Die außergewöhnlichsten Friedhöfe der Welt

Ob knallbunt, uralt oder hängend in der Luft: Diese Friedhöfe sind nicht nur skurril, sondern erzählen auch bewegende Geschichten.

Ob knallbunt, uralt oder hängend in der Luft: Diese Friedhöfe sind nicht nur skurril, sondern erzählen auch bewegende Geschichten.

Ob knallbunt, uralt oder hängend in der Luft: Diese Friedhöfe sind nicht nur skurril, sondern erzählen auch bewegende Geschichten. Der Friedhof der Trinity Church, eine der bekanntesten Kirchen New Yorks, liegt im Finanzdistrikt von Manhattan. Die Grabstätte wirkt wie ein Ruhepol inmitten der hektischen US-Metropole. Der Zentralfriedhof von Mailand, der Cimitero Monumentale, ist ein echter Augenschmaus. Hier liegt die gehobene Gesellschaft begraben, weshalb die Grabsteine besonders prunkvoll sind. Er zählt zu den schönsten Friedhöfen Italiens. Bunt geht es in Rumänien zu: Der Totenstille ist auf dem Calvary Cemetery im New Yorker Stadtteil Queens nicht angesagt. Denn die Ruhestätte, die sich über rund 91 Hektar erstreckt, wird durch einen Highway getrennt. Über drei Millionen Menschen sind hier begraben Eine Insel ist der Friedhof San Michele. Sie liegt zwischen Venedig und Murano und wurde von Napoleon 1804 zur Friedhofsinsel bestimmt. Beerdigt ist hier unter anderem der Komponist Igor Strawinsky. Das stille Refugium des Campo Santo Teutonico hat auf den ersten Blick nichts von einem tristen Friedhof. In der fast beschaulichen Oase im Vatikan ruhen Pilger, Mitglieder der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes und Schweizergardisten. Im Historischen Friedhof Weimar liegen nicht nur Herzöge begraben, sondern auch deutsche Dichter und Denker fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Sowohl die Särge von Johann Wolfgang von Goethe als auch Friedrich Schillers sind hier zu finden. An den Grabsteinen des alten jüdischen Friedhofs in Prag ging die Zeit nicht spurlos vorüber. Aber gerade das macht den Charme der Ruhestätte aus, die im 15. Jahrhundert entstanden ist. Mitten in der Altstadt wurden über 100.000 Menschen begraben. Glaubt man Schriftsteller Bram Stoker geht Graf Dracula auf dem Whitby-Friedhof im Norden Englands um. In seinem Roman von 1897 landet der Vampir mit seinem Schiff in Whitby, nachdem er die Karpaten verlassen hat. Der Wiener Zentralfriedhof eröffnete 1874 und ist die letzte Ruhestätte vieler Stars. Unter anderem die von Ludwig van Beethoven, Udo Jürgens und Falco, die in Ehrengräbern auf einer der größten Friedhofsanlagen Europas bestattet sind. Wer den Friedhof Wadi as-Salam erkunden möchte, muss Ausdauer mitbringen. Er befindet sich in der Nähe der irakischen Stadt Nadschaf und ist so groß wie 1.300 Fußballfelder. Seit dem 7. Jahrhundert wird die Ruhestätte genutzt. Dieser Friedhof hat die Gemeinde Sagada auf den Philippinen bekannt gemacht. Dort hängen die Särge an Felswänden. Der Grund für die luftige Bestattung: Das Bergvolk der Igorots glaubte, dass die Seele der Toten unter der Erde erstickt. Der Petersfriedhof ist einer der ältesten christlichen Friedhöfe Salzburgs. Er befindet sich am Fuße des Festungsberges und ist von einer malerischen Landschaft umgeben. In den Berg geschlagene Katakomben machen die Ruhestätte besonders. Der Cimetière du Père-Lachaise gleicht eher einem Park als einem Friedhof. Kein Wunder, dass jedes Jahr zwei Millionen Besucher über die Anlage in Paris flanieren. Neben dem The-Doors-Sänger Jim Morrison ruht hier auch die Sängerin Édith Piaf. Nach dem Glauben der buddhistischen Shingon-Lehre ruhen auf dem Friedhof Okunin keine Toten, sondern wartende Seelen. Besonders geheimnisvoll wird der Friedhof in Japan, wenn tausende Laternen die Ruhestätten abends beleuchten. Weil es im 19. Jahrhundert zu eng in London wurde, entstanden sieben weitere Friedhöfe in den ländlichen Vororten. Einer davon war der Highgate Cemetery. Hier liegt unter anderem der deutsche Philosoph Karl Marx begraben. Im Berliner Ortsteil Mitte befindet sich der Dorotheenstädtischer Friedhof. Dieser erstreckt sich über 17.000 Quadratmeter und einige Berühmtheiten liegen dort begraben, unter anderem Schriftsteller Bertolt Brecht.
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