30.05.2020, 07.30 Uhr

Ökotest im Juni 2020 aktuell: Testurteil "Mangelhaft"! DIESE Kinder-Sonnencremes schmieren ab

"Ökotest" hat 21 Kinder-Sonnencremes getestet. Bild: Adobe Stock/nadezhda1906

Der Sommer rückt immer näher. Das bedeutet jedoch auch, dass die Gefahr, sich einen Sonnenbrand einzufangen, ebenfalls steigt. Um dem vorzubeugen, sollte auch in diesem Jahr wieder kräftig gecremt werden. Vor allem die jüngsten unter uns benötigen eine gehörige Portion Sonnencreme. Ökotest hat 21 Kinder-Sonnencremes für Sie genauer unter die Lupe genommen und dabei untersucht, welche Produkte tatsächlich einen für Kinder geeigneten UV-Filter beinhalten. Das Ergebnis: Lediglich zwei Sonnencremes für Babys und Kinder schneiden im Test mit "sehr gut" ab. Von zwei weiteren getesteten Sonnenschutzmitteln raten die Experten sogar gänzlich ab.

Ökotest im Juni 2020 aktuell: Kinder-Sonnencremes im Test

In acht getesteten Sonnencremes entdeckte die Zeitschrift "Ökotest" sogar die Wirkstoffe Octocrylen und Homosalat. Diese stehen unter Verdacht, das Hormonsystem zu stören und haben demnach nichts auf der Haut von Kindern zu suchen. Nicht selten beinhalten Sonnencremes bedenkliche Inhaltsstoffe. Die Experten von Ökotest raten daher generell zu Sonnencremes mit mineralischem statt chemischem UV-Filter. Diese seien nach aktuellem Wissensstand die bessere Wahl für Kinder, schreibt Ökotest in seiner aktuellen Juni-Ausgabe.

Kinder-Sonnencreme im Test: Das sind die Testsieger

Das Fazit der Ökotester: Mehr als die Hälfte der Sonnencremes im Test können die Experten empfehlen. Testsieger wurden "Ladival Für Kinder Sonnenschutz Milch 50+, ohne Parfüm" von Stada und "Sun Dance Kids Sonnenmilch 50, ohne Duftstoffe" von dm. Beide Produkte sorgen ohne gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe für einen hohen Sonnenschutz.

Bedenkliche Inhaltsstoffe! Diese Sonnenschutz-Mittel fallen bei Ökotest durch

Doch nicht alle Sonnencremes konnten die Tester überzeugen. Minuspunkte gab es hingegen für Sonnenschutz-Produkte, die Kunststoffverbindungen wie Silikon oder Acrylate enthalten. Das sei bei knapp drei Viertel der Cremes der Fall, berichtet Ökotest. Diese Polymere geraten beim Baden im Meer oder im See direkt in die Umwelt und schädigen diese nachhaltig, da sie sich kaum wieder abbauen. Ebenfalls kritisiert wurden hormonell wirksame UV-Filter. Ein weiteres Problem im Test stellten umstrittene PEG/PEG-Derivate dar. Diese Verbindungen können Fremdstoffe in die Haut einschleusen. Die umstrittenen Inhaltsstoffe wurden in "Anthelios Dermo-Pediatrics 50+ Lotion" von La Roche-Posay und in "Garnier Ambre Solaire Kids Sensitive Expert+ LSF 50+" von L'Oréal entdeckt. Diese Produkte bewerteten die Tester daher mit "mangelhaft" beziehungsweise "ungenügend".

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Darauf sollten Eltern beim Sonnenschutz für Kinder unbedingt achten

Dennoch gilt: Auch die beste Sonnencreme schützt nur bedingt. "Besser ist, wenn Kinder die Mittagssonne komplett meiden", rät Ökotest-Redakteurin Heike Baier. Besonders wichtig beim Sonnenschutz für Kinder:

- Sparen Sie nicht an Sonnencreme! Experten raten zu drei bis fünf Teelöffel für einen ausreichenden Sonnenschutz.

- Cremen Sie Ihr Kind nach dem Baden noch einmal ein. Auch wasserfeste Creme hält nicht ewig.

- Nutzen sie bevorzugt Sonnencreme mit mineralischem UV-Filter.

- Verwenden Sie mindestens Lichtschutzfaktor 30, wenn nicht gar 50 und bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne.

Alle Test-Ergebnisse finden Sie übrigens hier.

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sba/fka/news.de