Wo deutsche Gurus ihr Unwesen treiben

Weit weg vom trüben Deutschland, da, wo immer die Sonne scheint, gedeiht auch manch ungewöhnlicher bis dubioser Glaube besonders gut.

Weit weg vom trüben Deutschland, da, wo immer die Sonne scheint, gedeiht auch manch dubioser Glaube besonders gut. Aus spirituellen Spinnern, Kleinkriminellen oder Lebenskünstlern wird im Ausland schnell ein Guru. Wir stellen Ihnen zehn Beispiele vor - wie zum Beispiel Peter Brunck aus Meisenheim, der im Oktober 2012 in der Dominikanischen Republik festgenommen wurde, im paradiesischen Sosúa.

Weit weg vom trüben Deutschland, da, wo immer die Sonne scheint, gedeiht auch manch ungewöhnlicher bis dubioser Glaube besonders gut. Am 17. Oktober stürmte die Polizei die Finca des 61-jährigen Brunck, den Sitz seiner Sekte, die ein eigener kleiner Staat sein wollte. Sat.1 grub seinen Sohn Oliver aus, der den Werdegang des Hochstaplers enthüllt. August Engelhardt war sozusagen der Trendsetter des deutschen Gurutums. Nicht minder sphärisch sind seit den 1950er Jahren die Auftritte des deutschen Arztes Dr. Adolph Fritz. Aus Fleisch und Blut war Paul Schäfer. Lebendig und frei ist sein Arzt in der Colonia Dignidad, Hartmut Hopp. Oliver Shanti machte indische Meditationsmusik. In Südeuropa trieb auch die Hamburgerin Heide Fittkau-Garthe ihr Unwesen als «Aida, die Göttin des Universums». Der österreichische Künstler Otto Mühl machte sich 1987 in einer paradiesischen Bucht auf La Gomera breit Dr. med.mag.theol. Ryke Geerd Hamer - wie er sich selbst nennt - fällt in die Kategorie Wunderheiler. Reinhard Bonnke wäscht Afrika mit dem Blut Jesu. Diese Mission gab ihm der heilige Geist im Alter von elf Jahren ein. Claire la Belle ist vergleichsweise harmlos. Nebenbei «durchlichtet» Claire La Belle auch Organe, findet so die seelische Ursache von Krankheiten heraus und heilt sie wundersam.
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