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Waldbrandgefahr in Niedersachsen am 07.10.2023: Kritische Lage für einige Waldflächen im Bundesland

Die Waldbrandsaison ist in vollem Gange. Besonders kritisch ist die Lage im Bundesland Niedersachsen, da dort Wälder mittlerweile die dritte Warnstufe erreicht haben. Informieren Sie sich hier, wie der Waldbrandgefahrenindex sich in den kommenden Tagen entwickelt, um welche Wälder es sich handelt und was die einzelnen Warnstufen bedeuten.

Die Waldbrandgefahr ist aktuell in vielen Teilen Deutschlands erhöht. (Foto) Suche
Die Waldbrandgefahr ist aktuell in vielen Teilen Deutschlands erhöht. Bild: Adobe Stock / Christian Schwier

Trockener Frühling und heißer Sommer: Ein gefährlicher Cocktail für die Wälder in der Bundesrepublik. Unter diesen Voraussetzungen können mit Leichtigkeit folgenschwere Waldbrände ausbrechen. Der Deutsche Wetterdienst überwacht die Bedrohungslage in vielen Standorten in ganz Deutschland und hier auf news.de informieren wir Sie nicht nur über die aktuell am schlimmsten bedrohten Wälder in Ihrer Region, sondern geben auch eine Entwicklung des Risikos über die nächsten Tage.

Welche Wälder in Niedersachsen sind aktuell gefährdet?

Aktuell besteht glücklicherweise für keinen Wald eine hohe oder extrem hohe Gefahr auf Waldbrand. Die momentanen Wetterbedingungen führen jedoch trotzdem zu einer mittleren Waldbrandgefahr, sodass jeder, der einen Wald betritt oder sich in dessen Nähe aufhält, sich an die Verhaltensrichtlinien halten sollte, um die Natur zu schützen.

Interessant zu wissen: Die Art des Waldes bestimmt mit, wie hoch das Risiko eines Brandes ist. So sind harzhaltige Nadelbäume sehr viel anfälliger für Feuer und reine Nadelwälder leiden unter einem grundsätzlich höherem Risiko als Mischwälder oder reine Laubwälder.

Waldbrandgefahr für Niedersachsen? Aktuelle Gefahreneinstufung der Messstationen

Vereinzelte Waldgebiete in Niedersachsen sind von erhöhter Brandgefahr betroffen. Weniger als die Hälfte der Messstationen des deutschen Wetterdienstes melden für die kommenden fünf Tage mindestens einmal die Warnstufe 3 und somit eine mittlere bzw. erhöhte Gefahr für einen Waldbrand. 2 von 49 Stationen werden aufgeführt, weil sie einen WBI von 3 oder mehr aufweisen.

Stationsname07.10.202308.10.202309.10.202310.10.202311.10.2023Entwicklung
Hameln-Hastenbeck🟠🟢🟢🟢🟡↘️
Bevern (Kreis Holzminden)🟡🟡🟡🟡🟠↗️

🟢 = Warnungsstufe 1
🟡 = Warnungsstufe 2
🟠 = Warnungsstufe 3
🔴 = Warnungsstufe 4
🟣 = Warnungsstufe 5
Wie die längerfristige Entwicklung zeigt, sinkt der WBI für 1 von 2 Stationen in den kommenden Tagen ab, für keine bleibt er gleich und für 1 steigt er an.

Warnungsstufen legen angemessenes Verhalten fest

Das Stufenmodell wurde 2014 bundesweit eingeführt und orientiert sich am internationalen Standard von fünf Stufen, 1 bis 5. Es hat den Zweck, die Bevölkerung über die Gefahrenlage zu informieren und Verhaltensweisen an die Hand zu geben, mithilfe derer Waldbränden vorgebeugt werden können. Jede Gefahrenstufe beinhaltet Empfehlungen und Hinweise für das Verhalten im Wald. Bei niedrigen Stufen handelt es sich meist nur um die Sensibilisierung der Bürger, ab Stufe 3 oder 4 ist es möglich, dass Verbote dazu kommen, um den Wald zu schützen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung zu den einzelnen Stufen, typischen Verhaltensregeln und möglichen Einschränkungen. Diese können im Detail jedoch regionale Unterschiede aufweisen. Genaue Informationen dazu finden Sie beispielsweise auf den Seiten der örtlichen Feuerwehr oder der zuständigen Forstbehörde.

Stufe 1 – sehr geringes Risiko
Es gibt keine weiteren Einschränkungen.

Stufe 2 – geringes Risiko
Zündquellen sind zu vermeiden. Befahren Sie Wege mit trockenem Boden nur im Notfall.

Stufe 3 – mittleres Risiko
Benutzen Sie keine öffentlichen Feuerstellen oder Grillplätze mehr. Rauchen Sie nicht in Wäldern. Führen Sie keine Waldarbeiten durch, die Funkenschlag oder Feuer beinhalten, wie das Verbrennen von Reisig oder Schweißen.

Stufe 4 – hohes Risiko
Parkplätze und touristische Einrichtungen im Wald können gesperrt werden. Verlassen Sie öffentliche Waldwege nicht und parken oder benutzen Sie Ihr Auto nicht im Wald.

Stufe 5 – extrem hohes Risiko
Waldeigentümer und Forstbehörden können vorübergehend ein Begehverbot für besonders gefährdete Gebiete verhängen. Achten Sie auf die Beschilderung und vermeiden Sie grundsätzlich Waldspaziergänge.

Mehr zum Thema: Verhaltenstipps für den Wald, die Ihr Leben retten! Was tun, wenn es brennt?

Wie schnell breiten sich Waldbrände aus und wie lange dauern sie?

Die Geschwindigkeit hängt von vielerlei Faktoren ab, darunter die Art und Menge der Vegetation im betroffenen Gebiet, der Geländeneigung (z.B Hanglage) und den aktuellen Witterungsbedingungen wie niedrige Luftfeuchtigkeit, die zu ausgetrockneter Vegetation führt oder starken Winden, durch die der Brand sich unvorhersehbarer und schneller ausbreiten kann. Die Voraussage ist komplex und die Geschwindigkeit von Waldbränden kann sich sehr von einander unterscheiden. Manche können sich innerhalb einer Stunde mehrere Kilometer ausbreiten. Genauso atemberaubend wie erschreckend ist die unterschiedliche Länge, die ein Waldbrand anhalten kann. So sind einige nach Stunden oder wenigen Tagen gelöscht, während es vereinzelte Waldbrände gibt, die sich wochen- oder sogar monatelang halten, bis die Löschversuche endlich erfolgreich sind.

Waldbrandsaison: Dieser Zeitraum ist besonders kritisch

Deutschlands Wälder sind von Anfang März bis Ende September besonders gefährdet. Vor allem von April bis Juni ist es in vergangenen Jahren durch die Frühjahrstrockenheit zu den häufigsten Waldbränden gekommen. So gab es 2021 im April 104, im Mai 70 und im Juni 186 Waldbrände in der Bundesrepublik. Um der Bevölkerung in dieser Zeit eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, wurde ein Stufenmodell für die Waldbrandgefahr entwickelt. Im Zeitraum vom 1. März bis 30. September veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst tagesaktuell den Waldbrandgefahrenindex, in dem die einzelnen Regionen mithilfe verschiedener Messungsgrundlagen in die Waldbrandgefahrenstufen eingeteilt werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller Daten vom deutschen Wetterdienst KI-gestützt erstellt. Letzter Datenabruf: 07.10.2023. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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roj/news.de

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