18.05.2014, 09.00 Uhr

Äpfel, Beeren und Co.: Doch was dürfen Frutarier nun eigentlich essen?

Kartoffeln, Kohl und Möhren sind für Frutarier tabu

Äpfel dürfen ohne Bedenken verspeist werden, da bei der Ernte der Baum nicht zerstört wird. Anders sieht es jedoch mit Erdäpfeln aus. Bei der Kartoffelernte wird die Pflanze vollständig getötet. Es dürfen also nur Lebensmittel auf den Tisch kommen, die der Mensch pflücken kann. Das sind Nüsse, Obst, Gemüse und auch Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen. Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln oder Kohl sind dagegen tabu. Denn diese gehören zu den Wurzeln, Knollen, Blättern oder dem Stängel und würden bei der Ernte die Pflanze beschädigen oder sogar töten.

Bei Getreide streiten sich sogar die Frutarier und sind sich uneins. Einige verzichten darauf, da diese in schädlichen Monokulturen angebaut werden und andere sehen darin absolut keinen Verstoß gegen die Ernährungsregeln des Frutarismus. Sind die Samen ausgereift, stirbt die Getreidepflanze ab und schenkt den Frutariern somit kohlehydratreiche Lebensmittel.

Mangelernährung?

Die Lebensmittelauswahl ist dennoch viel geringer als dies bei Veganern der Fall wäre. Die frutaristische Ernährung ist nach Expertenmeinung auch nicht ganz unbedenklich. Wird schon der veganen Lebensweise eine unzureichende Versorgung des menschlichen Körpers mit wichtigen Nährstoffen vorgeworfen, ist dies hierbei noch viel krasser. Der Körper wird mit einer Vielzahl von Stoffen, Mineralien und Vitaminen nur mangelnd und unzureichend versorgt.

Doch die strengen Regeln der Frutarier wirken sich nicht nur auf die Ernährung sondern auch auf andere Bereiche des täglichen Lebens aus. Möbel aus Holz sind tabu, es sei denn es handelt sich dabei um einen umgestürzten Baum.

Steve Jobs war angeblich Frutarier

Der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs soll sich übrigens eine Zeit lang in den 70ern frutarisch ernährt haben. Angeblich soll in dieser Zeit auch das populäre Apfel-Logo entstanden sein.

Frutarier essen also eigentlich nur Früchte und Samen. Also eigentlich die Babys der Tiere. Ist das ethisch korrekt? Müssten Frutarier dann nicht eigentlich auch Toiletten meiden und ihr Geschäft in der Natur verrichten, um die Fortpflanzung der Pflanzenwelt nicht zu stören.

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/news.de/dpa
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