07.10.2015, 10.18 Uhr

Smartphones: Risiken und Nebenwirkungen: Brauchen Kinder Smartphones?

Smartphone als Spielzeug: Acht Prozent der Kinder können als suchtgefährdet eingestuft werden.

Smartphone als Spielzeug: Acht Prozent der Kinder können als suchtgefährdet eingestuft werden. Bild: dpa

Eltern wissen mit dem Smartphone-Konsum ihrer Kinder oft nicht umzugehen

Die befragten Eltern stehen bei der Smartphone-Nutzung ihres Nachwuchses vor einem Problem. Karin Knop zufolge leiden sie unter Machtlosigkeit, Kontrollverlust und Überforderung. Viele Eltern kontrollieren daher heimlich, was ihre Sprösslinge mit dem Smartphone treiben. Das wiederum führt zum Streit um das Thema "Handy-Erziehung". Die Forscher ermittelten im Rahmen der Studie vier Typen von Eltern:

  • "Laissez-faire": Ein Siebtel (15 Prozent) kapituliert vor den mobilen Multifunktionsapparaten und verzichtet auf erzieherische Vorgaben
  • "ängstlich-konservative Reglementierer" schränken den Umgang mit dem Smartphone ein und ignorieren die Nachteile, die ihren Kindern dadurch entstehen
  • "freundschaftliche Liberale" setzen auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kindern, können deren Handy-Begeisterung nachvollziehen und machen sich wenig Sorgen
  • "kindzentrierte Aktive" sprechen viel mit ihrem Kind über dessen Handy-Konsum und bemühen sich um nachvollziehbare Vorgaben für einen altersgerechten Umgang

Die Studie zeigt zudem, dass technische Nutzungseinschränkungen den meisten Eltern gänzlich unbekannt sind. Medienpädagogischen Rat aus dem Internet holen sich ebenfalls die wenigsten, fanden die Forscher heraus.

Benötigen Kinder ein Smartphone?

Über die Frage sind sich verschiedene Quellen uneins. Zuerst muss gesagt werden, dass die digitale und die virtuelle Welt eins geworden sind, wie die "FAZ" berichtet. Smartphones, Computer und Technik sind ein Hauptbestandteil unserer Lebens geworden und sollten daher nicht direkt verurteilt werden. Auch läuft die Kommunikation einfach anders: Wenn man sich noch vor acht Jahren angerufen hat, um die Hausaufgaben abzusprechen oder sich zu verabreden, läuft heute - auch für Kinder - fast alles schriftlich. Die Telefonfunktion wird kaum noch genutzt. Daher könnte es sogar vorkommen, dass ein Kind mit einem ausschließlich telefon- und kurznachrichtenfähigen Telefon sich von der Klasse ausgegrenzt fühlt. Dabei spielt es keine Rolle, wer das bessere Handy hat, sondern vielmehr, wer sich in WhatsApp-Gruppen und ähnlichen Chat beteiligt.

Dennoch flößt das Smartphone in den Händen von Kindern den Eltern Angst ein. Der Grund ist, dass es sehr undurchschaubar ist, was sie damit treiben, wie die "FAZ" erklärt. Das Portal "klicksafe" schreibt in einem Bericht, Smartphones seien für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet. Denn um die vielen "Funktionen meistern zu können, ist ein ausgereiftes Maß an Medienkompetenz und Medienerfahrung erforderlich", heißt es. Denn am Hand müssten Sicherheitseinstellungen vorgenommen und Apps richtig eingeschätzt werden. "klicksafe" stellt eine Checkliste zur Verfügung, die dabei helfen soll, zu klären, ob das eigene Kind reif für ein Smartphone ist.Das könnte Sie interessieren:Handy-Sucht aufgedeckt: 280 Millionen Menschen sind abhängig oderDrohendes Risiko: So gefährlich sind Smartphones wirklich!

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lvo/bua/news.de/dpa
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