Die größten Dopingsünder der Sportgeschichte

Durch das von Russland seit Jahren betriebene systematische Doping ist das Thema illegale Leistungssteigerung vor den Olympischen Spielen von Rio wieder in aller Munde. Doch nicht nur die Russen haben gedopt: Hier die bekanntesten Dopingsünder.

Durch das von Russland seit Jahren betriebene systematische Doping ist das Thema illegale Leistungssteigerung vor den Olympischen Spielen von Rio wieder in aller Munde. Doch nicht nur die Russen haben gedopt: Hier die bekanntesten Dopingsünder.

Durch das von Russland seit Jahren betriebene systematische Doping ist das Thema illegale Leistungssteigerung vor den Olympischen Spielen von Rio wieder in aller Munde. Doch nicht nur die Russen haben gedopt: Hier die bekanntesten Dopingsünder. Einst ein gefeierter Held, nun eine Persona non grata. Als erstem und bislang einzigem Deutschen gelang Jan Ullrich 1997 der Sieg bei der Tour de France - doch Ullrich, Erik Zabel und Co. nahmen alle das leistungsfördernde EPO. Und damit war er im Radsport bekanntlich nicht der Einzige. Nahezu alle Toursieger von 1996 bis 2007, darunter auch Bjarne Riis, Marco Pantani, Lance Armstrong und Alberto Contador nahmen EPO. Auch der ehemalige Bayern-Trainer Pep Guardiola hat in seinen aktiven Zeiten den Fair-Play-Gedanken mit Füßen getreten. Er wurde 2001 als Profi von Brescia Calcio mit Nandrolon erwischt und vier Monate aus dem Verkehr gezogen. 1994 erwischte es die argentinische Fußball-Legende Diego Armando Maradona. Er durfte nicht an der Weltmeisterschaft in den USA teilnehmen, weil er Kokain konsumiert hatte. Einer der kuriosesten Doping-Fälle dreht sich um Dieter Baumann, den Langstreckenläufer und Goldmedaillengewinner von Barcelona 1992. Er wurde positiv auf Nandrolon getestet, behauptet aber inständig, jemand hätte ihm es in die Zahnpasta gemischt. Wie so viele Sportler aus der ehemaligen DDR hat auch Leichtathletin Katrin Krabbe mit illegalen Mitteln nachgeholfen. Bei ihr und Trainingspartnerin Grit Breuer wurde das Dopingmittel Clenbuterol nachgewiesen. Die Ausnahme-Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wurde 2009 aufgrund von vermeintlichen Blutdopings gesperrt, wogegen sie sich seitdem in zahlreichen Prozessen juristisch wehrt. Sie schob auffällige Blutwerte auf eine angeborene Kugelzellenanämie. Als nur einer von zehn Frauen gelang der Tennisspielerin Maria Scharapowa ein Karriere-Grand-Slam, also alle vier großen Turniere einmal zu gewinnen. Doch die Russin hat mit Meldonium nachgeholfen, alle Titel sind dadurch nun futsch. Barry Bonds ist einer der legendärsten Baseball-Spieler und hält Rekorde für die meisten Home Runs. Doch fair hat er diesen Meilenstein nicht erreicht. Er hat so viele Wachstumshormone genommen, dass sogar sein Schädel über die Jahre wuchs. Alex Rodriguez war drauf und dran Bonds' Rekorde zu knacken, ehe auch er 2014 über eine Dopingaffäre stolperte und gesperrt wurde. Ein Bild aus besseren Zeiten von Marion Jones. Die US-Sprinterin verlor ihre drei Goldmedaillen von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Sie hatte mit anabolen Steroiden geschummelt. Der US-Sprint-Star Justin Gatlin wurde 2006 erwischt. Nachdem er eine Sperre von vier Jahren absaß, lief er 2015 eine Bestzeit von 9,74 Sekunden über die 100 Meter. Bei den Olympischen Spielen in Rio gilt er als härtester Konkurrent für Usain Bolt. 2012 rannten die US-Sprinter in der Staffel bei den Olympischen Spielen von London zu Silber. Dann aber wurde bei Gay die Einnahme von Steroiden nachgewiesen. Die US-Läufer mussten ihre Medaillen zurückgeben. Die Sprint-Olympiasieger Carl Lewis und Ben Johnson waren in den 80er Jahren die Stars in der Leichtathletik. Während Johnson nach der Einnahme von Steroiden gesperrt wurde, wurde Lewis trotz positivem Test nie belangt. Er behält seine 9 Medaillen. Den größten Absturz hat wohl Lance Armstrong hingelegt. Seine märchenhafte Erfolgsgeschichte von Krebs-Besieger zum siebenfachen Gewinner der Tour de France platzte als er 2012 des Dopings überführt wurde wie eine Seifenblase.
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