ADAC-Test: Diese Tunnel fallen durch

Den ADAC-Tunneltest haben mehr als die Hälfte der 16 getesteten Röhren in Österreich, Italien und der Schweiz nicht bestanden. Was die Hauptprobleme waren und welche Tunnel im einzelnen betroffen sind, gibt es hier zu sehen.

Den ADAC-Tunneltest haben mehr als die Hälfte der 16 getesteten Röhren in Österreich, Italien und der Schweiz nicht bestanden. Was die Hauptprobleme waren und welche Tunnel im einzelnen betroffen sind, gibt es hier zu sehen.

Den ADAC-Tunneltest haben mehr als die Hälfte der 16 getesteten Röhren in Österreich, Italien und der Schweiz nicht bestanden. Was die Hauptprobleme waren und welche Tunnel im einzelnen betroffen sind, gibt es hier zu sehen. In 44 Prozent der Tunnel fanden die Experten entgegen der geltenden EU-Richtlinien keine Pannenbuchten. In zwei weiteren Tunneln waren die Abstände zwischen den Buchten zu groß. Ebenfalls 44 Prozent der Tunnel sind in Sachen Brandschutz schlecht ausgerüstet - an den Portalen gab es keine Löschwasserhydranten. Im Tunnel selbst fehlten sie bei mehr als einem Drittel (38 Prozent). Im Ucka-Tunnel nahe dem kroatischen Rijeka sowie dem Giovi-Tunnel bei Genua in Italien gibt es keine Notausgänge. Im Les-Cretes-Tunnel im Aosta-Tal und fünf weiteren Tunneln lagen sie bis zu 300 Meter weiter auseinander als erlaubt. Durchgängigen Verkehrsfunk konnten die Tester des ADAC auch nicht überall empfangen, in 31 Prozent der Tunnel muss komplett darauf verzichtet werden. Wichtige Infos kämen also gar nicht erst bei den Betroffenen an. Notfalltelefone konnte der ADAC in fast 20 Prozent der getesteten Verkehrstunnel nicht finden. In zwei weiteren lagen diese - wie beispielsweise im Tarvisio-Tunnel in Italien mit 640 Metern statt der erlaubten 250 Meter - zu weit auseinander. Die italienischen Tunnel rasselten allesamt durch. Lediglich der Allocco-Tunnel erfüllte die EU-Anforderungen teilweise. In den Tunnels Banzole, Castelletto, Fornaci, Giovi, Les Cretes, Roccaccia und Tarvisio gibt es noch viel zu tun. Von den drei getesteten Tunneln in Kroatien überzeugte nur der schon erwähnte Ucka-Tunnel bei Rijeka nicht. Der Kojnsko- sowie der Sveta-Tri-Kralja-Tunnel hielten die geltenden Regelungen weitestgehend ein. Österreich hat seine Hausaufgaben in puncto Tunnelsicherheit gemacht. Der Gleinalm-Tunnel (Bild) sowie die Tunnel Hiefler, Klauser, Oswaldiberg und Perjen bekamen alle die beste Bewertung.
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