30.01.2019, 14.34 Uhr

Stiftung Warentest im Februar 2019: Stiftung Warentest: Diese Migränemittel überzeugen die Tester im Februar 2019

Eine Migräneattacke beschert Betroffenen nicht nur unerträgliche Kopfschmerzen, sondern geht oft auch mit Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit einher.

Eine Migräneattacke beschert Betroffenen nicht nur unerträgliche Kopfschmerzen, sondern geht oft auch mit Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit einher. Bild: Oliver Killig / picture alliance / dpa

Im Test hat sich Stiftung Warentest im Februar 2019 einerseits rezeptfreie Migränemittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure angeschaut und mit solchen auf Basis von Ibuprofen verglichen. Ebenso standen Migränemedikamente mit Paracetamol, Almotriptan und Naratriptan auf dem Prüfstand.

Diese Migränemittel sind am günstigsten ohne Rezept zu haben

Als günstigste frei verkäufliche Mittel gegen Migräne setzten sich ASS 500 1A Pharma auf Basis von Acetylsalicylsäure (20 Stück / 2,32 Euro), die Brausetablette Aspirin Migräne (24 Stück / 12,69 Euro) sowie Ibuprofen ADGC 400 mg (20 Stück / 1,98 Euro) durch. Bei den Präparaten mit Paracetamol erwies sich Paracetamol AL 500 (20 Stück / 1,34 Euro) als am preiswertesten, als Brausetablette wies Paracetamol Ratiopharm 500 gm (20 Stück / 7,40 Euro) den niedrigsten Preis auf. Migränepatienten, die auf den Wirkstoff Almotriptan setzen, kommen mit Dolortriptan (2 Stück / 10,98 Euro) am günstigsten weg, das Medikament Naradex mit dem Wirkstoff Naratriptan (2 Stück / 6,75 Euro) überzeugte die Tester ebenfalls.

Welche rezeptfreien Medikamente helfen wirklich gegen Migräne? Stiftung Warentest verrät es

Wer akute Migränebeschwerden mit rezeptfreien Medikamenten behandeln möchte, sollte Stiftung Warentest zufolge zu Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol greifen. Medizinern zufolge ist es ratsam, mit der Medikamenteneinnahme bereits bei den ersten Anzeichen einer Migräne zu beginnen und gegebenenfalls eine höhere Dosierung als bei herkömmlichen Kopfschmerzen zu wählen. Gegen stärkere Beschwerden sind Triptane das Mittel der Wahl - Medikamente wie Almogran, Relpax, Allegro, Naramig, Maxalt, Sumatriptan Dura oder Ascotop unterliegen jedoch der Rezeptpflicht. Im Test haben sich zudem Mittel auf Basis von Metoclopramid gegen Übelkeit bei Migräne bewährt.

Migränespritzen auf dem Prüfstand: Wie wirkt die neuartige Vorbeugung gegen Migräne?

Den Experten von Stiftung Warentest zufolge können vorbeugende Migränespritzen mit Wirkstoffen wie Erenumab oder Galcanezumab durchaus Migränebeschwerden lindern - doch als Allheilmittel sehen Fachleute die neuen Medikamente nicht. Aktuellen Untersuchungen zufolge seien bereits erhältliche vorbeugende Medikamente ähnlich gut geeignet, Migräneattacken zu mildern. Rezeptpflichtige Präventivmittel gegen Migräne sind unter anderem mit den Wirkstoffen Metoprolol, Propranolo, Topiramat oder Botulinumtoxin, kurz Botox, erhältlich. Unklar ist jedoch, wie sich die seit Herbst 2018 in Deutschland zugelassenen Medikamente in Sachen Langzeitwirkung und Nebenwirkungen bewähren.

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loc/kad/news.de
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