13.03.2020, 10.24 Uhr

Coronavirus aktuell in Deutschland: DAS sollten Sie bei Verdacht auf Covid-19-Symptome tun

Was tue ich bei Verdacht auf Corona-Infektion?

Was tue ich bei Verdacht auf Corona-Infektion? Bild: AdobeStock / velimir

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt. Die Sorge der Bundesbürger steigt, wie Zugriffszahlen auf die Webseiten deutscher Gesundheitsbehörden zeigen.

Infektionszahlen mit Coronavirus in Deutschland 2020 steigen

Die Server seien überlastet, hieß es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Bundesgesundheitsministerium. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin schrieb auf Twitter: "Der Zugriff auf die RKI-Internetseite ist derzeit eingeschränkt, wegen stark erhöhter Zugriffszahlen." An wen können sich Menschen wenden, wenn sie den Verdacht haben, ebenfalls mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein?

Im Zweifelsfall ist der Ansprechpartner das örtliche Gesundheitsamt. Ansonsten sollten sich mutmaßlich Betroffene an den Hausarzt wenden. Jedoch sollte man vor dem Praxisbesuch anrufen.

Am Coronavirus erkrankt? DAS sind die Symptome

Die Anzeichen einer Sars-CoV-2-Infektion sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) Beschwerden wie Husten und Schnupfen, Halskratzen und Fieber, manchmal auch Durchfall. Damit ist es für Laien unmöglich, die durch den Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 von der regulären Grippe oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden, erklärt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen.

Die Gefahr, sich in Deutschland mit Grippe- und Erkältungsviren anzustecken, ist nach wie vor ungleich höher als eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Besondere Verhaltensregeln gelten daher nur für folgende Menschengruppen:

  • Menschen, die Kontakt zu einer Person hatten, die mit dem Virus infiziert ist
  • Menschen, die sich in einem der vom RKI definierten Risikogebiete aufgehalten haben
  • Menschen, die in einem Gebiet unterwegs waren, in dem Fälle von Covid-19 aufgetreten sind.

Bei Verdacht auf Infektion mit Coronavirus -Gesundheitsamt und hausarzt informieren

Wer Kontakt zu Infizierten hatte, sollte sich unabhängig vom Auftreten von Symptomen bei seinem Gesundheitsamt melden. Gleiches gilt für Reisende aus Risikogebieten, bei denen Symptome auftreten. Alle anderen wenden sich an das Amt oder ihren Hausarzt, der bei Verdacht auf Sars-CoV-2 eine Laboruntersuchung veranlassen kann.

Betroffene sollten vor dem Gang in die Praxis unbedingt dort anrufen. Dieses Vorgehen empfiehlt Witzke - wenn möglich - auch bei einem Verdacht auf Grippe. Denn auch da ist die Gefahr groß, andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Vorsorge möglich! So schützen Sie sich vor dem Coronavirus

Wer einen begründeten Verdacht hat, mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein, sollte unnötige Kontakte meiden und zu Hause bleiben - wie auch bei der Grippe. Wichtig außerdem, und zwar für alle: Gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife, ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand von kranken Menschen, sowie richtiges Husten und Niesen - in die Armbeuge also. Atemmasken sind für gesunde Menschen nicht nötig. Und auch ständiges Desinfizieren der Hände ist laut Witzke überflüssig.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Das ist noch immer eine schwierige Frage. Für eine abschließende Beurteilung der Schwere der neuen Atemwegserkrankung liegen gegenwärtig nicht genügend Daten vor, sagt etwas das RKI. Nach einer kürzlich von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit Sars-CoV-2 Infizierten. Betroffen sind demnach vor allem alte Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Bei Menschen über 80 Jahren liegt die aus den dort vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, es sterben also in dieser Altersgruppe in China im Mittel etwa 15 von 100 Infizierten. In der Gruppe der 10 bis 39 Jahre alten Menschen sterben 0,2 Prozent der Infizierten, also etwa 2 von 1000 Betroffenen.

Experten gehen davon aus, dass die Sterblichkeit eigentlich geringer ist als in China errechnet, unter anderem weil in der chinesischen Statistik viele mild verlaufende Infektionen gar nicht erfasst werden. Gesicherte Analysen zur Sterblichkeit aus anderen Ländern gibt es bisher aber nicht.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in unserem News-Ticker.

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bua/news.de/dpa
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