27.02.2014, 10.31 Uhr

Brutal vegetarisch: Auf Seite 2: Was kann der Mensch essen?

Kann ein Mensch dann überhaupt noch irgendetwas ruhigen Gewissens essen? Doch darum geht es gar nicht. Das Problem lässt sich nicht mit der Frage «Tier oder Pflanze» umreißen. Sondern vielmehr damit, ob wir unser Essverhalten nicht bewusster gestalten müssen.

 

Jeder Deutsche isst 60 Kilogramm Schwein

Fettleibigkeit gilt als Wohlstandskrankheit, die immer mehr Menschen betrifft. Der Fleischatlas 2014 zeigt erschreckende Zahlen: Pro Jahr schlachten die Deutschen 750 Millionen Tiere. Ein einziger Deutscher isst im Jahr durchschnittlich 60 Kilogramm Schweinefleisch. Die Größe der Mastbetriebe und Schlachthöfe wird immer absurder.

Andererseits belegt eine neue Studie, dass Fleischesser weniger krank sind als Vegetarier. Wie Forscher der Medizinischen Universität Graz herausfanden, bekommen Menschen, die sich vegetarisch ernähren, häufiger Krebs und öfter Herzinfarkte.

Neue Studie: Fleischesser sind gesünder

Das Beispiel Fleisch zeigt, dass es bei gesunder Ernährung letztlich um so vermeintlich Kitschiges wie Bewusstsein geht und um vermeintlich Esoterisches wie die Verantwortung für die Umwelt und für sich selbst. Menschen sind keine Roboter, sondern Bestandteil einer Natur, in der Tiere Tiere fressen und Pflanzen sich die Nährstoffe aus Erdboden und Wasser ziehen.

Hinter dem Slogan «gesunde Ernährung» steckt letzten Endes nichts anderes als die einfache Botschaft, beim Essen das rechte Maß zu halten. Wer bewusst isst, für den bleibt auch die Entscheidung Salat oder Schnitzel eine ganz persönliche.

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iwi/news.de
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