05.02.2016, 15.55 Uhr

Hast-du-gepupst?-Tag am 5. Februar: Warum man übers Furzen reden sollte

Kunstfurzer beim

Kunstfurzer beim "Supertalent": Ja, der macht das wirklich! Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann

Hast du einen fahren lassen?! - Wundern Sie sich nicht, wenn Sie das heute gefragt werden. Am 5. Februar ist nämlich "Hast-du-gepupst?-Tag". Im Jahr 2006 wurde der Tag von Comiczeichner und Hobby-Feiertag-Erfinder Bastian Melnyk ins Leben gerufen wurde. Die Frage führt entweder zu Empörung oder zu einem Kichern. Der Hast-du-gepupst?-Tag ist also der ideale Anlass, um sich einmal mit den Darmwinden zu befassen.

"Hast du gepupst?" oder "Warum ist der Furz ein Tabu in Deutschland?"

Pupsen gilt noch immer als Tabuthema. Selbst in einer Gesellschaft, die keinen Hehl aus den kuriosesten Sex-Fetischen macht, gilt alles, was dem menschlichen Darmtrakt entfleucht, als "eklig". Vielerorts wird offenbar immer noch geglaubt, Frauen würden nur rosa Glitzerstaub pupsen. Auch Promis pupsen bestimmt NIE! Selbst aufklärerische Werke wie "Darm mit Charme" von Giulia Enders konnten den Mythos Furz nicht in die Gesellschaft integrieren. Während ungeniertes Pupsen im Familienkreis häufig als Zeichen des Wohlbefindens gilt, wird es in der Öffentlichkeit als respektlos empfunden und ist nicht ganz so gern gesehen. Wenn Sie Ihren Umkreis nicht mit ihren Darmwinden behelligen möchten, rät der gute alte Knigge, kurz den Raum zu verlassen. Hilfreich ist es natürlich auch, dem Pupsen entsprechend vorzubeugen - das funktioniert mit der richtigen Nahrung.

Hat sie gepupst? - Ja, na und?

Hat sie gepupst? - Ja, na und? Bild: dpa

Das Entweichen von Darmgasen, die bei der Verdauung entstehen, wird als Flatulenz oder Blähung bezeichnet. Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder bestimmte Lebensmittel wie Hühnereier, Kohl oder Zwiebeln begünstigen die Entstehung dieser Darmgase. Die Flatulenzen können jedoch auch reduziert werden, Obst und Gemüse tragen beispielsweise dazu bei, da sie Bakterien in der Darmflora abtöten.

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen - und einen Geruch! Darum stinken Pupse

Der Furz selbst kann mehr oder weniger geräuschvoll sein, das ist abhängig von der Anspannung des Schließmuskels, der Analöffnung sowie Geschwindigkeit und Volumen des austretenden Gases. Pupse bestehen meist aus Methan oder anderen Gär- und Faulgasen. Das ist auch der Grund, warum sie als übelriechend empfunden werden. Darmgase, die bei dem normalen Verdauungsvorgang entstehen, gelangen zum größten Teil in die Blutbahn und verlassen den Körper über die Atmung. Nur der Überschuss, der nicht aufgenommen wird, wird rektal ausgestoßen.

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Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen

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