24.08.2020, 18.33 Uhr

Ist Teflon giftig?: Vorsicht, Krebs?! So schädlich sind beschichtete Bratpfannen wirklich

Beschichtete Pfanne sind ungefährlich, wenn man sie richtig verwendet.

Beschichtete Pfanne sind ungefährlich, wenn man sie richtig verwendet. Bild: AdobeStock / stenkovlad

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

Beschichtete Pfannen und Töpfe gehören in vielen Küchen zur Grundausstattung. Doch was viele nicht wissen: Geht man mit der Teflon-Beschichtung nicht sachgerecht um, ist der Kunststoff durchaus gesundheitsschädlich.

Krebs durch beschichtete Pfannen und Töpfe? So gefährlich ist Teflon

Hinter dem Begriff Teflon verbirgt sich Polytetrafluorethylen (PTFE). In Pfannen und Töpfen wird der Kunststoff als Antihaft-Beschichtung eingesetzt. So bleibt beim Braten und Kochen nichts kleben und das Küchengeschirr lässt sich problemlos reinigen. Da Teflon meist nur mechanisch aufgebracht wird, ist die Oberfläche nur wenig kratzfest. Viele Verbraucher befürchten, dass durch Kratzer giftige Stoffe aus der Beschichtung austreten können. Diese Angst sei allerdings völlig unbegründet. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellen selbst kleinste Teilchen keine Gefahr dar. Der menschliche Körper nimmt das Teflon nicht auf. Es werde vollständig wieder ausgeschieden.

Überhitzung setzt giftige Substanzen frei

Jedoch sollten Verbraucher dennoch einige Regeln bei der Nutzung von Teflon beachten. Es ist nämlich durchaus möglich, dass bei falscher Verwendung krebserregende Substanzen entstehen. Das BfR geht davon aus, dass die Beschichtung ab einer Temperatur von 360 Grad überhitzt und giftige Dämpfe freisetzt. Daher sollten Pfannen und Töpfe mit Teflon nie ohne Inhalt erhitzt werden.

"Ist das Kochgeschirr mit Lebensmitteln befüllt, ist eine Überhitzung sehr unwahrscheinlich. Solange Wasser oder wasserhaltige Speisen in dem Koch-, Back- und Bratgeschirr sind, kann die Temperatur nicht deutlich über 100 °C, den Siedepunkt des Wassers, steigen. Öl beginnt, abhängig davon, ob es pflanzlichen oder tierischen Ursprungs ist und ob es gehärtet wurde, bei Temperaturen zwischen 110 und 270 °C zu verdampfen", schreibt die Behörde auf ihrer Webseite. Atmet man PTFE-Dämpfe ein, kann es zum Polymerfieber kommen. In großen Mengen wirke dies tödlich. Folgen Sie daher unbedingt den Verwendungshinweisen des Herstellers.

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bua/fka/news.de
Themen: Krebs