter zogen bereits am Samstag von Frankreich und den Benelux-Staaten heran. Noch größer ist das Risiko am Sonntag. Am Abend kann es vor allem von Rheinland-Pfalz bis zur Nordsee zu heftigen Gewittern kommen. Sogar Tornados seien laut DWD möglich. In der Nacht zum Montag sollten sich die Gewitter in Richtung Nord-Osten verlagern.

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Der news.de-Nachrichtenüberblick

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Unwetter in Thüringen: Umgestürzte Bäume sorgen für Chaos

In Thüringen tobten bereits am Samstag Unwetter. Wie die Polizei in Erfurt mitteilte, kippte eine heftige Windböe auf der Autobahn 4 nahe Mellingen einen Lastwagen um. Das Führerhaus hing über einer kleinen Brücke und drohte in die Tiefe zu stürzen. Der Fahrer wurde unverletzt gerettet. In Erfurt knickten Bäume um und beschädigten parkende Autos. Die Wucht des Starkregens ließ eine Decke in die Wohnungen darunter stürzen. Etwa 50 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Es gab keine Verletzten.

Hitzewelle in Deutschland: Tote bei Badeunfällen

Wegen Verdachts auf Hitzekollaps wurden mindestens sechs Teilnehmer des Deutschen Chorfestivals in Trier ins Krankenhaus gebracht. Die jungen Leute seien etwa bei einer Probe im Trierer Dom zusammengeklappt, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Schwagstorf bei Osnabrück kollabierten 25 Erntehelfer auf einem Erdbeerfeld. Bei Badeunfällen am Bodensee starb ein 73-Jähriger, zwei weitere wurden schwer verletzt.

In Berlin musste am Samstag die Kuppel und die Dachterrasse des Reichstagsgebäudes gesperrt werden. Mehrere Menschen hätten dort Kreislaufprobleme bekommen, sagte ein Bundestagssprecher. Die Polizei bekam am Samstag mehrere Notrufe, weil Eltern ihre Kinder während des Einkaufs in geparkten Autos zurückgelassen hatten. Auch Hunde mussten aus Fahrzeugen befreit werden. "Das ist unfassbar, so geht das einfach nicht", sagte ein Beamter in Thüringen. Die Fahrzeughalter seien mit Megafonen ausgerufen worden.

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Bilder, die für Abkühlung sorgen