24.02.2020, 18.15 Uhr

Coronavirus SARS-CoV-2 im News-Ticker aktuell: Corona-Ausbruch in Italien! Bereits 6 Tote

In Italien drängen sich Hunderte Menschen vor einem Supermarkt. Nach dem Tod zweier Menschen sind Teile des öffentlichen Lebens in Italien zum Erliegen gekommen.

In Italien drängen sich Hunderte Menschen vor einem Supermarkt. Nach dem Tod zweier Menschen sind Teile des öffentlichen Lebens in Italien zum Erliegen gekommen. Bild: dpa

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus ist in China sprunghaft angestiegen. Die Gesundheitskommission berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Auch in Südkorea, wo sich gerade ein größerer Ausbruch entwickelt, wurden zwei neue Tote durch die Lungenkrankheit und 161 neu entdeckte Infektionen gemeldet. Damit gibt es schon 763 Ansteckungen und sieben Todesfälle in Südkorea. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo das Sars-CoV-2-Virus im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet.

Coronavirus 2020: SARS-CoV-2-Epidemie im News-Ticker aktuell:

+++ 24.02.2020:6 Tote bei Coronavirus-Ausbruch in Italien +++

 

Die Zahl der Toten bei einem Coronavirus-Ausbruch in Italien steigt weiter. Mittlerweile kamen sechs Menschen ums Leben, fünf davon in der Lombardei, wie der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region am Montag mitteilte. Bei den Toten handle es sich um ältere Menschen. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien.

+++ 24.02.2020: Coronavirus belastet Wirtschaft +++

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat am Montag die Aktien von Fluggesellschaften und Logistikkonzernen unter Druck gesetzt. Lufthansa, Air France-KLM und IAG büßten jeweils rund sieben Prozent ein. Die Papiere der international tätigen Logistikanbieter Deutsche Post, A.P. Moeller-Maersk und Kühne & Nagel verloren zwischen 4,6 und 5,2 Prozent.

Die Anzahl der Infizierten ist in Italien übers Wochenende deutlich gestiegen. Zudem ist in China die Zahl der Toten durch das Virus sprunghaft angestiegen, auch Südkorea ist zunehmend betroffen.

"Klar ist, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie erheblich sein werden", schrieb Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank. Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Infektion über China hinaus ausbreite und in eine Pandemie münde. In Fernost seien die wirtschaftlichen Schäden durch Produktionsausfälle in Fabriken, die Störung von Lieferketten, eingeschränkte Konsummöglichkeiten sowie die Ausfälle im Reiseverkehr schon jetzt beträchtlich.

+++ 24.02.2020: Coronavirus töten 12 Menschen im Iran +++

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Opfer im Iran ist auf 12 gestiegen. Das bestätigte Gesundheitsminister Saeid Namaki am Montag. Nach Angaben des Nachrichtenportals Khabar-Online sind insgesamt 47 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Dies bestätigte das Ministerium nicht.

Im Nachbarland Afghanistan wurde am Montag der erste Fall einer Erkrankung bestätigt. Er sei in der Provinz Herat im Westen des Landes aufgetreten, wie Gesundheitsminister Firusuddin Firus in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz sagte. Herat grenzt an den Iran. Firus riet seinen Landsleuten dringend, nicht nach Herat oder aus Herat in andere Landesteile zu reisen. Afghanistan hat vorübergehend seine Grenze zum Iran geschlossen.

Auch die beiden Staaten Bahrain und Kuwait auf der Arabischen Halbinsel bestätigten am Montag erste Fälle des Coronavirus. Das Gesundheitsministerium in Kuwait teilte mit, dass bei drei Menschen, die aus der iranischen Stadt Maschhad nach Kuwait zurückgekehrt seien, das Virus nachgewiesen worden sei. Auch bei dem Fall aus Bahrain handele es sich um eine Person, die aus dem Iran ins Land gekommen sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur BNA.

