13.07.2014, 08.30 Uhr

Durchgehört: Jennifer Lopez kehrt zurück zu ihren Wurzeln

Jennifer Lopez veröffentlicht ein neues Album

Jennifer Lopez veröffentlicht ein neues Album Bild: Universal Music/spot on news

Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann

Back to the roots - das geht meistens schief, wenn hochkarätige Superstars wieder mitmischen wollen. Jennifer Lopez versucht alles, damit genau das nicht passiert. Mehr als drei Jahre hat es gedauert bis die Hiphop-Diva wieder ein neues Album auf den Markt gebracht hat.

Hochkarätige Duettpartner

Momentan in aller Ohren ist der offizielle Song zur Fußball-WM in Brasilien (gemeinsam mit Pitbull und Claudia Leitte) We Are One (Ole Ola). Der ist allerdings nicht auf ihrem Album zu finden, leider, hätte dieser Song doch noch einen entscheiden Farbtupfer dargestellt. Stattdessen hat Jennifer Lopez sich Pitbull für den vielsagenden Titel namens Booty ins Boot geholt. Und es ist erwartungsgemäß nichts neues vom Erfolgsproduzenten. Eine sehr eintönige Musik, J.Los Stimme und wummernde Bässe - bei einigen wenigen Feierwütigen sicher ein Erfolgsgarant. Und dass der gesamte Text sich lediglich um den Allerwertesten (um wessen Hintern eigentlich?) dreht, macht es nicht besser.

Gemeinsam mit French Montana verfällt J.Lo in I Luh ya Papi wieder in ihre Rolle als Jenny from the block - nur dass sie längst dieser Rolle entwachsen ist und unglaubwürdig wirkt. In Acting like that ist es noch am ehesten erkennbar, in welche Richtung Jennifer Lopez möchte. Sie harmoniert bestens mit Iggy Azalea. Leider überhaupt keine Harmonie entsteht im Opener A.K.A.. Man bekommt nicht selten das Gefühl, als würden zwei Menschen das gleiche wollen, aber aneinander vorbeireden. Der Rap steht hier im Vordergrund, aber es fehlt der letzte überspringende Funke.

Untypische Balladen und ein fehlendes Feuerwerk

Mit Never Satisfied und Emotions hat Jennifer Lopez versucht, in die Schmusekiste zu greifen. Es bleibt leider beim Versuch. Es gibt bei beiden Songs keine Entschuldigung, um von ihrer dünnen Stimme abzulenken. Die leisen Töne stehen ihr, vielleicht kann sie beim nächsten Album mehr daraus machen. Leider fehlt dem kompletten Album das rassige Feuer. Keine mitreißende Hymnen und Ohrwürmer. Sicherlich hat sie das Zeug dazu, es besser zu machen. So muss eben nur ihre Show überzeugen und das Gesangliche in den Hintergrund rücken. Beim nächsten Mal gerne wieder besser!

Fazit: 1 von 5 Sternen

Künstler: Jennifer Lopez
Album: A.K.A

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loc/news.de