Die Türkei hatte bereits am Sonntag ihre Grenzübergänge zum Iran geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern. Zudem dürften von 20 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) an keine Flüge aus dem Iran mehr in der Türkei landen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Dies gelte "vorübergehend". In der Türkei selbst ist bislang kein Fall gemeldet worden.

+++ 24.02.2020: Keine weiteren Einschränkungen im Zugverkehr +++

Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs über den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach München gestoppt worden. Der Eurocity konnte um kurz vor Mitternacht weiterfahren, nachdem Entwarnung gegeben wurde.

Der Verkehr auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollte nun wieder nach Plan laufen, wie ein ÖBB-Sprecher am Montagmorgen sagte. Auch die Deutsche Bahn ging davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien am Montag planmäßig verläuft.

+++ 23.02.2020: Dritter Todesfall in Italien nach Coronavirus-Ausbruch +++

In Italien gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, die in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen habe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag. Zuvor waren in Italien zwei ältere Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren: eine Person in der Lombardei und eine in Venetien.

+++ 23.02.2020: Coronavirus: Auswärtiges Amt in Kontakt mit italienischen Behörden +++

Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. "Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen", hieß es am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

Ungeachtet drastischer Maßnahmen zur Eindämmung ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien unvermindert gestiegen. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst. Allein in der Lombardei waren rund 90 Infektionen nachgewiesen. Zahlreiche Veranstaltungen wurden vorsorglich abgesagt.

Um die weitere Ausbreitung im wirtschaftlich wichtigen Norden des Landes zu unterbinden, werden die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt. Betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50.000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern.

+++ 23.02.2020: Weiterer "Diamond Princess"-Passagier tot +++

Ein weiterer mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Japaner in seinen 80ern war positiv getestet und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er verstarb. Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes.

Insgesamt hatten sich mehr als 600 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar. Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden.

Bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten japanischen Passagierin des Kreuzfahrtschiffs war nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Die japanische Regierung hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, die "Diamond Princess" nach Ende der Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, was auf Unverständnis stieß. Zudem hatte es das Gesundheitsministerium bei 23 Passagieren versäumt, vor ihrer Ausschiffung die nötigen Tests auf das Virus vorzunehmen.

+++ 23.02.2020:Regionalpräsident: Karneval in Venedig wegen Coronavirus abgesagt +++

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

"Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen", sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals "und sogar noch mehr". Nach Angaben des Regierungschefs der nordöstlichen Region ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten auf 19 gestiegen. Darunter seien nun auch zwei ältere Personen, die direkt in der Lagunenstadt Venedig im Krankenhaus seien. Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Italien am Sonntag bereits bei mehr als 100.

Die eigentlich bis Dienstag stattfindenden Feste und Umzüge des Karnevals von Venedig gehören zu den größten und berühmtesten Veranstaltungen des weltweiten Narrentreibens.

+++ 23.02.2020: Coronavirus in Italien: Infiziertenzahl steigt auf mehr als 100+++

In Italien ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 am Sonntag. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.

Mitgezählt sind auch die beiden Toten, eine 77-jährige Frau in der Lombardei und ein 78-jährigen Mann in Venetien. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. "Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden." Er hoffe allerdings, dass sie räumlich beschränkt blieben.

Im Versuch, die weitere Ausbreitung des Virus zumindest einzudämmen, hat die italienische Regierung rund ein dutzend Städte in den Zentren des Ausbruchs abgeriegelt. Maßgeblich davon betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50 000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern, in der der 78-Jährige gestorben war.

Kein europäisches Land hat mehr Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert als Italien.

Kein europäisches Land hat mehr Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert als Italien. Bild: dpa

+++ 23.02.2020: Italien will mit Coronavirus betroffene Städte abriegeln +++

Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die Regierung in Rom am Samstagabend mit. In Italien waren zuvor 76 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, zwei Menschen sollen daran gestorben sein.Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf, darunter ein Todesfall.

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